Das Ding der Unmöglichkeit

von kguenay
Zusammenfassung: Als die Enterprise auf dem Flug nach DS9 ein ungewöhnliches Energiegebilde entdeckt, wird das Schiff bei der Untersuchung dieses Phänomens in ein anderes Universum geschleudert.
Ähnlich ergeht es auch Perry Rhodan und der galaktischen Flotte, die auf der Flucht vor der Endlosen Armada mit der BASIS in den Frostrubin fliegen.
Kategorien: Fanfiction > Star Trek, Fanfiction > Perry Rhodan Charaktere: Keine
Genres: Science Fiction
Herausforderung: Keine
Serie: Gibts noch nicht, kommt aber noch
Kapitel: 7 Fertiggestellt: Ja Wörter: 5413 Aufgerufen: 29097 Veröffentlicht: 03.05.09 Aktualisiert: 03.05.09

1. Prolog von kguenay

2. An Bord der Enterprise von kguenay

3. An Bord der BASIS von kguenay

4. Die Begegnung von kguenay

5. Der Auftrag von kguenay

6. Das 'Ding' von kguenay

7. Epilog von kguenay

Prolog

von kguenay
Erst mal war da nichts. Rein gar nichts. Weder das ferne Schimmern einer Galaxie, noch ein Novablitz einer sterbenden Sonne. Kein Atom und kein bisschen Energie. Die absolute Leere. So war er nun mal, der Raum dazwischen. Wo zwischen? Nun, zwischen allem. Dies ist weder ein Hyperraum, noch ein dreidimensionaler Raum. Der Raum zwischen den Räumen.
Doch plötzlich war der Raum nicht mehr leer. Wie, als hätte man einen Film geschnitten, erschienen vier Wände, zwei schwere alte Sessel und ein marmorner Tisch. Kurz darauf materialisierten zwei Gestalten in den Sesseln.
"Es ist weg!", sagte die erste Gestalt.
"Ist nicht dein Ernst?", fragte die zweite Gestalt.
"Leider doch. Und du weißt genau, was passieren kann, wenn es in falsche Hände gerät!"
"Ja, schon, aber wie konnte es verschwinden?"
"Es muss einen Dimensionsriss genutzt haben, den der Frostrubin geschaffen hat.", sagte die erste Gestalt.
"Ach, das Teil, was damals, - vor wie viel Millionen Jahren war das doch gleich? - euren Kosmokraten entfleucht ist?"
"Ja, das Teil!", antwortete die erste Gestalt sichtlich genervt. Schließlich waren es ja nicht "seine" Kosmokraten.
"Also wir haben so was ja nicht. Kosmokraten oder Materiequellen, ist doch nur religiöser Humbug!"
"Schweig, du Wurm! Wir beide mögen gegenüber anderen Zivilisationen als allmächtig wirken, aber die Kosmokraten stehen selbst weit über dir!", rief die erste Gestallt und senkte dann die Stimme. "Ihr habt wirklich keine Materiequellen? Nanu?", murmelte die Gestalt und zupfte gedankenverloren an seinem weißen Bart.
"Und wo ist es jetzt?", fragte die zweite Gestalt.
Erschrocken ließ die erste Gestalt die Hände wieder sinken und richtete sich im Sessel auf. "Weg.", murmelte sie.
"Das sagtest du bereits, aber wo?"
"Ach, in so einem recht einfachen nicht so gefährlichen Universum. Ich mache mir Sorgen darüber, wer noch hinter es her ist."
"Tja, dann lass es uns doch zurückholen."
"Wir dürfen das nicht, und das weißt du.", sagte die erste Gestalt. "Aber ich kenne da jemanden, der könnte uns helfen."
"Ja, ich kenne da auch eine Gruppe von Wesen, die auf so etwas regelrecht scharf ist! Vielleicht erwischen wir es, bevor es in falsche Hände gerät und die Universen durcheinanderwirbelt. Ich mag meins nämlich so, wie es jetzt ist, ohne Materiequellen!"
"Gut, dann!", sagte die erste Gestalt. "Ans Werk!" Leiser fuhr er fort: "Ihr habt wirklich keine Materiequellen?" ...
Kurz darauf verschwanden die beiden Gestalten, die schweren Sessel, der Tisch und der Raum. Und wieder, wieder war da nichts mehr. Weder das ferne Schimmern einer Galaxie, noch der Novablitz einer sterbenden Sonne ...

