Der Schandfleck von Visitor
Kapitel 1: Geburt eines Meilensteins von Visitor

 

Die Nacht hatte ihren schwarzen Umhang über jene Region der nördlichen romulanischen Hemisphäre gebreitet und sie mit ihren dunklen unheimlichen Armen fest umschlossen, in der sich ein einzelnes freistehendes Gebäude an einer Landstraße befand. Auch in diesem war es dunkel. Nur ein Lichtschein tanzte elfengleich einen Gang auf und ab. Folgte man diesem Lichtschein, der einladend auf eine Tür hinwies, aus der er gekommen sein musste, dann gelangte man in einen Raum. Dabei handelte es sich um ein kleines unscheinbares Labor. Hier saß ein junger Romulaner vor einem Tisch. Der Mann trug strahlendichte Kleidung und war ca. 1,80 m groß. Er hatte braune Haare und einen etwas unordentlichen 3-Tage-Bart. So lange hatte er sich nämlich mindestens nicht rasiert. Auch seine übrige Körperpflege hatte zumeist nur aus einer Katzenwäsche im benachbarten Waschraum am Handwaschbecken bestanden. Tag und Nacht war er im Labor gewesen. Er hatte seiner Vorgesetzten, einer im Rüstungswesen beschäftigten Wissenschaftlerin, versprochen, es nicht eher zu verlassen, bis es eine Lösung für das Problem gab, das beim Bau des von der Regierung beauftragten Waffensystems auf Rosannium-Basis entstanden war. Seine Professorin hatte ihm zwar längst die Weisung erteilt, endlich schlafen zu gehen, der Mann aber hatte sich standhaft geweigert. „Es wird nichts nützen, wenn Sie sich hier die Nächte um die Ohren schlagen, Remus!“, hatte ihm Professor Kimara Toreth versucht, in sein pflichtbewusstes Gewissen zu reden. „Wir experimentieren hier mit sehr gefährlichen Stoffen und es könnte etwas passieren, wenn Sie aus Unachtsamkeit einen Fehler machen!“ „Bitte geben Sie mir noch eine Nacht, Madam.“, hatte Remus um einen Aufschub gebeten. Schließlich hatte sich die streng dreinschauende Professorin damit einverstanden erklärt. „Aber morgen früh gehen Sie nach Hause!“, hatte sie noch angeordnet, bevor sie gegangen war.

Die müden Augen des wissenschaftlichen Assistenten wanderten erneut über den Versuchsaufbau. Dabei handelte es sich um ein Gestell aus Metall, auf dem kristallene Zylinder befestigt waren. Diese waren mit Energieproben telepathischer Wesen gefüllt, die teilweise natürlichen aber auch teilweise replizierten Ursprungs waren. Vor dem Gestell stand eine Art Stativ, auf dem sich ein Phaser befand. Darauf steckte eine Fokussionslinse mit einem Rosannium enthaltenden Kristall in der Mitte. Alle Teile der Versuchsanordnung waren voneinander unabhängig beweglich. Diesen Umstand nutzte Remus jetzt, um mit Hilfe einiger Hebel das Gestell und die Stellung des Phasers so zu verändern, dass ein bestimmter Kristall in den Fokus geriet. In diesem, der rot markiert war, befand sich eine Probe von Sytanias Energie. Der romulanische Geheimdienst hatte sie besorgt. Selbst Remus und Professor Toreth hatten nicht genau gewusst, wie das vonstatten gegangen war, aber es war ihnen auch egal. Nur mussten sie schnell eine Lösung finden, bevor ihnen die Proben ausgingen. Denn von Sytanias Energie hatten sie mit dieser nur noch zwei. Die Professorin würde ausflippen, so befürchtete zumindest Remus, wenn er diese auch noch für Fehlschläge verwenden würde.

Er legte seinen rechten Zeigefinger an den Abzug des Phasers und feuerte. Der eigentliche Strahl traf, wie von Remus beabsichtigt, zwar nur den anvisierten Kristall, aber der versierte wissenschaftliche Assistent wusste, dass sich die Strahlung noch weiter ausbreiten würde. Er ahnte schon, was der Computer ihm gleich sagen würde, denn jeder Kristall war an eine Überwachungseinheit angeschlossen. Trotzdem drehte er sich zum Mikrofon: „Computer, Zustand der Energieproben in allen Kristallen anzeigen! Meldung über Bildschirm und Lautsprecher!“ Es gab ein kurzes Signal und eine weibliche künstliche Stimme las vor: „Kristall Nummer 13893 vollständig entleert. Alle anderen Energieproben weisen Beschädigungen auf.“ „Verdammt!“, fluchte Remus. Dann sagte er: „Computer, Strahlungsprotokoll initiieren, sobald ich das Labor verlassen habe!“ „Ihr Befehl wird ausgeführt.“, kam es nüchtern zurück.

