A Schaffner´s Paradiese

Heute früh: ich sitz im Bummelzug nach Marburg.

In einer Kleinstadt steigt ein Jugendlicher zu, geht direkt zum Schaffner und erklärt ihm, dass er kein Ticket gezogen hat, weil er den Betrag nur in Münzen hatte und der Automat die nicht angenommen hat. Raunzt ihn der Schaffner an: „Tja, da muss man halt mal nen Schein einstecken haben!“

Das ist aber auch zu blöd, dass immer wieder so unbequeme Bahnreisende kommen und den Schaffner aus seinem Paradies ziehen müssen. Warum können die sich nicht einfach hinsetzen und die Klappe halten?

Warum beschweren die sich über Verspätungen – mein Gott, dann kommen sie halt eine Stunde später zu Hause an.Ich hab Zeit.

Und wenn ein Zug ausfällt – nehmen sie halt den nächsten.

Wie-Anschlusszug? Ja, bin ich denn die Bahn-Seite? Das weiß ich doch nicht! Da muss ich erst in meine Kabine gehen und das ablesen.

Der Tourist hat mein Englisch nicht verstanden? Tja, dann muss er eben Deutsch lernen.

Grundsätzlich bin ich als Schaffner nur für die Ticketkontrolle zuständig. Ansonsten mach ich vielleicht ein paar Ansagen und sitz ansonsten im Ersten-Klasse-Abteil (im Gegensatz zu den Bahnreisenden der 2. Klasse, die stehen nämlich auch bei völlig überfüllten Zügen, weil die 1. Klasse nicht freigegeben wird).

Ach ja, und mit Vorliebe bummel ich die ganze Strecke durch das Abteil, aber wenn Du, ja Du aussteigen wilst, daaann komm ich wie ein Tiger angesprungen und will Deine Fahrkarte sehen und zwar genau dann, wenn der Zug im Bahnhof steht.

Merkt man, dass ich sauer bin?

Ich meine, es ist ja nicht so, dass der Junge mit Absicht ohne Karte eingestiegen ist. Er hatte ja sogar den passenden Betrag für seine Strecke – eben nur in Münzen. Was wäre denn so schlimm gewesen, wenn der Schaffner dem Jugendlichen einfach sein Ticket gegeben hätte?

Da werden Schalter dicht gemacht, Personal abgebaut und in einem Kuhdorf wie dem meinen gibt es gerade mal EINEN DB-Automaten. Wenn der mal kaputt ist, was öfter mal passiert, dann helfen weder Münzen noch Scheine noch sonst was. Und ich muss dem Schaffner im Zug dann erklären, warum ich nicht dem Mann im Bahnhof Bescheid gesagt hab (weil der, seit der Schalter zu ist, auf Klopfen nicht mehr reagiert in seinem hinteren Zimmer).

Und selbst wenn er geht: Scheine spuckt der Automat sofort wieder aus, wenn sie nur leicht zerknittert sind. Über 20 Mäuse will er sowieso nix, kann er nicht wechseln.  Manchmal wechselt er aber auch so nichts.  Münzfach ist öfters verklebt.  Und wenn ich dann mit Karte bezahlen will, kommt es nicht selten vor, dass gerade an diesem Tag die EC-Kartenfunktion gesperrt ist. Und gerade am Montagmorgen ist es ganz toll, wenn man den einzigen Automaten zusammen mit 20 anderen Leuten nicht benutzten kann, weil gerade dann (um 07:00 Uhr zur Pendlerzeit!) die Kassierer der DB den Automaten leeren. Und wenn er leer ist, muss erst Windows neu starten. Tut es manchmal auch nicht gleich.

Und als Krönung bekommt man dann im Zug dauerkaputte Toiletten, Sitze mit Fußabdrücken der Vorgänger, Bierflaschen auf der Ablage, Bahnreisende, die einen extra Sitzplatz für ihre Tasche brauchen – und nicht zu vergessen: man stört das Schaffner´s Paradise.

Ich bin wirklich froh, wenn ich mein Auto hab.  Dann muss ich mir solche griesgrämigen Leute nicht mehr antun.

 

 

 

Der Hausgeist auf deutsch oder türkisch?

Ich habe mehr so durch Zufall die DVDs von der Serie „Der Hausgeist“ gefunden. Ich hab einfach mal die Suchbegriffe „Geist“, „Gespenst“ und dergleichen in die Suchmasken der DVD-Verleiher eingegeben, weil ich solche Filme gucken wollte. Und als ich so die ersten paar Folgen gesehen hatte, dachte ich, das kenne ich doch schon von irgendwoher? Und ja, tatsächlich, ich kenne es schon.

Genau genommen kenne ich es schon seit gut 13 Jahren. Auf einem türkischen Sender sah ich die Serie „Ruhsar“, die vom Konzept her ganz ähnlich ist, aber doch einige Unterschiede aufweist. Trotzdem fragt man sich, welche Serie baut auf welche auf? Egal, ich beschreibe einfach mal beide.

„Der Hausgeist“ beginnt mit einem großen Booom, womit die Villa gesprengt wird, die eigentlich das Zuhause von Freifrau Henriette von Sydeck ist. Nun, als Geist überlebt sie die Sprengung natürlich und sucht nun ein neues Zuhause. Das findet sie auch bei einem Nachfahren ihrer besten Freundin. Benedict Von Weber und sie wohnen nun zusammen in einer Wohnung und erleben so diverse Abenteuer. Von Weber ist Texter bei einer Werbeagentur, sein bester Freund Vinzenz ist Werbegrafiker.

Die Serie lief von 1991 bis 1993 im ZDF mit Susanne Uhlen als Hausgeist, Volker Lechtenbrink als Vinzenz und Stefan Behrens als Benedict Von Weber.

Ruhsar ist eine türkische Serie, die von 1998 bis 2001 im türkischen Fernsehen lief. Hande Ataizi war hier der Geist, oder besser gesagt, der Engel. Da mein Türkisch nicht ganz so gut ist, habe ich mir den Wikipedia-Artikel hierzu nicht weiter durchgelesen. Daher könnte ich die anderen Schauspieler auch nicht benennen.