An Bord der Enterprise

von kguenay
Captain's Log, Sternzeit (hier hat er genuschelt).
"Nachdem wir an einer großen Konferenz der Föderationswelten auf Vulkan teilgenommen hatten, waren wir auf dem Weg zur Station Deep Space Nine, um Ersatzteile und Waffen für den bevorstehenden Konflikt mit dem Dominion zu liefern. Da wir noch weit vor unserem Zeitplan lagen, hatte ich zwei Tage Urlaub mit reduzierter Bereitschaft angeordnet."
Erleichtert, da er sich der Pflicht des Logbucheintrages entledigt hatte, lehnte Captain Jean-Luc Picard sich in seinem Sessel zurück und griff nach dem schweren Buch auf dem Tisch. Das Gefühl, echtes Papier in Händen zu halten, der Duft von Holz und Tinte, der dezent wahrnehmbar war, all das gehörte für Jean-Luc zum Bücherlesen. Zumindest für eine Weile konnte er sich nun dieser Beschäftigung hingeben.
"Geordi?"
"Was gibt's, Data?"
"Würden Sie mich auf das Holodeck begleiten, einen weiteren Fall als Dr. Watson mit mir zu lösen?", fragte der Androide.
"Data, Sie wissen doch, dass es keinen Spaß macht, wenn Sie alle Fälle schon kennen. Und ich möchte nicht, dass wir wieder in so eine Lage geraten, wie mit Professor Moriarty. Ein wild gewordenes Holodeck, das fehlte mir gerade noch!", antwortete der Cheftechniker der Enterprise.
Auf der Brücke war es sonst ziemlich still. Die Beleuchtung war leicht gedämpft, nur das nötigste Personal war anwesend. Geordi LaForge und Data waren die einzigen Offiziere, ansonsten war da nur noch ein Fähnrich am Steuerpult.
"Eigenartig.", sagte Data.
"Was, dass ich nicht mitkommen möchte?", antwortete Geordi.
"Ich habe hier eine Energieemission auf den vorderen Sensoren, die ich nicht identifizieren kann. Sie ist sehr schwach, steigt aber langsam an."
"Zeigen Sie mal.", sagte Geordi und trat an die Konsole von Data. "Eigenartig, es ist riesig, aber schwach. Schicken Sie eine Sonde raus, Data, damit wir die Größe besser bestimmen können."
"Aye, Sir!"
Kurz überlegte Geordi, ob er den Captain damit behelligen sollte, und entschied dann, dass es vielleicht keine schlechte Idee sei. So etwas Ungewöhnliches sollte der Captain sehen.
"Captain Picard?"
"Was gibt's, Mr. LaForge?"
"Sir, wir haben eine unbekannte schwache Energieemission, die stetig in ihrer Intensität steigt."
"In 8,7212333212, ..."
"Data?", fragte Picard.
"Entschuldigung, Sir, in 8,7 Minuten erreicht die Emission vermutlich einen bedenklichen Wert."
"Ist es gefährlich, Mr. Data?"
"Unbekannt, Sir."
"Mr. LaForge, geben Sie gelben Alarm. Ich komme auf die Brücke."
Kurz darauf betraten Captain Picard, Commander William Riker und Deanna Troi die Brücke.
"Bericht!", rief Captain Picard.
"Es ist riesig, Sir! Nach den Sondendaten und einigen Berechnungen scheint es knapp 2000 Lichtjahre zu durchmessen und etwa 100 Lichtjahre dick zu sein.", antwortete LaForge.
"Es scheint tatsächlich eine runde Scheibe zu sein.", ergänzte Data.