Remus drehte sich zur Tür und entsicherte sie mit seinem biologischen Fingerabdruck. Dann ging er hinaus. Sein nächster Weg führte ihn zu einem öffentlichen Replikator im Flur, von dem er sich ein auf Milch und Kaffee basierendes Kaltgetränk mit Strohhalm servieren ließ. Seit der ca. 800 Jahre andauernden lockeren politischen Beziehung zwischen den Romulanern und der Föderation hatte es auch kulturellen Datenaustausch gegeben. Eines muss man den Terranern lassen., stellte Remus fest. Kaffee kochen können sie. Zumindest besser als die Klingonen.

Er nahm einen großen Schluck aus der Tasse. Im gleichen Augenblick musste er aber wieder an das Experiment denken, das ihn einfach – auch während seiner Pause – nicht los ließ. Er gab einen Seufzer von sich. Dabei hatte er nicht bemerkt, dass er immer noch den Strohhalm zwischen seinen Lippen hielt. Darauf geschah aber was geschehen musste. Genau dort, wo das Ende des Halmes den Grund des bauchigen weißen Glases berührte, stiegen Blasen auf. Diese bildeten sich aber nur dort, wo der durch den Halm geleitete Luftstrom sich seinen Weg durch die Flüssigkeit bahnte. Sie tanzten und wirbelten herum, ein Schauspiel, das Remus sich fasziniert ansah. Er glaubte sogar, sie würden zu ihm sprechen und sagen: „Schau uns an! Schau, wie gut wir tanzen können! wir tanzen dich zur Lösung, jawohl! Zur Lösung tanzen wir dich! Schau genau hin! Ja, schau! Schau!“

Er zog den Halm aus dem Glas und legte ihn zur Seite. Dann schlug er die Hände vor das Gesicht und rief aus: „Remus Meret, du bist total überarbeitet! Jetzt bildest du dir schon ein, dass Flüssigkeitsblasen mit dir sprechen!“

Er beugte sich über das Glas und sah den letzten Blasen dabei zu, wie sie sich auflösten. Dann seufzte er erneut, was jetzt aber zur Folge hatte, dass sich der gesamte Inhalt des Glases zu bewegen begann und nicht nur ein Teil. Remus überkam eine Gänsehaut. Er trat von dem Fensterbrett, auf das er sein Glas gestellt hatte, zurück. Dann betrachtete er es fast ehrfürchtig aus der Ferne, als sei es ein Heiligtum, eine Reliquie einer Gottheit der Wissenschaftler und Laborassistenten, die ihm so einen Lösungsweg aufzeigen wollte. Die Wände des Strohhalms hatten den Strom seiner Atemluft eingedämmt und in eine bestimmte Richtung gelenkt. Ohne den Halm hatte dieser sich ungehindert ausbreiten können. Er ging aufgeregt zum Replikator zurück und replizierte Halme in allen Dicken und Längen. Damit kehrte er zum Glas zurück und steckte sie der Reihe nach hinein. Dann pustete er in jeden und beobachtete die Auswirkungen. Dabei wurde er immer aufgeregter. Was war, wenn es nur an einer entsprechenden Eindämmung fehlte?! Was war, wenn er den Strahl des Phasers durch ein Eindämmungsfeld begrenzen würde, das genau auf die Frequenzen der jeweiligen Probe passte und ihn somit nur genau dort hin lenken würde?! Die anderen Proben müssten dann unberührt bleiben! Plötzlich wusste er genau, was zu tun war. Er würde einen Ring aus Emittern replizieren, die aufgrund ihrer Beschaffenheit auf jede neurale Frequenz der Proben eingestellt werden konnten. Diesen Ring würde er um die Linse legen und aktivieren, nachdem er ihn auf die Probe von Sytanias Energie programmiert hatte. Dann müsste, egal wo der Zylinder mit ihrer Energie wäre, nur er getroffen werden. Alle anderen Proben müssten intakt bleiben. Er musste lächeln, denn ironischerweise hatte ein Verhalten, das Eltern eigentlich jedem Kind verboten, dazu geführt, dass er jetzt als Erwachsener ein hochwissenschaftliches Problem hatte lösen können.

Er goss den Rest seines Getränkes in die Materierückgewinnung und warf das Glas gleich hinterher. Für eine Pause hatte er jetzt keine Zeit mehr. Er musste sofort ausprobieren, was ihm gerade in den Sinn gekommen war. Remus war mit einem Schlag wieder hellwach. Er ging zur nächsten Sprechanlage und gab das Rufzeichen seines eigenen Arbeitsplatzes ein. Dann fragte er: „Computer, ist das Strahlungsprotokoll ausgeführt?“ „Affirmativ.“, kam es sachlich zurück. „Sie können das Labor wieder betreten.“