Diese Serie habe ich nicht von Anfang gesehen, so dass ich nicht ganz genau weiß, wie sie beginnt. Ruhsar ist die Frau eines ebenfalls bei einer Werbeagentur arbeitenden Mannes. Nur, sie starb schon zu Anfang der Serie und ist nun als Engel immer mal wieder bei ihrem … Witwer?. Sein bester Freund ist ebenfalls bei der Werbeagentur tätig. Seine Mutter versucht ihn immer wieder zu verheiraten, da seine Frau ja schon seit mehr als einem Jahr tot ist. Er will aber nicht, weil er ja seine Frau noch sieht… 🙂 Sein bester Freund ist an seiner Schwester interessiert, die will aber nicht. 🙂

Ruhsar kann zaubern, was zu, sagen wir mal, dem einen oder anderen Unglück führt. Und natürlich ist sie als Schwiegertochter noch immer im Krieg mit ihrer Schwiegermutter…. 🙂

Einer der wesentlichen Unterschiede ist, dass Henriette für jeden sichtbar ist, wenn sie sich sichtbar macht, wobei Ruhsar nur von ihrem Mann gesehen werden kann. Henriette und Benedict sind nicht verwandt. Aber sonst? Das Grundkonzept jedenfalls passt zusammen.

Beide Serien sind äußerst amüsant und kurzweilig. Nur schade, dass es Ruhsar nicht auf DVD gibt. Das ist eine der wenigen türkischen Serien, die ich gerne geguckt habe. Der Rest, naja, reden wir nicht drüber… 🙂 Aber jemand hat sie auf Youtube hochgeladen, weswegen ich jetzt mal gucken gehe…

Blog etwas aufgeräumt

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass das Blog der SF-Ecke extrem langsam lädt. Daher habe ich mal ein wenig Aufgeräumt. Dabei sind auch 2 Optionen zum Opfer gefallen.

In der rechten Seitenleiste ist die Twitter-Timeline weggefallen. Die Seite war erst nutzbar, wenn dieses Widged sich aktualisiert hatte. Dies konnte, je nach Auslastung von Twitter, schon mal etwas länger dauern. Wer also die Tweets von mir weiterhin verfolgen möchte, folgt mir entweder auf Twitter, der Nutzername ist @sfecke, oder besucht regelmäßig die Timeline auf Twitter. Hier könnt ihr auch weiterhin die Tweets sehen.

Auch die RSS-Feeds der aktuellsten Stories habe ich entfernt. Auch diese brauchte immer etwas, bis sie geladen war und hat die Seite weiter ausgebremst. Wenn ihr die neuesten Stories immer sehen wollt, könnt ihr das auf der Hauptseite der Stories, oder ihr könnt den Stories-RSS-Feed abonnieren.

Auch in den Plugins habe ich etwas aufgeräumt, aber das ist eher was unter der Haube und für den Normalnutzer eher nicht sichtbar. Ich hoffe jedenfalls, dass die Seite jetzt nicht mehr ganz so träge reagiert.

Kommentare, Verbesserungsvorschläge oder Kritik bitte entweder in die Kommentare dieses Posts oder in die Mailingliste.

Warum meine @deinbus Fahrt wohl eine Ausnahme bleibt

Ich kenne Fernbusfahrten aus meinen Türkeiurlauben. Dort ist der Fernbus sogar eher die bevorzugte Reisemethode. Zwar gibt es auch Bahnverbindungen, aber Zug bin ich da nie gefahren.

In jeder nur etwas größeren Stadt gibt es Fernbusbahnhöfe, die durchaus mit Bahnhöfen hier in Deutschland vergleichbar sind. Da gibt es Kiosks, Restaurants, Ticketschalter, und viele Bussteige, von denen die Busse abfahren. Auch Lautsprecherdurchsagen, wann welcher Bus von wo abfährt, hört man da viel.

Die Busse selbst sind dort teils wirklich luxuriös eingerichtet. Bequeme Sitze, Entertainment-System, Strom, teils auch WLAN, man fühlt sich wie in der 1. Klasse eines ICEs. So kann man eine 10-Stunden-Fahrt gut aushalten.

Wenn wir nach Türkei fliegen, landen wir oft in Istanbul oder Ankara. Von dort geht es dann 6 bis 10 Stunden mit dem Fernbus nach Malatia, oder Mersin. Wobei, nach Mersin dauert es viel länger… 🙂 Bedenkt man also die durchaus lange Zeit im Bus, muss einfach ein gewisses Maß an Komfort da sein. Natürlich wird oft Pause gemacht. Zum einen wegen der Lenkzeitpausen, zum anderen auch, weil man ja mal was essen muss oder sonst was…

Als nun auch in Deutschland die Fernbusse anfingen, loszulegen, hatte ich zwar gewisse Erwartungen, jedoch waren sie auch nicht allzu hoch. Den Luxus, den ich von türkischen Fernbussen kannte, habe ich selbstverständlich nicht erwartet. Dort fährt man länger, ist also mehr auf Komfort angewiesen, und dort ist auch der Konkurrenzkampf wesentlich stärker. Umso neugieriger war ich aber, zumal mich die Deutsche Bahn immer mehr und mehr verärgerte. Dauernde Verspätungen, ständige Preiserhöhungen ohne dass ich sehen könnte, wofür und die teils immer unfreundlicheren Mitarbeiter. Also dachte ich, probiere ich so einen Fernbus doch mal aus. So buchte ich von Marburg nach Köln-Deutz eine Fahrt mit deinbus.de. Und, mit 11 Euro war ich dabei! 🙂

Das erste, was mir positiv auffiel, man bekommt keinen Fahrschein. Muss also nix ausdrucken, und hat auch sonst keinen Papierkram. Der Busfahrer hat eine „Gästeliste“, und steht man drauf, fährt man mit. 🙂 Zwar ist das gewöhnungsbedürftig, weil ich bis zuletzt gehofft habe, dass genau hier keine Panne auftritt, aber eigentlich finde ich das Prinzip schon irgendwie cool. Man sagt seinen Namen, zeigt evtl. noch den Ausweis, fertig! Das kam mir extrem entgegen, weil ich zu Besuch war und keinen Drucker zur Verfügung hatte. Die Patronen im Drucker von Heike waren glaube ich auch alle. Bin mir aber nicht mehr sicher. Wie auch immer, über so was muss man sich hier keine Gedanken machen.

Die Bushaltestelle in Marburg liegt gegenüber der Aral-Tankstelle am Hauptbahnhof. Quasi unter der Autobahnbrücke. Die Position dieser und des Übergangs, wo ich die Straße überqueren muss hatte ich in meinem iPhone in der BlindSquare-App gespeichert. So kann ich mich per GPS zielgenau dort hinführen lassen, was auch hervorragend geklappt hat.