"Wissen wir mehr über die Energieform?", fragte Riker.
"Nein, nur dass sie stetig stärker wird. Wir haben derzeit keine Kenntnis, wie diese Energie uns beeinflussen könnte."
"Schilde hoch, Mr, Data. Wir wollen auf Nummer Sicher gehen. Bringen Sie uns ganz langsam näher heran.", befahl Picard. "Eigenartig, es scheint keine visuellen Auswirkungen zu haben."
"Sir, diese Energie ist ein wenig dem Subraum ähnlich. Wie ein Subraum-Kommunikationssignal, nur extrem weit gefächert."
"Gefächert, Mr. Data?"
"Es wird schwach auf allen bekannten Frequenzen gesendet. Die Energie ist definitiv nicht natürlichen Ursprungs, da ich eine Art Muster in den Schwankungen erkennen kann."
Geordi LaForge wurde langsam blass. Schließlich brach er bewusstlos zusammen.
"Medizinischer Notfall auf der Brücke!", rief Data in seinen Kommunikator.
"Schon unterwegs!", antwortete Beverly Crusher.
"Ich fürchte, diese Energien interferieren mit seinem Visor, Sir!", sagte Data.
"Dann nehmen Sie ihn ihm ab.", sagte Deanna Troi. "Er hat Schmerzen!"
Als Data dem bewusstlosen Geordi den Visor vorsichtig abnahm, entspannte sich der Körper, kurz darauf öffnete LaForge wieder die Augen.
"Was ist passiert?"
"Ihr Visor wurde durch die Energie überladen. Wir mussten ihn vorübergehend deaktivieren."
"Data, vollen Schub zurück! Wir beschleunigen!", rief Riker.
"Keine Reaktion, Sir! Die Steuerung reagiert nicht. Wir erreichen die Grenze des Feldes in 5, 4, 3, 2, 1 ..."
Ein harter Ruck ging durch das Schiff, automatische Halterungen schossen aus den Armlehnen der Sessel und hielten die Personen an Ort und Stelle. Kurz darauf herrschte Stille, das Licht ging aus und die Notbeleuchtung aktivierte sich. Aber auf dem Hauptbildschirm war eine fremde Sternenkonstellation zu sehen.
"Mr. Data?", fragte Captain Picard.
"Die Hauptenergie ist ausgefallen, Sir!"
"Wir haben in 5 Sekunden wieder Energie.", sagte Geordi LaForge.
Als das Licht wieder anging, sah die Brückencrew etwas ratlos auf den Hauptbildschirm. Ganz in der Nähe schien eine große rote Sonne, welche keine Planeten besaß. Abgesehen davon gab es keine bekannte Konstellation.
"Wo sind wir hier?", fragte Deana Troi neugierig.
"Jedenfalls in keinem Bereich des Weltraums, der uns bekannt sein dürfte.", murmelte Picard und ging näher an den Schirm heran. "Data, bringen Sie uns in einen Orbit um diese rote Sonne. Anschließend versuchen wir ..."
"Sir!", rief Geordi. "Es ist riesig!"
"Was, Mr. LaForge?"
"Das hier!", sagte Geordi und drückte auf einige Sensorflächen auf seiner technischen Konsole. Das Weltall verschwand vom Schirm und machte einem Gebilde Platz, welches die Crew der Enterprise, NCC-1701D, noch nicht gesehen hatte. Vor allem, noch nie in dieser Größe!
"Was ist das?!", fragte Riker.
"Definitiv ein Schiff", sagte Troi, "denn ich empfange Emotionen, Ratlosigkeit, und zwar von Menschen!"