Er hängte das Mikrofon ein und rannte zur Tür des Labors zurück, die er hastig öffnete. Dann ging er auf direktem Weg zum Replikator und replizierte den erwähnten Ring aus Emittern. Diesen stülpte er über die Fokussionslinse und schloss jeden Emitter an eine Energieversorgung an. Außerdem an die Kontrollen für den Rechner. Dann ging er zum so genannten Giftschrank und nahm aus einem extra gesicherten Fach einen weiteren Zylinder heraus, der ebenfalls nur eine Nummer als Aufschrift trug. Da Remus aber mittlerweile die Katalognummern der einzelnen Proben auswendig konnte, wusste er, dass es nur die letzte Energieprobe von Sytania sein konnte. Er steckte den Zylinder auf und gab die Nummer der neuen Probe in das Programm ein. Dann aktivierte er zuerst die Emitter und stellte sie auf die entsprechende Frequenz ein. Danach drehte er den Phaser absichtlich ein Stück zur Seite und schob die Zylinder wild durcheinander. Dies war ein Härtetest für seine Theorie, das wusste Remus. Aber wenn er sicher sein wollte, dann musste er es darauf ankommen lassen. Beim Betätigen des Phasers schlug ihm das Herz bis zum Hals. Er mochte zwar ähnlich aussehen wie ein Vulkanier, im Gegensatz zu denen hatten aber die Romulaner nie ihre Gefühle unterdrückt.

Das Geräusch des feuernden Phasers ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Eine Weile lang stand er stocksteif da. Erst nach gefühlten 20 Minuten gelang es ihm, sich aus seiner Erstarrung zu lösen. Erneut drehte er sich zum Mikrofon des Rechners: „Computer, ist die neue Probe intakt?“ „Negativ.“, erwiderte die Stimme der künstlichen Intelligenz. „Vom Stand vor diesem Versuch ausgehend.“, gab Remus vor. „Wurden die anderen Proben weiter beeinträchtigt?“ „Negativ.“, sagte der Computer. „Also wurde tatsächlich nur diese Probe getroffen.“, verifizierte Mr. Meret. „Affirmativ.“, antwortete der Computer des Labors.

Der wissenschaftliche Assistent machte einen Sprung in die Luft. „Das ist die beste Antwort, die du mir seit Tagen gegeben hast, meine Liebe!“, rief er erfreut und gab dem Mikrofon des Rechners einen dicken Kuss. „Befehl unklar.“, gab dieser zu verstehen. „Befehl löschen!“, erwiderte Remus. „Verbinde mich mit Professor Toreth auf ihrem privaten Rufzeichen!“ „Befehl wird ausgeführt.“, sagte die Rechnerstimme. Remus ließ während des Wartens die Uhr des Sprechgerätes nicht aus den Augen. Da diese auch eine Kalenderfunktion hatte, konnte er auch das Datum gut sehen. „Drei Tage und vier Nächte durchgearbeitet.“, stellte er leise fest. „Aber es hat sich gelohnt.“

Professor Toreth lag in ihrem großen Haus in ihrem Schlafzimmer im Bett. Sie hatte versucht einzuschlafen und hatte sogar ein Schlafmittel genommen. Aber das ständige Piepen des heimatlichen Sprechgerätes hielt sie jetzt wach. Lange hatte sie versucht, dieses nervige Geräusch zu ignorieren, aber es wollte ihr einfach nicht gelingen. „Na dann auf, Kimara.“, sagte sie zu sich. „Wer immer das ist, der gibt ja sonst keine Ruhe.“

Schwerfällig wälzte sich die ältere Frau mit dem strengen Gesicht, die ca. 1,70 m maß und normale romulanische Nachtkleidung trug, aus ihrem schönen warmen Bett. Dann befahl ihre durchdringende und etwas schrill wirkende Stimme in Richtung eines beleuchteten Mikrofons: „Computer, Licht!“ Ein Signal und ein Surren sowie das sich Erhellen des Raumes kündeten von der Ausführung des Befehls. Kimara öffnete langsam die Augen und trat vom Bett weg. Ihr Weg führte die schwarzhaarige Romulanerin aus ihrem Schlafzimmer in den Flur. Hier sah sie auch gleich die Signalleuchte des Sprechgerätes und das ebenfalls gut beleuchtete Display, auf dem sie das Rufzeichen ihres Arbeitsplatzes erkennen konnte. „Was ist denn, Remus?!“, nahm sie das Gespräch sehr unwirsch entgegen. „Ich habe es geschafft, Professor!“, freute sich ihr Assistent am anderen Ende der Verbindung. „Wovon reden Sie, Remus?!“, fragte Kimara streng, die wohl noch nicht ganz wach war. „Die Waffe.“, erklärte Remus knapp. „Das Rosannium ist gebändigt.“ „Was reden Sie da?!“, fragte Professor Toreth. „Stammeln Sie gefälligst nicht herum wie ein Schuljunge! Und lassen Sie diese theatralischen Einlagen! Wir sind schließlich keine Cardassianer, die das nötig hätten, um andere Fehlleistungen zu kaschieren!“ „Bitte, Professor.“, entgegnete Remus. „Ich werde es Ihnen zeigen. Bitte kommen Sie her.“ „Worauf Sie sich verlassen können.“, gab Toreth zurück. „Schließlich will ich wissen, warum Sie mich zu dieser Zeit aus dem Bett klingeln! Ich ziehe mir nur etwas Anständiges an und dann bin ich unterwegs!“ „Sie werden es nicht bereuen, Professor.“, sagte Remus zuversichtlich und beendete die Verbindung.