Man soll ja 15 Minuten vor Fahrtantritt am Bus sein. Also meiner fuhr um 12:00 Uhr, also musste ich um 11:45 spätestens da sein. Da es mit den Zügen nicht anders machbar war, war ich schon um 10:45 Uhr am Bahnhof, was mir ausreichend Zeit für ein zweites Frühstück lies. Und da dort momentan alles voller Baustellen ist, bin ich halt etwas früher gekommen, um nicht zu spät zu kommen. So um 11:30 Uhr war ich also an der Haltestelle, und der Bus kam tatsächlich eher so um 11:45 Uhr. Reisetasche einladen, Eintrag auf der „Gästeliste“ abhaken lassen, los geht’s.

Hier gibt es auch schon den ersten Kritikpunkt. Ich war noch nie in einem Bus von deinbus.de, so kenne ich mich als Blinder darin also nicht aus. Wo sind Stufen, wo packe ich meine Jacke hin, was sind das für Bedienelemente über meinem Kopf und derlei praktische Probleme. Zwar ließ die Freundlichkeit des Fahrers nix zu wünschen übrig, jedoch hätte ich mir etwas mehr Hilfe gewünscht. Zur Not hätte s, für Jackenablage, Bedienelemente und dergleichen, auch ein Infoband getan, was kurz vor Abfahrt abgespielt wird. Zum Beispiel kann ich die Flyer nicht lesen, weswegen ich nicht wusste, wie ich an die im Bus befindlichen Getränke komme, und was diese kosten. Auch das hätte mit einem Infoband erledigt werden können. Vielleicht passiert das ja noch. Sicherheitsinfos im Flugzeug kommen ja häufig auch aus der Konserve, könnte man hier auch machen.

Und dann kommt auch schon der zweite Kritikpunkt. Ich behaupte mal ganz frech, dass ich mit meinen 1,80 Metern und 78 Kilos nicht fett bin. Ich saß auf der linken Seite hinter dem Fahrer. Ich glaube, 3. oder 4. Reihe, ich weiß es nicht mehr genau. Jedenfalls saß ich am Fenster und hatte mein Laptop auf dem Schoß. Und während der ganzen Fahrt hin habe ich überlegt, was, zum Teufel, ich mit meinem linken Arm anstellen soll. Es war dafür einfach kein Platz da. Zum Glück saß rechts von mir keiner, sonst hätte ich das gleiche Problem auch mit meinem rechten Arm gehabt. Nicht auszudenken, wenn da eine etwas voluminösere Person gesessen hätte… 🙁 Man hat zwar ordentlich Beinfreiheit und sogar was zum Abstellen der Füße, aber die Sitzbreite ist viel zu schmal.

Die Fahrt selbst war einfach nur gut. Man sitzt, von der Breite abgesehen, recht bequem, auch der Anschnallgurt stört nicht, es ist leise, und der Bus ist gut klimatisiert. Zu meiner Freude war fast durchgehend Internet vorhanden. Fast, weil ich nicht immer geguckt habe und nicht weiß, ob es hier und da mal abgerissen ist. Jedenfalls konnte ich mit Leichtigkeit meine RSS-Feeds lesen und twittern. Das WLAN ist offen und kostenlos. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass es auch sehr schnell ist. Mich würde aus technischer Sicht interessieren, wie man hier ans Internet angebunden ist. Jedenfalls hat mir das gut gefallen, da ich die Reisezeit so gut und nützlich verbringen konnte.

Im Titel dieses Posts steht ja, dass die Fahrt wahrscheinlich eine Ausnahme bleiben wird. Und hier kommen auch die Punkte, warum:

Als wir kurz vor Köln-Deutz waren, schüttete es wie aus Eimern. Ich wusste, dass die Bushaltestelle um einiges vom Bahnhof entfernt ist, also fürchtete ich schon das Schlimmste. Als der Bus jedoch angehalten ist, kam zum Glück die Sonne raus. Gut, dachte ich, noch mal Glück gehabt! Dieses Gefühl hielt aber nicht lange. Also stand ich da mit Reisetasche in der Hand, Laptop-Tasche auf der Schulter und keine Ahnung, wo der verdammte Bahnhof jetzt ist. Macht nix, hab ja aufgeladenes iPhone und mehrere GPS-Apps. TomTom sagt mir, 1,2 Kilometer Fußweg. Wie jetzt? Mit der schweren Reisetasche und der Aussicht auf Regen soll ich 1,2 Kilometer laufen? Kein Nahverkehr, keine Unterstellmöglichkeiten, wenn es wieder zu Schütten angefangen hätte, wäre ich in den Hintern gekniffen gewesen! Zu allem Überfluss ist der Weg zum Bahnhof zwar relativ einfach, jedoch liegen mindestens 2 komplizierte Kreuzungen auf dem Weg. Die erste z. B. hat mehrere Übergänge mit Ampeln und Zebrastreifen, wobei keine Ampelanlage eine Blindenampel ist. Ich habe 10 Minuten nur damit verbracht, den Verkehrsfluss zu beobachten, um zu erkennen, wann ich Grün habe. Für Ortsunkundige Blinde ist das durchaus ein Problem, wobei ich mich eigentlich als sehr mobil einschätze und solche Dinge mich normalerweise nicht lange aufhalten. Wenn man aber schwer zu tragen hat und die Regenwolken sich über einem zu ballen beginnen, wird man hektisch und unvorsichtig. Das macht Stress. Wie auch immer, ich habe es ja geschafft. Aber der Bahnhof war deswegen immer noch nicht gefunden. Zwar gab TomTom relativ eindeutige Anweisungen, wie ich laufen sollte, aber irgendwie war die Abzweigung, von der TomTom sprach, nicht da, wo sie hätte sein sollen. Zum Glück habe ich einen netten Rentner gefunden, der mir bis zum Bahnhof geholfen hat. Au weia! Das hätte ich allein mit TomTom nie gefunden. Denn da ging es noch mal richtig kompliziert her!