An Bord der BASIS

von kguenay
Hinweise des Autors:
Perry Rhodan stürzt mit der Basis durch den Frostrubin. Da ich die letzten paar Sekunden, bevor die Basis in den Frostrubin stürzt, direkt aus dem Roman übernommen habe, hier einige Daten:
Roman Nr. 1107, Jenseits der tödlichen Grenze
Von Kurt Mahr.
Sollte mein kleines Zitat einen Urheberrechtsbruch darstellen, so werde ich den Teil umschreiben, falls nötig. Allerdings würde dann der Sturz in den Frostrubin nicht mehr so dargestellt werden können, wie es in der Romanserie passiert ist.
Im März des Jahres 426 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das entspricht dem Jahr 4013 n. Chr., brach die galaktische Flotte unter der Führung von Perry Rhodan zum Frostrubin auf. In den Gewölben unter dem Dom Kesdschan, dem Weiheort für die Ritter der Tiefe, fand Perry Rhodan die drei ultimativen Fragen:
1. Was ist der Frostrubin?
2. Was ist die endlose Armada, wo beginnt, und wo endet sie?
3. Wer hat das Gesetz initiiert und was besagt es?
Als er mit seiner 20.000 Einheiten zählenden Flotte beim Frostrubin eintrifft, ist er sichtlich erstaunt. Der Frostrubin scheint nur ein hyperenergetisches Gebilde von 2000 Lichtjahren Durchmesser und 100 Lichtjahren Dicke zu sein. Vom Abgesandten der Kosmokraten, Taurec, weiß Perry Rhodan, dass dies nur der sichtbare Teil des Frostrubins ist, der Rest ist im Hyperraum verankert.
Viel erstaunter jedoch ist er, als er feststellt, dass ein unermesslicher Heerwurm an Schiffen sich aus dem Hyperraum schält. Mehrere Lichtjahre breit und unmessbar lang scheint die Flotte, die sich selbst auch die endlose Armada nennt. Diese sieht im Frostrubin ihr seit Millionen Jahren verlorenes TRIICLE-9 und die galaktische Flotte als den Gegner, der TRIICLE-9 gestohlen hat. Als die galaktische Flotte von Einheiten der Endlosen Armada bedrängt wird, versucht Perry Rhodan Kontakt zum Armada-Kommando aufzunehmen. Das Armadaherz, welches sich Ordoban nennt, antwortet mit einem Ultimatum. Perry Rhodan sieht nur noch eine Chance, die Flucht durch den Frostrubin...