Auf Terra in meiner Heimatstadt Little Federation war das Zuzugs- und Umzugsfieber ausgebrochen, so schien es wenigstens. D/4, die seit langem in der Stadt wohnte und arbeitete, war von ihrem alten Haus, das sie einem demetanischen Paar vermacht hatte, das eine Familie gründen wollte, in deren altes kleineres Haus gezogen, das sie inseriert hatten. Da Geld ja im 30. Jahrhundert nicht mehr existierte, war der Häusertausch bald perfekt. Außerdem fand die Sonde den Umstand ideal, dass sie jetzt sowohl zu Mikel, als auch zu mir eine gewisse örtliche Nähe hatte, was ihr ermöglichte, von Zeit zu Zeit einmal bei uns vorbeizuschauen und uns ihre Hilfe anzubieten, falls wir sie brauchen würden. Ihr Hang dazu, andere Wesen betreuen zu wollen, kam vielleicht daher, weil sie eben eine Sonde der Untergruppe D war, die im System für die Betreuung unausgereifter Sonden oder auch mal für die hilfebedürftiger Bioeinheiten zuständig war. Sie konnte eben nicht aus ihrer Haut.

Hinter ihrem Zaun auf ihrem neuen Grundstück in der Picard Avenue beobachtete sie, die ihre Habe mittels des eigenen Transporters in ihr neues Domizil verbracht hatte, einen schwarzen Jeep, der von einem weiteren rot lackierten großen Lastfahrzeug begleitet wurde. Die Fahrzeuge waren jetzt in die Picard Avenue eingebogen, die die Sisko Road und die Kirk Street miteinander verband. In der Sisko Road lebte ich und in der Kirk Street wohnte Mikel. Jetzt waren sie auf dem Nachbargrundstück von D/4’s Haus zum Stehen gekommen und eine Familie war dem kleineren Personenwagen entstiegen. Die Sonde wurde eines großen schlanken Mannes ansichtig, den ihre optischen Sensoren sofort als 1,90 m messenden Terraner mittleren Alters katalogisierten. Er hatte schwarzes Haar, trug ein rotes Hemd, eine blaue Hose aus Jeans und leicht abgewetzte braune Straßenschuhe. Neben ihm ging eine mit ihren 1,60 deutlich kleinere Zeonide, deren lange gelbe Haare sich von ihrem elegant wirkenden weißen Sommerkleid farblich abhoben. Sie trug bunte Sandalen. Dahinter wuselte jetzt ein kleiner Junge heran, der nicht älter als fünf Jahre zu sein schien. Auch er war in Alltagskleidung gehüllt und hatte einen kurzen für Jungen typischen schwarzen Putz. „Ist das unser neues Zuhause?!“, quietschte der Kleine aufgeregt und zeigte auf die Haustür. „Ja, Malcolm.“, sagte die Mutter mild. „Hier wohnen wir ab jetzt.“ „Oh, fein!“, rief Malcolm und schaute sich um. Dabei entdeckte er auch D/4 hinter ihrem Zaun. Erschrocken beschloss er, sich ein Versteck zu suchen.

Der Vater war inzwischen an den Laster herangetreten und hatte mit dessen Fahrer, einem etwas untersetzten Celsianer mit rotem Haar, einige Worte gewechselt. Die beiden Klingonen, die ihn begleitet hatten, sahen beide jetzt erwartungsvoll an. „Na dann, Jungs!“, ordnete der Celsianer an und stieg aus dem Fahrerhaus. Dann deutete er auf die Ladefläche und sagte: „Baut schon mal den Transporter auf. Dann können uns Radcliffes gleich am Bildschirm sagen, wo sie alles hinhaben wollen!“ „OK, Boss!“, nickten die Klingonen und machten sich ans Werk.

Malcolm, der sich auf der Ladefläche des Fahrzeugs versteckt hatte, machte sich ganz klein. Er hoffte, dass ihn niemand entdecken würde. Schon gar nicht die, vor der er eine solche Angst hatte. Aber der, von dem er dann schlussendlich doch gefunden wurde, bereitete ihm eher Trost. Es war nämlich Caruso, der auf seiner täglichen Tour auch an jenem Ereignis vorbeigekommen war. Neugierig sprang der Kater auf die Ladefläche und schlich laut schnurrend zu Malcolm. Dann begrüßte er ihn mit seinem allen sehr gut bekannten: „Min-Mang.“ „Hi, Mieze.“, flüsterte ihm der Junge zu. „Wir müssen ganz leise sein. Sonst bemerkt sie uns noch und assi … dingst uns. Wenn wir uns nicht bewegen, dann kann sie uns nicht sehen.“