Die Zugänglichkeit der Webseite von deinbus.de ist im Grunde gar nicht so schlecht. Aber am entscheidenden Punkt hakt es. Wenn man Start, Ziel und Datum eingeben will, öffnen sich Javascript-Popups, die ich weder mit dem Safari auf dem Mac noch mit Firefox bedienen konnte. Irgendwie, fragt mich nicht wie, habe ich es letztlich geschafft, hat aber gut und gerne 20 Minuten gedauert. Die Webseite war nämlich fast immer der Meinung, ich wolle in Maastricht einsteigen. In einer Mail habe ich dies an deinbus.de geschrieben und auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie man dem beikommen könnte. Man bedauere es, aber da ja so wenig Blinde die Seite nutzen würden, sähe man jetzt keinen Handlungsbedarf. Öhm, büdde wie meinen?!

Wir sind auf einem technologischen Stand, und das nicht erst seit gestern, wo es möglich ist, jeder Gruppe diskriminierungsfrei Zugang zu Informationen und Diensten zu gewähren. Alles was nötig ist, ist ein wenig guter Wille und ein paar Tastendrücke. Wir haben hier ein klassisches Henne/Ei-Problem: Habt ihr eure Seite so programmiert, weil keine Blinden kommen, oder kommen keine Blinden, weil ihr eure Seite so programmiert habt? Seiten für Blinde zugänglich zu machen heißt nicht, auf klickybunti zu verzichten, das war mal in den 90ern so. Wenn man mal bei Google oder Twitter sucht, oder mal in entsprechenden Mailinglisten anfragt, werden sich eine Menge blinder Menschen finden, die PHP, Javascript und andere Programmiertechniken beherrschen. Viele davon werden sicher gerne helfen, diese Probleme zu lösen. Es sei denn natürlich, deinbus.de hat den Willen nicht und will die Tastendrücke nicht machen.

Um mal die Sprache zu benutzen, die ihr selbst auf eurer Webseite nutzt: Bedenkt man die Einfachheit, mit der das Problem beseitigt werden könnte, seid ihr euch wirklich und absolut sicher, dass nicht ihr die Turnbeutelvergesser seit? Die Zeit, die ihr investiert habt, um mir eine Mail zu schicken die fast wie blanker Hohn klingt, hättet ihr produktiver verbringen können. Aber was soll’s?

Und hier noch mal eine Reihe von knallharten Fakten, weswegen eine Fernbusfahrt für mich kaum noch in Frage kommt: Den Nahverkehr, in Städten als auch den auf der Schiene, nutze ich mit meinem Schwerbehindertenausweis kostenlos. Für den Fernverkehr habe ich eine Bahncard 50. Für die Fahrt von Neustadt bei Marburg bis Wuppertal zahle ich bei der Bahn nur 30 Euro. Und für den Bus? Finanziell nur 11 euro, aber was sonst noch dazu kam? Ich fahre also 25 Minuten mit dem DB-Nahverkehr, warte 1 Stunde am Bahnhof, fahre 2:50 Stunden mit dem Bus, laufe 1,2 Kilometer evtl. durch strömenden Regen zum Bahnhof, fahre noch mal 40 Minuten Nahverkehr bei der DB, und in diesem Fall sogar stehend, weil der Zug voll war. Die Seite ist nicht richtig zugänglich, man bietet telefonische Buchung an. Diese kostet normal aber 3 Euro, die man, laut der Mail, in diesem Falle weglassen könnte. Gut, geht aber nur Wochentags, wodurch ich also auch noch mit meiner Unabhängigkeit bezahle.

Mein Fazit: Zwar ist die Fahrt mit einem Fernbus gar nicht so übel, aber zum jetzigen Zeitpunkt würde ich das nicht empfehlen. Es sei denn, euer Start und euer Ziel erfordern keine umständlichen Weiterfahrten und ihr habt evtl. sehende Begleitung dabei. Wie gesagt, meine Ersparnis mit einem Fernbus sind zwar beträchtlich, aber die Nachteile überwiegen. Die Busunternehmen könnten, wo sie noch klein und flexibel sind, die Gelegenheit nutzen, auch die Schwerbehinderten, aber auch die älteren und andere Gruppen, zum Bus zu überreden. Dies geht aber nur, wenn Buchung und Fahrt für diese Gruppen nicht mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sind. Das hängt aber von den Unternehmen selbst ab. Vielleicht, wenn das Netz mal besser ausgebaut ist, und die Webseiten besser bedienbar werden, wäre das eine Alternative. Um deinbus.de mal die eigene Schlussformel in ihrer Mail zurückzuwerfen: Ich behalte euch im Hinterkopf… 🙂

Fedcon 22: Waaar sonst noch was? Ach ja…

Einige meiner Eindrücke über die Fedcon 22 habe ich ja schon hier geschrieben. Aber wie so oft gibt es eine Menge mehr Aspekte zu einer Sache. Klar, die Bilder, die Panels und das alles machen einen sehr großen Teil der Fedcon aus. Aber da ist noch so viel mehr:

Man kommt immer mal wieder mit Menschen und Aliens ins Gespräch, die man sonst nie kennengelernt hätte. Nehmen wir nur mal die Star Trek Into Darkness Vorpremiere. Wir hatten uns da längere Zeit mit einem schweizer Pärchen unterhalten. War sehr interessant. Oder am Donnerstag, im chinesischen Restaurant Bambusgarten, dort auch mit einer ganzen Gruppe von Leuten unterhalten, von denen ich größtenteils nicht mal die Namen weiß. Na und? 🙂 Würde ich im normalen Leben nie machen, aber irgendwie ist die Fedcon, und das alles darum herum, etwas anderes.

Wir haben auch Freunde wieder getroffen, die wir nur von der letzten Con oder anderen Cons her kennen. Keinen von denen, zumindest geht das mir so, kenne ich woanders her.

Es ist auch die Atmosphäre, was die Con ausmacht. Es ist voll, es wird gedrängelt, aber alle sind mehr oder weniger entspannt, und ich für meinen Teil laufe da immer durch wie ein 5 jähriges Kind, welches man in einen Gummibärchenladen gesetzt hat und gesagt hat, pass mal auf, wir sind mal für 2 Stunden weg, aber nix anfassen! Na, was glaubt ihr wohl, macht der Kamil genau dann? Natürlich, sich bedienen! Was denn sonst? Überall gibt es was zu sehen, hören und bestaunen, ob es Kostüme sind, Dinge in den Händlerräumen, oder einfach nur die Atmosphäre um einen herum.