Perry sah zu, wie die Sekunden auf der Digitalanzeige des Chronometers davontickten. Aus den Augenwinkeln nahm er Bewegung wahr. Waylon Javier winkte ihm zu. Er sah auf.
"Kanal vier", sagte Waylon mit unterdrückter Stimme, jedoch sichtlich aufgeregt. "Er will unbedingt mit dir sprechen."
"Wer?", fragte Perry. "Ausgerechnet jetzt?"
Waylon machte eine ungeduldige Geste in Richtung der Konsolentastatur. Perry betätigte den Schalter für den Interkomkanal 4. Das Bild, das ihn von der Videofläche anstarrte, brachte ihn einen Augenblick lang aus der Fassung. Es zeigte Eric Weidenburn mit wutverzerrtem Gesicht und wildbewegten Lippen. Perry drehte an der Kontrolle der Lautstärke und bekam gerade noch zu hören:
"...was du dazu zu sagen hast!"
"Wozu?", antwortete er ruhig. "Ich habe dich nicht gehört. Der Empfänger war auf Lautstärke null geschaltet. Wo steckst du überhaupt? Wir suchen dich seit ein paar Stunden."
"Wozu?" Weidenburns Stimme überschlug sich. "Du hast kein Recht, dich dem Wunsch des Armadaherzens zu widersetzen. Ich weiß, dass dieses Raumschiff sich in Bewegung befindet, und ich weiß, dass es nicht auf die Endlose Armada zuhält."
"Du irrst dich nicht", bemerkte Perry mit unerschütterlicher Ruhe. Aber Eric Weidenburn hörte nicht auf ihn. Er fuhr fort, zu rasen und zu toben.
"Du allein bist dafür verantwortlich, dass die Menschheit die ihr zugedachte Bestimmung nicht erreicht. Es ist ein kosmisches Gesetz, dass die Raumfahrt keinem anderen Zweck zu dienen hat als dem, eine übergeordnete Daseinsform zu finden. Wir waren in unmittelbarer Nähe des STAC, und jetzt..."
"Jetzt sind wir im Begriff", unterbrach ihn Perry mit scharfer Stimme, deren zwingendem Tonfall sich selbst der außer Fassung geratene Weidenburn nicht entziehen konnte, "uns kopfüber mitten in dein gelobtes STAC zu stürzen. Sieh zu, was es dir bringt!"
Ein heftiger Ruck fuhr durch das große Schiff. Eine Sekunde lang flackerten die Lichter. Das Bild auf der Videofläche des Interkoms erlosch und nahm Eric Weidenburns bestürztes Gesicht mit sich. Jemand schrie - aber es war nicht ein Schrei des Schmerzes, sondern der Überraschung. Das bunte, computergestützte Bild der Trümmerwüste, die den Frostrubin umgab, war plötzlich vom großen Panoramaschirm verschwunden, und an seiner Stelle leuchtete die echte, unverfälschte Darstellung einer galaktischen Sternenlandschaft.
Die BASIS war über die tödliche Grenze hinaus vorgedrungen.
Doch etwas stimmte nicht. Die Orterreflexe der galaktischen Flotte fehlten. Die erwarteten Phänomene, die im Innern des Frostrubins herrschen sollten, fehlten. Auch mit der BASIS schien etwas nicht zu stimmen. Kein Triebwerksgeräusch oder Aggregat war zu hören. Das Licht flackerte unregelmäßig.
"Hamiller?", fragte Perry.
"Sir,", sagte die Hamiller-Tube, die Schiffspositronik der BASIS, "die Energieprobleme sind gleich behoben. Ich musste einige Kraftwerke neu hochfahren."
Tatsächlich stabilisierte sich das Licht und auch die Anzeigen der Panoramagalerie flimmerten nicht mehr.
"Ortung!", rief Waylon Javier.
"Moment, wir haben energetische Interferenzen!", rief eine junge Frau aus der Orterzentrale. "Aber hier haben wir ein vorläufiges Bild."
Das All um die Basis schien leer, bis auf eine große rote Sonne ganz in der Nähe.
"Hamiller? Ist eine Positionsbestimmung möglich?", fragte Javier.
"Sir, wo immer wir hier sind, ich habe nichts von diesen Konstellationen in meiner Datenbank."
"Bring uns in einen Orbit um die Sonne, Waylon.", sagte Rhodan. "Von dort sehen wir weiter."
Als die BASIS Fahrt aufnahm, wurde auch wieder das beruhigende Geräusch der Triebwerks- und Kraftwerks-Aggregate hörbar. Nur leicht brachten diese Aggregate das Riesengebilde zum vibrieren.
"Ortung!", rief die Frau aus der Orterzentrale. "Es sieht aus, wie ein Schiff, es hat Energieemissionen, aber sicher sind wir nicht. So etwas haben wir noch nie gesehen!"
Plötzlich gab es einen leisen Knall, als die Luft verdrängt wurde, wo Gucky materialisierte.
"Perry, das glaubst du nicht!"
"Mittlerweile glaube ich alles, Kleiner. Was ist es?"
"Es sind Menschen! Ich kann ganz deutlich menschliche Gedanken erfassen, und die halten uns für ... huch?"
"Was ist los?", fragte Perry interessiert.
"Sie muss Telepathin sein, oder so was. Eine Frau da drüben denkt auch, wir sind Menschen!"