Anhand der medizinischen Werte des Kindes hatte D/4 ablesen können, dass es wohl sehr viel Angst haben musste. Dass die Xylianer des Öfteren immer noch von manchem Zivilisten mit den Borg verwechselt wurden, war für die Sonde nichts Neues. Sie überlegte gerade, wie sie dem Kind die Angst nehmen konnte, da betätigte sich Caruso bereits als Eisbrecher. Er sprang in einem riesigen Satz von der Ladefläche über den Zaun und landete direkt neben der Sonde, die einen Behälter aus einer Tasche an ihrer Kleidung zog, aus dem eine Katzenbürste zum Vorschein kam. Diese hatte sie sich extra angeschafft. Caruso und sie waren nämlich inzwischen öfter verabredet gewesen. Caruso setzte sich vor D/4 hin und schmachtete sie an. Dann warf er sich auf den Rücken und zeigte ihr seinen Bauch. Dabei räkelte er sich und schnurrte und schnurrte. D/4 begann damit, in gleichmäßigen und ruhigen Bewegungen mit der Bürste über sein Fell zu gehen.

Die Klingonen hatten den Transporter mittlerweile aufgebaut und der Celsianer hatte ihre Arbeit kontrolliert. Dann hatte er sich an den Monitor gesetzt. „Mr. Tilus, können wir mit Malcolms Möbeln anfangen?“, fragte die helle freundliche Stimme der Ehefrau und Mutter in Richtung des Celsianers gewandt. „Aber sicher doch.“, sagte dieser schmissig. „Dann holen S’e den kleinen Mann doch gleich mal her, damit er uns sagen kann, wohin alles soll. Wo is’ er denn?“

Erschrocken warf Mrs. Radcliffe den Kopf herum, denn erst jetzt war ihr aufgefallen, dass ihr Sohn wie vom Erdboden verschluckt schien. Auch Tilus und die beiden Klingonen sowie Mr. Radcliffe, der Professor der Archäologie war, sahen sich um. Dann deutete einer der Klingonen auf die Ladefläche: „Boss?“ Tilus wandte den Blick vom Schirm und der Stelle zu, auf die sein Untergebener gezeigt hatte. „Tatsächlich!“, rief er aus. Dann stand er auf und ging um das Fahrzeug herum. Mit lächelndem Gesicht beugte er sich über den Jungen, der herzzerreißend zu weinen begonnen hatte. „Kuckuck, Malcolm.“, machte Tilus und hob den kleinen Jungen auf seinen Arm. „Willst du dem großen Onkel mal sagen, was dich so traurig macht?“ „Die, die Mieze.“, stammelte Malcolm schluchzend. „Die Borgfrau hat die Mieze.“

Tilus setzte ihn ab. „Also.“, sagte er. „Der Onkel sieht aber hier keine Borg. Außerdem sind die seit ca. 800 Jahren Geschichte. Zeig dem Onkel doch mal, was du meinst, hm?“

Malcolm zeigte auf D/4, die immer noch mit dem Bürsten Carusos beschäftigt war. „Ach die.“, lachte Tilus und prustete einige Male. „Das is’ keine Borg, das is’ ’ne Xylianerin. Die kenn’ ich. Das is’ ’ne Liebe. Wenn die Borg is’, dann bin ich der Kaiser von China! Aber da sich die zwei Herzen da in meinem Gesicht gerade nich’ in Schlitzaugen verwandelt haben, stimmt das ja wohl nich’. Komm, nimm den Onkel Tilus mal an der Patschhand. Der geht jetz’ mit dir da rüber und zeigt dir, was die Tante D/4 für ’ne Liebe is’ und dass du vor ihr keine Angst haben musst. Kuck mal, wie lieb die mit der Mieze is’. Ach warte mal.“

Er winkte einem der Klingonen, der beide flankierte. „So hat der kleine Schatz sicher noch weniger Angst.“, begründete er. Dann gingen alle drei hinüber zu der Sonde, die den ganzen Aufzug staunend beobachtet hatte. „Tilus.“, erkannte D/4 nüchtern, als ihr der Celsianer seine Hand zur Begrüßung hinstreckte. „Jawohl.“, flapste der Celsianer zurück. „Und das is’ Malcolm Radcliffe, ’n Kunde von mir. Der hatte ’ne Wahnsinnsangst vor Ihnen.“ „Deine Angst ist unnötig, Malcolm Radcliffe.“, tröstete die Sonde. „Ich habe nicht die Absicht, dir Schaden zuzufügen.“ „Sie werden mich also nich’ ass… Dings?!“, fragte Malcolm erstaunt. „Negativ.“, erwiderte die Xylianerin. „Ich habe dich untersucht, aber mehr geschieht nicht. Das machen wir Xylianer. Wir untersuchen alles, was uns neugierig macht. Aber warum sollten wir es zerstören? Davon hätten wir doch nichts. Auch Caruso hat keine Angst vor mir. Wenn ich böse wäre, dann würde er um mich bestimmt einen großen Bogen machen und sich nicht so verhalten, wie er es jetzt tut. Aber ich glaube auch, dass ich weiß, was dich trösten wird. Magst du Schokoküsse?“ „Ich mag den Schaum nich’.“, sagte Malcolm. „Der is’ so pelzig im Mund.“