Man kauft sich Foto-Session-Tickets und freut sich darüber, dass man was zum an die Wand hängen und rumzeigen hat. Was man aber stattdessen manchmal bekommt, ist ein Foto, und manchmal auch eine Geschichte dazu. Wie zum Beispiel hiermit:

Von links nach rechts, Robert O'Reilly, Heike, ich, J. G. Hertzler

Das Bild mit den Klingonen in voller Maske haben wir letztes Jahr auf der Fedcon gemacht. Wobei Heike hier als eine Art Katzenwesen, ich habe den Namen der Spezies leider vergessen, verkleidet ist, und ich habe eine Star Trek Uniform aus TNG an. Soweit, so gut, zunächst ist es erst mal nur ein Bild. Dieses Jahr waren die beiden wieder da. Wir kommen gerade vom Flughafen, über die Brücke zum Hotel, und Robert O’Reilly und J. G. Hertzler kommen uns entgegen. Er blickt uns an und Heike ist sich sicher, dass er uns erkannt hat.

Oder das hier:

Von links nach rechts, Heike, Casper Van Dien, ich

Auch hier, erst mal nur ein Bild. Aber es wird plötzlich viel mehr, wenn man auf Einlass zum Konzert wartet, Casper Van Dien an einem vorbei läuft und „Hi“ sagt. Vor allem, wenn man weiß, man war gemeint.

Oder das hier:

Von links nach rechts, Garrett Wang, ich, Heike, Robert Beltran, Ethan Philips

Oh, ja, fast hätte ich dieses Bild ruiniert! Kurz vor dem Foto waren wir noch im Panel mit den dreien. Und da kam auch die Sache mit den Vornamen für Chakotay und Neelix auf. Natürlich musste ich, Scherzkeks, der ich nun mal bin, die beiden mit ihren „neuen“ Vornamen ansprechen. Das hatte zur Folge, dass Garrett neben mir gegrinst hat, und ich mich genau in dem Moment zu ihm umgedreht habe, wo der Fotograf ausgelöst hat. Zum Glück wurde das Bild nochmal aufgenommen.

Keine dieser Geschichten kann man mit dem Ticket kaufen. Sie passieren dir, oder sie passieren dir nicht. Aber wenn sie dir passieren, und du hast außer buntem Papier noch eine Geschichte, macht es das um so wertvoller! Und das ist, abseits der Panels und Autogramme und Fotos und Merchandizing so ziemlich das, was für mich die Fedcon wirklich ausmacht.

Ich habe zwar mal für die Fotos bezahlt, aber ich hoffe ja immer noch, dass ich für die Veröffentlichung auf dem Blog nicht gevierteilt und zur Abschreckung auf der Fußgängerbrücke zwischen Flughafen und Maritim ausgestellt werde… 🙂 Urheberrechte sind ja kaum noch zu durchschauen.

Und ich sage es auch dieses Jahr gerne wieder: Der Shop der Fedcon mag grausig sein, im Sinne der Barrierefreiheit, aber die Veranstaltung an sich sucht ihres gleichen! Vorbildliche Behindertenbetreuung, nette Helfer, insgesamt ein sehr angenehmes Umfeld. Da kommt man gerne wieder.

So, und falls ich nichts wichtiges vergessen habe, war das jetzt alles. Ansonsten schreibe ich halt noch einen dritten Blogeintrag… 🙂

Fedcon 22: Die Conedy

Nein, das ist kein Schreibfehler, das ist wirklich so gemeint! Das waren 4 Tage Comedy auf der Con pur! Selten so viel gelacht! OK, zugegeben, das ist erst meine 3 1/2 Con, die Fedcon 19 ist nur als Halb zu werten. Da war ich nur ein Samstags-Tagesgast, um mal Con-Luft zu schnuppern und mich für die Fedcon 20 anzumelden.

Ich weiß auch, dass ich mit meinem Con-Bericht echt spät dran bin. Macht nix, letztes Jahr gab es ja gar keinen. Aber was soll ich jetzt noch schreiben, was nicht Dutzende vor mir geschrieben hätten? Statt also die Inhalte der Panels 1:1 nachzuerzählen, was sinnlos wäre wegen der Pointen, schildere ich mal nur so paar Eindrücke und zeige euch mal ein paar schöne Fotos, die ich dort gemacht habe.

Diesmal ist es echt schwer gewesen, paar gute Fotos für diesen Beitrag auszuwählen. Mit der neuen Kamera war die Ausbeute so hoch, dass ich am liebsten alle einstellen würde, aber da reicht mein Webspace nicht aus, fürchte ich. Fangen wir also hiermit an:

Startendes Flugzeug bei bedecktem Himmel

Was das Flugzeug mit der Fedcon zu tun hat, fragt ihr? Na, rein gar nix! 🙂 Außer vielleicht, dass ich Flugzeuge cool finde, die Fedcon im Maritim-Hotel am Düsseldorfer Flughafen stattfand und ich am Sonntag mir mal die Zeit genommen habe, auf die Aussichtsplattform zu gehen, um ein bisschen Flugzeugbilder zu machen. 🙂

Für mich als stark Sehbehinderten ist es enorm von Vorteil, dass ich schon das 3. Mal in Düsseldorf bin. Das hat den Vorteil, dass ich mich größtenteils auskenne und falls nötig, mich auch allein zurechtfinden könnte. OK, Heike und ich haben mehr oder weniger die gleichen Interessen, so dass sich die Panels, zu denen wir wollen, so gut wie nie überschneiden. Sollte es aber mal so sein, dass Heike in ein anderes Panel will, als ich, würde das daher kein Problem mehr darstellen. Mittlerweile finde ich die Säle oder zumindest markante Treffpunkte allein wieder. Auch im Flughafen selbst finde ich mich schon recht gut zurecht.

Wie ich schon sagte, es war purer Fun. Und das ging am Mittwoch auch schon los. Was für ein Glück, dass Heike, Andreas und ich Star Trek Into Darkness schon am Mittwoch Abend gucken konnten. Ich liebe Vorpremieren. Übrigens, kannte jemand die 2 einsamen Persönchen im Kinosaal, die keine Fedcon-Tasche dabei hatten? Hat die wer auf die Fedcon hingewiesen? 🙂

Und wie jedes Jahr ist es auch diesmal so gewesen, man geht durch die Tür des Maritim und fühlt sich gleich zu Hause, endlich wieder Fedcon! 🙂

Garret Wang und Fergal, die Fedcon-Katze!