D/4 sah Tilus fragend an. „Vielleicht versuchen wir es mit Eis statt Schaum.“, flüsterte ihr der Celsianer in ihr Mikrofon. „Ich könnte Ihren Replikator sicher entsprechend programmieren.“ Die Sonde nickte und schickte sich an, Mr. Tilus mit in ihr Haus zu nehmen. „Wir kommen gleich wieder, Malcolm.“, sagte er noch im Gehen. „Inzwischen kann dir die Mieze ja erzählen, was für ein Gebirgsmassiv D Bürstenstrich 4 bei ihr im Brett hat. Das is’ weitaus mehr, als nur ’n Stein.“ „OK.“, erwiderte Malcolm erleichtert.

Wenig später waren die Sonde und der Celsianer mit einem Tablett mit Kaffee und einem Teller mit einem riesigen Schokokuss zurück. Der Kaffee und das Geschirr waren für mehrere Personen ausgelegt. Auch eine Schale mit Keksen gab es. Tilus pfiff durch die Zähne: „Jungs, Pause! Und bringt die Familie mit!“

D/4 führte alle zu einer Wiese hinter ihrem Haus, auf der ein Gartentisch und Stühle standen. Dann teilte sie aus und vergaß auch nicht, Malcolm auf den Umstand hinzuweisen, dass der Schokokuss kalt war. Caruso sprang auf D/4’s Schoß, sofort nachdem diese sich gesetzt hatte. Die Sonde hatte sich so platziert, dass Malcolm und sie Caruso gemeinsam streicheln konnten. „Also, wenn die Mieze dich mag.“, schmatzte der Junge, der mit großem Genuss seinen Kuss verspeiste. „Dann mag ich dich, glaub’ ich, auch. „Weißt du vielleicht, wie die Mieze heißt?“ „Seine Kennung lautet Caruso.“, antwortete die Sonde. „Und meine vollständige Kennung lautet eigentlich Systemeinheit D/4 viertes Mitglied der D-Gruppe. Aber in Anbetracht der unausgereiften Entwicklung deines Gehirns sollten wir sie konfigurieren, damit es für dich leichter ist. Du kannst mich Tante D nennen.“ „Danke, Tante D.“, sagte der Junge und fügte hinzu: „Und meine vollständige Kennung lautet Malcolm Radcliffe drittes Mitglied der Untergruppe Radcliffe.“ „Du begreifst schnell.“, lobte die Sonde erstaunt. „Oh, ja.“, bestätigte Professor Radcliffe. „Mein Sohn ist ein helles Köpfchen. Nur mit dem sportlichen Ehrgeiz hapert es.“ „Nathaniel!“, zischte ihm seine Frau zu und stieß ihm ihren Ellenbogen in die Seite. „Warum, Nayale.“, flüsterte Professor Radcliffe zurück. „Ich sage doch nur die Wahrheit.“ „Ich werde sicher noch genug Gelegenheit haben, Ihren Sohn weiter zu untersuchen und Daten über ihn zu sammeln.“, sagte die Sonde diplomatisch, denn sie hatte festgestellt, dass sich Malcolm bei diesem Gespräch sichtlich unwohl zu fühlen schien. „Genau.“, bestätigte Tilus. „Wir sollten auch langsam zu Potte kommen. Schließlich wird es bald Abend.“ Die erwachsenen Radcliffes nickten und bedankten sich noch für die Gastfreundschaft der Sonde, bevor man wieder hinüber ging, um sich dem gemeinsamen Umzugsgeschäft zu widmen. Malcolm aber versprach D/4, sie zukünftig öfter zu besuchen.

Über dem Labor auf Romulus graute bereits der Morgen, als Remus des Jeeps seiner Vorgesetzten ansichtig wurde. Er kannte jenes Fahrzeug, einen weißen 2-Sitzer mit getönten Scheiben, sehr gut. Er hatte erneut das Strahlungsprotokoll vom Computer ausführen lassen, das Experiment aber nicht weiter fortgesetzt. Wie sollte er auch, denn es gab ja keine Probe mehr von Sytania. Er konnte Toreth jetzt nur noch anhand der Reste seines vorherigen Versuches beweisen, dass es funktioniert hatte.

Freudig beobachtete er, wie die Professorin das Fahrzeug auf dem Parkplatz abstellte und sich in Richtung des Gebäudes auf den Weg machte. Sie kommt., dachte er. Sie wird sicher Augen machen!