Und natürlich ist auch dieses Jahr Fergal, die Fed-Cat, unterwegs gewesen. Hier ist Garrett Wang, der MC, und Fergal, das Maskottchen, auf einem Bild gemeinsam zu sehen, so dass man mal mitbekommt, wie groß Fergal eigentlich ist. Mir tut die Person in dem Kostüm ja immer Leid, das muss sau heiß da drin sein!

Was auch sehr witzig war, war das Panel mit Robert Beltran, Commander Chakotay, und Ethan Philips, Neelix, von der Voyager-Crew.

Robert Beltran und Ethan Philips

Die beiden sind echt witzig. Übrigens, nun wissen wir auch den Vornamen von Chakotay, der ja in der Serie nie genannt wurde… Hm, nur, war das jetzt ein Scherz, oder ernst gemeint? Wer kann das bei dieser Con überhaupt noch sagen? 🙂 Nun, jedenfalls meinte jemand, der Vorname sei Seymour, wobei ich ja fast glaube, da guckt jemand zu viel Simpsons. 🙂

Das Panel mit Linda Park, die in Enterprise die Hoshi Sato spielt, war auch sehr nett.

Linda Park

Ich war schon fast so weit, zum Mikrofon zu laufen und zu fragen, ob sie denn auch im echten Leben so viel mit Sprachen zu tun hat, aber da hat mich wer erlöst und vorher die Frage gestellt. Gut, dann musste wenigstens nicht ich mir da einen zurechtformulieren. Zwar hatte ich die Frage im Kopf schon fertig, aber ich bin mir sicher, wenn ich dann am Mikro gestanden hätte, hätte ich alles wieder vergessen gehabt. Man stellt sich das immer so einfach vor, gehe zum Mikrofon und frag einfach. Aber man ist doch, schon beim vorformulieren, extrem nervös. Vor allem dann, wenn man seinen Englischkenntnissen nicht wirklich vertraut…

Wer mich sehr angenehm überrascht hat, war Patti Yasutake, die in The Next Generation die Schwester Ogava auf der Krankenstation spielt. Klar, ist quasi nur eine Nebenrolle, aber die haben oft die interessanteren Geschichten zu erzählen.

Patti Yasutake

Und genau so war es dann auch. Bei ihrem ersten Panel im Hauptsaal habe ich nur nebenbei zugehört, aber da wusste ich dann schon, zum zweiten Panel im kleineren Saal muss ich hin. Und daher stammt auch dieses Foto.

Was leider sehr schade ist, vom Kostümwettbewerb sind keine Fotos was geworden. Entweder waren diese unterbelichtet, überbelichtet, oder jemand stand direkt vor meiner Linse. Aber gerade gegen das letztere kann man ja kaum was unternehmen. Was die Belichtung betrifft, da verlasse ich mich nächstes Mal mehr auf die Automatik. Viele der Bilder in den Sälen habe ich manuell eingestellt.

Dieses Jahr, hatten jedenfalls Heike und ich den Eindruck, waren deutlich weniger Kostümierte unterwegs. Aber die, die da waren, waren super. Wollt ihr mal was wirklich witziges sehen?

Ein Alien im Vollkostüm, also auch mit Helm und so, trinkt mit Strohhalm aus Flasche

Heike hat gesagt, ich soll mal da hin zielen und abdrücken. Als sie mir dann sagte, was ich da fotografiert habe, konnte ich nicht mehr vor Lachen. Ich weiß gar nicht, ist das jetzt ein Alien aus dem Film, Aliens, oder was genau ist das? Wie auch immer, jetzt muss ich nur noch einen Darth Vader beim Essen erwischen! 🙂

Ach, und dieser kleine Kollege hier lief auch da so rum!

R2D2, der Astro-Droide aus Star Wars

Eine Gruppe Wookies war auch da unterwegs, aber wie gesagt, hab ja leider nicht unendlich Webspace.

Leider konnten wir nicht alle Panels sehen, einige der wirklich witzigen sind uns leider durch die Lappen gegangen. Aber man ist auch nur Mensch und einen Zeitumkehrer wie Harry Potter hatten wir nicht, obwohl wir den dringlichst gebraucht hätten! Aber dafür haben wir einiges nicht verpasst, wie z. B. die wirklich tollen Vorträge von Dr. Hubert Zitt, oder nessi als anmutige Waltelfe… 🙂

Das war ein spitzenmäßiges verlängertes Wochenende. Mehr kann man dazu echt nicht sagen. Zwar hatten einige Gäste abgesagt, auf die ich mich wirklich gefreut hatte, aber mit etwas Glück kommen die ja nächstes Jahr. Ich jedenfalls auch.

Interessantes Gewinnspiel

Ich bin ja normalerweise für Werbung nicht zu haben. Und bei Gewinnspielen bin ich auch immer recht vorsichtig. Aber heute hat mir eine Brieftaube eine Mail auf den Schreibtisch fallen lassen, die ich zuerst ignoriert habe. Aber irgendwie hat mich das nicht losgelassen, also hab ich mal ein wenig im Web herumgeklickt. Und irgendwie finde ich es doch faszinierend. Fernsehen wird durch wywy nämlich interaktiv. Sie sagen über sich selbst:

wywy offers broadcast monitoring and detection solutions for creating interactive TV Second Screen applications that are in perfect sync with users TV viewing.

Mein Englisch ist nicht das aller beste, aber auch nicht ganz schlecht. Für mich klingt das, als könne man damit zum einen Einschaltquoten messen, als auch den Zuschauer interaktiv teilnehmen lassen. Letzteres ist nämlich das, was die Mail beschreibt.

Da ich zu faul bin, mir jetzt einen eigenen Text auszudenken, kopiere ich einfach mal den relevanten Teil der Mail hier rein:

Im Vorfeld zum Kinostart des neuen Films von J.J. Abrams “Star Trek – Into Darkness” starten wir von wywy gemeinsam mit TELE 5 (DER Adresse für Star Trek Fans im deutschen Free-TV) unseren neuen virtuellen und interaktiven Trekkie-Treff.

Was ist wywy? Wir haben eine Social TV-App entwickelt, mit der sich der Nutzer parallel zum Fernsehen in Sendungen einchecken kann. Die App erkennt die laufende Sendung dabei am Ton (klingt fast wie eine Star Trek-Technologie, oder?).