Kimara betrat das Haus. Unten neben dem Turbolift befand sich eine Sprechanlage, die von der Wissenschaftlerin sogleich benutzt wurde, denn Rosannium war auch für Romulaner nicht ungefährlich, wenn man bedachte, wie viel Ähnlichkeit sie mit den ebenfalls telepathischen Vulkaniern hatten. Zwar war Kimara nicht sehr begeistert von dem Umstand gewesen, dass ihr Assistent sie mitten in der Nacht geweckt hatte, wusste aber dass es dann schon etwas sehr Dringendes sein musste. Er hatte auch von Erfolg geredet, auch wenn er dies sehr theatralisch ausgedrückt hatte, was Toreth im Allgemeinen nicht schätzte, aber immerhin.

Endlich hörte sie die Stimme ihres Assistenten aus der Anlage: „Ja, Professor?“ „Woher wussten Sie, dass ich es bin?“, fragte Kimara. „Das lässt sich nicht schwer erraten, wenn man bedenkt, dass es sich bei dem angezeigten Rufzeichen um das der Flursprechanlage vor dem Turbolift im Eingangsbereich handelt.“, lächelte Remus zurück. „Dass Sie ein helles Köpfchen sind, das weiß ich genau.“, lächelte Kimara, was bei ihr, die im Allgemeinen als sehr mürrisch bekannt war, selten genug vorkam. „Haben Sie die Strahlungsprotokolle ausführen lassen?“, fragte Toreth weiter. „Ja, Professor.“, antwortete Mr. Meret. „Gut.“, sagte Kimara jetzt sehr nüchtern. „Dann komme ich jetzt hoch.“

Sie bestieg den Lift und gab als Fahrziel den dritten Stock an, dann gab sie auf Aufforderung des Rechners einen Sicherheitscode ein, denn das, woran sie und Meret arbeiteten, war sehr geheim genau wie das Labor selbst.

Remus vernahm die Tür der Schleuse. Hier würde sich seine Professorin strahlungsdichte Kleidung anziehen und dann zu ihm kommen, um sich seinen Erfolg anzusehen und erklären zu lassen. Er konnte es kaum erwarten und fühlte sich, wenn er ehrlich war, wie ein kleiner Junge unter dem terranischen Weihnachtsbaum, zumindest dann, wenn er den Dingen Glauben schenken konnte, die ihm terranische Freunde berichtet hatten. Die Zeit, bis sie endlich mit dem Umziehen fertig war, schien für ihn nicht wirklich zu vergehen. Er trat nervös von einem Bein auf das andere.

Endlich öffnete sich die zum Inneren des Labors zeigende Tür der Schleuse und Toreth kam heraus. „Ok, Remus.“, sagte sie. „Was haben wir denn hier?“ „Das will ich Ihnen gern erklären, Professor.“, sagte der wissenschaftliche Assistent und ging zum Tisch mit dem Versuchsaufbau hinüber. Dann stellte er sich davor und begann zu referieren: „Ich habe endlich eine Möglichkeit gefunden, wie wir Rosannium einsetzen können, ohne irgendjemanden sonst, außer den, den wir gefährden wollen, in Mitleidenschaft zu ziehen.“ Dann hielt er inne, um ihre Reaktion abzuwarten. Toreth aber war in einiger Entfernung zum Tisch stehen geblieben und sah ihn jetzt nur an. „Reden Sie weiter, Remus!“, forderte sie ihn auf. „Ich musste dafür allerdings unsere beiden letzten Proben von Sytanias Energie verbrauchen.“, fuhr Remus fort und fühlte sich dabei wie ein Sünder, dem gerade die Beichte abgenommen worden war. „Was mussten Sie!“, empörte sich Toreth. „Haben Sie eine Ahnung, wie lange der Geheimdienst gebraucht hat und wie gefährlich es war, an diese Proben zu kommen?! Wissen Sie eigentlich, wie kostbar die sind?! Ich kann es nicht glauben! Da lässt man Sie einmal allein und Sie verschleudern unseren wertvollsten Rohstoff! Ich hoffe, Sie haben eine gute Erklärung und Rechtfertigung für dieses Verhalten!“

Remus drehte sich ihr zu, räusperte sich und stemmte seine Hände in die Hüften. Dann holte er tief Luft und begann laut und voller Selbstvertrauen: „Ja, die habe ich, Professor! Ich denke, der Erfolg wird mir Recht geben! Nehmen Sie bitte einen Erfasser und scannen Sie den Versuch. Dann werden Sie sehen, dass die Art und Weise, wie er geendet hat, die Verschwendung der Energie in jedem Fall rechtfertigen wird. Außerdem ist genau das geschehen, was wir erreichen wollten! Sie können auch ruhig alle Protokolle vom Computer verlangen! Ich habe nichts zu verbergen!“ „Dann lassen Sie mal sehen.“, sagte Toreth und drehte sich dem Schrank mit den wissenschaftlichen Werkzeugen zu. Aus einem Fach des schwarzen Metallschrankes entnahm sie einen Erfasser und kehrte dann zu Remus zurück, der ihre Aufmerksamkeit stolz mit einem Fingerzeig auf den rot markierten Zylinder lenkte. „Leer.“, stellte Kimara fest. „Aber das haben Sie mir ja schon gesagt. Gibt es hier etwas, das ich noch nicht weiß?“ „Scannen Sie die anderen.“, sagte Remus. „Sie werden sehen, dass sie zwar aus einem älteren Versuch Spuren davongetragen haben, im aktuellen Fall aber nichts mit ihnen passiert ist. Der ältere Versuch fand kurz vor diesem statt und dabei ist der vorletzte Zylinder draufgegangen. Fragen Sie den Computer.“

Kimara ging zu einer Konsole im hinteren Teil des Raumes und machte einige Eingaben. Dann sagte sie, nachdem sie sich das Protokoll durchgelesen hatte: „Sie haben Recht, Remus. Anscheinend ist es Ihnen tatsächlich gelungen, das Rosannium nur die verletzen zu lassen, die es betreffen sollte, zumindest im übertragenen Sinn. Anscheinend konnten Sie dem Rosannium endlich beibringen, wer Freund und wer Feind ist. Wenn sich die Strahlung sonst unkontrolliert im All ausgebreitet hat, wurden alle Telepathen in der Nähe betroffen, aber das ist jetzt offensichtlich vorbei. Aber jetzt verraten Sie mir doch bitte mal, wie Sie das angestellt haben, Sie Strahlenflüsterer.“

Remus zeigte lächelnd auf den Ring aus Emittern. „Was hat das zu bedeuten?“, fragte Kimara. „Das werde ich Ihnen zeigen, Professor.“, sagte Remus ruhig und fügte hinzu: „Wählen Sie einen Zylinder.“ „Was bitte haben Sie vor?“, fragte die Professorin. „Ich will Ihnen zeigen, was für ein Strahlenflüsterer ich tatsächlich bin.“, grinste Remus. „Na dann!“, sagte Kimara und zeigte auf einen der Zylinder, der ein repliziertes vulkanisches Energiefeld enthielt. „Wie Sie wünschen.“, sagte Remus langsam und fast feierlich, um darauf dem Computer zu befehlen, den Inhalt des Zylinders zu scannen und das Eindämmungsfeld entsprechend zu konfigurieren. Nachdem er dies getan hatte, betätigte Remus den Abzug. Das Aufblitzen des Strahls zerriss das Halbdunkel des Labors und Kimara konnte es kaum erwarten, nach dem Ergebnis zu fragen. „Computer, Status des sich im ausgewählten Zylinder befindenden Feldes!“, forderte sie. „Das Feld wurde vollständig vernichtet.“, antwortete der Rechner. „Wurden die anderen Felder beschädigt?“, fragte Kimara weiter. „Negativ.“, kam es nüchtern zurück.

Sie drehte sich Remus zu, der genau sah, dass sie vor Staunen den Mund nicht mehr zu bekam. „Wie haben Sie das gemacht?“, fragte sie fast etwas stotternd. „Das Geheimnis ist der Ring.“, sagte Remus. „Er besteht aus Emittern, die auf jede Frequenz einstellbar sind. Sie lassen das Rosannium nur in die eine Richtung, Sie verstehen?“ „Wie ein Staudamm.“, staunte Kimara. „Aber wie sind Sie nur darauf gekommen?“ „Beim Kaffeetrinken.“, sagte Remus. „Genauer beim Trinken von terranischem Eiskaffee mit einem Strohhalm.“ „Das müssen Sie mir erzählen!“, sagte Toreth im Befehlston. „Gern.“, lächelte Remus zurück. „Aber wichtiger ist jetzt doch wohl, dass wir dem Senat und der Föderation endlich die versprochene Waffe präsentieren können.“ „Ja.“, bestätigte Kimara. „Sie wissen das nicht, aber die waren kurz davor, uns die Mittel zu streichen, weil wir keine Erfolge vorgewiesen haben.“ „Mit Verlaub, Professor.“, setzte Remus an. „Dann hätte der Senat Nugura keine so vollmundigen Versprechungen machen dürfen!“ Kimara hob drohend den Zeigefinger ihrer rechten Hand, denn regierungskritische Töne waren auf Romulus nach wie vor nicht sehr willkommen. „Ich tue mal, als hätte ich Ihren letzten Satz gar nicht gehört.“, sagte sie.

Sie setzte sich an ihren Schreibtisch: „Dann werde ich mal mit meinem Bericht beginnen. Gehen Sie nach Hause und schlafen Sie sich aus. Sie haben uns heute einen Meilenstein geschaffen, Remus! Einen Meilenstein, jawohl!“ „Vielen Dank, Professor.“, sagte Remus lächelnd und drehte sich Richtung Schleuse.



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