Für Teilnehmer am virtuellen Treff gibt’s Folgendes:

• Spezielle Trophäen beim Check-in in Star Trek-Folgen auf TELE 5 holen (Hier eine Übersicht der Trophäen)
• Mit Freunden oder anderen Fans über die laufende Sendung chatten und Meinung direkt über Social Media teilen
• TV-Bonuspunkte sammeln und gegen attraktive Prämien eintauschen
• Star Trek-Outfits aus der Sendung entdecken und nachkaufen
• Mit jeder gesammelten Trophäe am exklusiven Gewinnspiel teilnehmen (läuft bis 9.5.)

Vorsicht, der Link führt zu Facebook, nur, falls ihr auch so Facebook-Allergiker seit wie ich… 🙂

Beim Gewinnspiel gibt’s tolle Preise zu ergattern, zum Beispiel exklusive Science Fiction Comic-Bücher von cross cult oder von Fans gestaltete und merkando produzierte Star Trek Shirts.

Wie ich schon sagte, klingt spannend. Um teilnehmen zu können braucht ihr die wywy-App. Die Android-App gibt es hier und die iOS-App gibt es hier.

Ich habe zwar noch Screenshots von den Apps, aber da ihr euch diese in den jeweiligen AppStores sowieso ansehen könnt, verzichte ich darauf, diese hier hochzuladen. Ich selbst habe kein Android-Telefon, aber ich werde definitiv die iPhone-App testen und mitteilen, ob diese mit VoiceOver auch funktioniert. Das wäre insbesondere für die blinden Leser hier interessant.

Weitere Informationen zu Star Trek Interaktiv findet ihr hier.

Na, dann mal allen viel Erfolg. Übrigens, die Aktion läuft bis zum 31.05., so dass auch Fedcon-Besucher mitmachen können.

Kommentar: Die Conomania der @Fedcon

„Wir hätten da die Ring-Con, die Fedcon, die Bloodycon, die Galaxycon, … Wie, du hast noch Geld? Das Jahr hat noch viele Tage…“

Man muss sich zwangsläufig fragen, was da los ist bei den Machern der Fedcon. Die einmalige Captains Table könnte man ja irgendwo noch verstehen, aber die anderen 20 Sondercons? Eine Hobbitcon, wer genau braucht die? Ist nicht genau für dieses Themenspektrum die Ringcon vorgesehen gewesen? Aber anstatt sich auf die Haupt-Conventions zu beziehen, werden zu allen möglichen und unmöglichen Themen Sondercons hochgezogen. Warum dann nicht noch eine Galacticacon, Torchwoodcon, Dr-Who-Con, und wer weiß, was sonst noch?

Als Besucher jedoch stellt man sich eigentlich nur eine einzige Frage: Auf welche der verdammten 100 Cons gehe ich denn jetzt? So kommt zur Galaxycon der Darsteller von Odo (sorry dass ich den Namen jetzt nicht schreibe, ich kann ihn ja nicht mal richtig aussprechen). Der ist ein Star-Trek-Darsteller aus Deep Space Nine und hätte ihn eher der eigentlichen Fedcon zugeordnet. Warum genau er jetzt zur Galaxycon kommt, und nicht zur Fedcon, wird wohl auf Ewig das Geheimnis der Macher bleiben.

Ich jedenfalls frage mich, wieso ich so blöde war, so früh ein Fedcon-Ticket zu kaufen. Ich kann mir im Jahr nur eine Veranstaltung leisten, und so geht mir Odo wieder durch die Lappen. Und wer weiß, wann der je wieder nach Deutschland kommt. Ich habe jedenfalls aus dieser Farce gelernt und werde mir erst ein Ticket kaufen, wenn alle Cons mit allen Gaststars feststehen, damit ich genau die zu sehen bekomme, die ich auch sehen will.

Ob diese Fragmentierung in viele einzelne Kleinveranstaltungen gut sind, mag jeder für sich beantworten. Ich empfinde es als gewaltigen Nachteil, da ich so nur noch zwischen Kompromissen wählen kann. Und hier mal eine Frage an die Macher dieser tausenden von Kleincons: Wenn ich ein Fedcon-Ticket habe, kriege ich das Galaxycon-Ticket wenigstens vergünstigt?

Versteht mich Bitte nicht falsch. Ich Mag die Fedcon, und ich freue mich auch schon auf die in 2013. Ich bin immer noch der Meinung, dass es die am barrierefreisten gestaltete Veranstaltung ist, auf der ich je war. OK, deren Shop ist was anderes, dieser „Ich bin der geilste Javascript-Programmierer und Usability und Accessibility gehen mir am Arsch vorbei“-Mensch bräuchte zwar mal ein Firmware-Update, oder das durch ein Riss im Raumzeit-Kontinuum in die Gegenwart gefallene Forum aus den Anfängen des Internets sprechen zwar eine andere Sprache, aber zum Glück sieht die Veranstaltung an sich um Längen besser aus als das meiste, was ich bisher besucht habe.

Also halten wir mal alle gespannt die Luft an und warten ab, wieviele Cons es wohl 2014 geben wird! Ich persönlich hätte gerne eine Space 2063 Con! Oh, da würde ich richtig Geld hinlegen!

Trekdinner Weihnacht 2012

Eines meiner Lieblings-Events ist wirklich mittlerweile das Weihnachts-Trekdinner des Trekdinner Mittelhessen. Auch dieses Jahr, am 1. Dezember, war es wieder soweit. Und dieses Mal ging echt die Post ab, sag ich euch!

Alle Jahre wieder das gleiche Elend! Immer fragt der Klingolaus nach Gedichten, und wer hat keins? Na? Fast alle! 🙂 Aber ausgerechnet die Gäste bringen eine ausgewachsene Klingolaus-Weihnachtsgeschichte mit! Großartig, auch der Vortrag der Geschichte. Ich muss unbedingt dran denken, mir nächstes mal auch was einfallen zu lassen. Sonst gibt’s wieder Arrrrsch Fulllll! 🙂 Aber der Klingolaus wäre nicht der Klingolaus, wenn nicht doch jeder sein Weihnachtspäckchen bekommen hätte.

Auch die Location in Wetzlar, das Altuna, war sehr gut gewählt. Obwohl das kleine Räumchen, in dem wir untergebracht waren, sehr klein war und aus allen Nähten zu platzen drohte, das Essen war unschlagbar! Und nach dem Essen kam dann der Riesenknaller!

Dr. Hubert Zitt hielt extra für uns noch mal einen seiner beliebten Vorträge, diesmal zum Thema Star Wars, und was man damit so alles für Spaß haben kann. Extrem amüsant, jedenfalls gab es, wie zu erwarten, jede menge zu lachen. Der Mann rockt jedes Mal den Raum, ob Fedcon-Saal oder kleines Restaurant. 🙂

Wie jedes Jahr gab es auch diesmal wieder eine Versteigerung selbst mitgebrachter Geschenke, sozusagen die Katz im Sack (aber bitte mit klingonischem Akzent aussprechen, ich weiß nicht, wie ich das schreiben soll…). Kurz gesagt, niemand weiß, was in dem Paket ist, was er da ersteigert, ist echt spannend. Ich hab es diesmal mit einigen DVDs ganz gut getroffen. Der Erlös der Versteigerung kommt einem guten Zweck zugute, allerdings würde es den Rahmen weit sprengen, wenn ich diesen jetzt im Detail erläutern wollte. Ich guck mal, ob der Klingolaus irgendwo was verlinkt hat. Vielleicht steht was auf seiner Facebook-Seite.

Vollgefuttert, totmüde und sehr zufrieden mit dem Abend sind Heike und ich dann erst mal ins Hotel gegangen, weil wir in Wetzlar übernachtet haben. Ist doch recht spät geworden, da hätte sich die Fahrt zurück etwas schwierig gestaltet. Aber ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Trekdinner-Events, ob es das Grilltrek, ein Ausflug mit dem Trekdinner United oder das nächste Weihnachtstrekdinner ist!

Technikmuseum Speyer, so viel zu gucken, und so wenig Zeit!

Es war ein recht sonniger Tag am 29.09. Zwar hat der Wetterbericht was von bewölkt und evtl. Regen erzählt, dazu ist es aber zum Glück nicht gekommen. Und so hatten Heike und ich einen sehr anstrengenden Tag im Technikmuseum in Speyer verbracht.

Man weiß gar nicht, wohin man zuerst gucken soll. Alles ist ein einziges großes Kamil-Paradies, Flugzeuge hängen an der Decke, Oldtimer stehen herum, Dampflocks, und wer weiß, was sonst noch. Und das schöne ist, das meiste kann man anfassen, oder sogar rein gehen. Wie diese Lok hier z. B.:

Dampflock von oben fotografiert

Diese Lock ist eine aus dem Jahre 1920. Aber fragt mich nicht genauer, so gut kenne ich mich mit Locks nicht aus und alles, was auf der Infotafel stand, habe ich mir auch nicht gemerkt. Man kann in diese Lock einsteigen, zumindest dort, wo man die Kohle herbekommt. Wenn man daneben steht, ist man doch etwas überrascht, was für ein Monstrum von Lock das ist.

Autos aller Klassen und Epochen waren zu sehen, fast alle sahen so aus, als könnte man einfach mal eben einsteigen und losfahren. Sogar Messerschmitt Kabinenroller haben wir dort gesehen. Ich glaube, das letzte mal, das ich so ein Ding gesehen habe, war in einem Film in den 80ern. Und viel Musik! Ganze Jahrmarktsinstallationen standen da, mechanische Musikinstrumente. Die funktionieren sogar, man muss nur einen Euro reinwerfen. Auch ein altes Kettenkarussell stand da so rum.

Draußen geht’s dann richtig rund! Flugzeuge, Hubschrauber, sogar ein U-Boot! In der riesigen Antonov AN22 war ich drin, was für ein Monster von Flugzeug!

Da steht noch eine Boeing 747 rum, ich glaube, das ist sogar die, die bei Galileo gezeigt wurde. Da war ich natürlich auch drin. Aber warum können die das Teil nicht auf den Boden stellen? Was für eine Kletterei! Und wenn man dann nach den gefühlt 1000 Stufen oben angekommen ist, ist es heiß wie in einem Backofen. Als ich dann etwas belustigt gefragt habe, warum es in diesem Flugzeug denn keine Klimaanlage gäbe, es sei ja fast wie bei der Deutschen Bahn, hatte ich alle Lacher auf meiner Seite! 🙂 Aber der Blick vom Flügel des Riesenvogels ist schon beeindruckend gewesen.

Im U-Boot war ich auch. Aber davon konnte ich leider keine Bilder machen. Da ist kaum Platz für mich, geschweige denn für das Kanonenrohr von Objektiv. Aber auch hier, man kann alles anfassen, an den Hebeln ziehen, oder an den Rädern drehen. Was für eine enge beklemmende Vorstellung, da drin zu arbeiten. Ich konnte ja raus, aber wenn das Ding einmal untergetaucht ist, ist man erst mal da drin gefangen.

Und zum Schluss war ich natürlich auch noch in der Raumfahrtausstellung. Allerdings haben wir diese nur recht oberflächlich gemacht, weil wir beide durch das ständige Klettern auf Plattformen selber platt waren. Da steht eine Buran, die russische Kopie des Space Shuttles. Aber wenn ich die Doku noch richtig in Erinnerung habe, ist die nie geflogen.

Aber Guckt euch mal das Bild hier an:

Ich vor einer riesigen Turbine

Das ist doch mal eine Turbine, was? Nur, damit ihr mal die Proportionen einschätzen könnt. Ich bin 1,80 Meter groß und die Turbine steht etwa 2 bis 2,5 Meter hinter mir. So genau weiß ich das nicht, ich schätze nur. Was für ein riesiges Ansaugrohr!

Anschließend haben wir beide uns bei einem schönen IMAX-Filmchen entspannt. Danach war es auch schon wieder Zeit für die Heimreise. Speyer ist doch ein gutes Stück weg von Marburg, von wo wir losgefahren sind.

Aber hier muss ich wieder hin. Ich habe die Raumfahrtausstellung nur oberflächlich angesehen, und gerade die Buran wollte ich schon etwas genauer betrachten. Außerdem will ich noch ins Technikmuseum Sinsheim. So weit ich gehört habe, steht da eine Concorde rum, und das geht ja gar nicht, dass ich davon noch keine Fotos habe! Da will ich auch drin rumklettern, wie hier in Speyer. 🙂

Der Treffpunkt für SF- und Fantasy-Fans