Die Begegnung

von kguenay
"Ich habe so etwas noch nie gesehen!", sagte William Riker. "Und das soll von Menschenhand erschaffen sein?"
"Lassen Sie es uns herausfinden.", sagte Picard. "Mr. Data, senden Sie auf allen bekannten Frequenzen, mal sehen, ob da drüben jemand antwortet."
"Sie können sprechen, Sir!"
"Mein Name ist Jean-Luc Picard, ich bin der Captain der U.S.S. Enterprise. Wir haben keine kriegerischen Absichten. Im Namen der Föderation der Planeten grüße ich Sie!"
Eine Weile lang geschah nichts. "Hat man uns nicht gehört?", fragte Riker.
"Nach meinen Instrumenten wurden wir empfangen.", antwortete LaForge.
Kurz darauf verschwand das Bild des riesigen Schiffes vom Schirm. Ein ausdrucksstarkes Gesicht mit stahlgrauen Augen blickte neugierig auf die Brückencrew der Enterprise.
"Mein Name ist Perry Rhodan. Ich bin erster Sprecher der Kosmischen Hanse, Kommandant der Forschungsflotte, von der ... zurzeit nur die Basis existiert. Wir sind Terraner, aber von einer Föderation der Planeten wissen wir nichts. Sie sind Franzose?"
"In der Tat. Kosmische Hanse, das klingt nach einer großen Handelsorganisation. Darf ich also davon ausgehen, dass sie friedliche Absichten verfolgen?"
"Selbstverständlich.", antwortete Rhodan. "Aber da Sie auch ... etwas weit weg von zu Hause zu sein scheinen, darf ich vorschlagen, dass wir die Situation bei einem Treffen diskutieren?"
"Sie und Ihre Leute sind auf der Enterprise herzlich willkommen. Wobei ich mir denken könnte, dass mein Cheftechniker nicht mehr ruhig schlafen kann, wenn er nicht mal einen Blick auf die BASIS riskieren kann."
"Das lässt sich einrichten.", antwortete Rhodan schmunzelnd. Mich fragen auch ständig Wissenschaftler, ob sie mich auf Ihr Schiff begleiten können. Ich kenne Ihr Dilemma also gut."
"Wir werden sie herüberbeamen.", schlug Picard vor.
"Ich möchte lieber mit einem Beiboot an Bord kommen. Kann Ihr Hangar ein 30 Meter durchmessendes und 15 Meter hohes Diskusschiff aufnehmen?"
"Kein Problem,", antwortete Geordi, "wir richten einen Funkleitstrahl ein."
"Wir werden etwa in einer Stunde an Bord kommen. Ich bin gespannt, was die Föderation der Planeten wohl ist."
Und damit erlosch das Bild auf dem Hauptschirm und zeigte wieder die BASIS.
"Alternative Realitäten.", murmelte Riker.
"Nehme ich auch an.", antwortete Picard. "Mr. Data, wie hoch schätzen sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass das von uns erforschte Energiefeld der Auslöser für die Realitätsvermischungen ist?"
"Schwer zu sagen,", antwortete Data, "da ich die Natur des Feldes noch nicht ausreichend analysieren konnte. Aber es wäre möglich."
"Also schön", sagte Picard, "dann wollen wir uns die Kosmische Hanse mal ansehen. Nr. 1, Data, Troi, Sie begleiten mich ..."
*
Nachdenklich sah Perry Rhodan auf den Panoramaschirm, auf dem das Bild der Enterprise zu sehen war. Auch er dachte darüber nach, dass es sich um alternative Realitäten oder ein Paralleluniversum handeln müsse, in dem die BASIS materialisiert war. "Analyse?", fragte er.
Schnell huschten die Finger Waylon Javiers, des Kommandanten der BASIS, über das Schaltpult. "Derzeit keine Defensivschilde, Waffen vorhanden, Funktionsprinzip unbekannt, aber inaktiv."
"Es scheint ein paar Röhren für den Abschuss von Raketen oder Torpedos zu geben,", sagte ein Wissenschaftler von seiner Konsole her, "aber auch diese scheinen inaktiv zu sein. Sie sind mit Energiefeldern verschlossen."
"Also ist das Schiff durchaus in der Lage, sich zu verteidigen."
"Perry,", sagte Felmer Lloyd, "ich glaube nicht, dass die da drüben eine Gefahr darstellen."
Rhodan sah den Telepathen an. "Ich dachte nur ..."
"Nein, mit Seth-Apophis, der negativen Superintelligenz von M82, haben die nichts zu schaffen. Die sind genau so überrascht, hier zu sein, wie wir."
"Man kann nie vorsichtig genug sein.", antwortete der Hansesprecher. "Ich ziehe mich für eine Weile zurück. Gucky, Ras und Jen Salik, in 20 Minuten seit ihr bei der Space-Jet."
Langsam ging Perry Rhodan aus der Kommandozentrale der BASIS. Fieberhaft überlegte er, was er dem Captain der Enterprise erzählen wollte. Und was würde er wohl hören? Beruhigt war er jedoch, dass die irdische Menschheit offensichtlich auch in Picards Realität einen positiven Weg eingeschlagen hatte.
Als er bei der Space-Jet, einem 30 Meter durchmessenden und 15 Meter hohen Diskusschiff, ankam, hatte Jen Salik bereits die Orterstation, Ras Tschubai die Funkanlage und Gucky den Passagiersitz eingenommen. Perry ließ sich auf dem Pilotensitz nieder.
"Zentrale, mit der Ausschleusung beginnen.", rief er in den Interkom.
"Ich werde, so lange wie möglich, telepathisch Kontakt zu Gucky halten.", sagte Felmer.
"Falls es Ärger gibt", antwortete Perry, "handelt nicht unüberlegt."
"Du kennst uns wohl noch nicht gut genug?", gab Lloyd grinsend zurück.
Als die Jet langsam in die große Schleusenkammer gefahren wurde, und die Luft abgepumpt wurde, öffneten sich die Hangartore der BASIS und gaben den Blick auf die rote Sonne und die Enterprise frei.
"Naja, verfehlen können wir die ja nicht.", scherzte Gucky.
"Ich habe den Leitstrahl, Perry.", sagte der schwarze Teleporter.
"Dann bring uns mal schön langsam ran, großer Meister!", sagte Gucky.
"Du hast ja heute Töne!", grinste Jen Salik den Mausbiber an.
"Na hör mal! In Kürze begegnen wir Menschen aus einer anderen Realität, denen ich, der große Überall-Zugleichtöter, Retter des Universums ..."
"... ja, ja, wir wissen, der Tröster von Witwen und Waisen... Ich hoffe nur, die brechen bei deinem Anblick nicht in Gelächter aus!", spöttelte Ras Tschubai.
Guckys Mund klappte zu und der blitzende Nagezahn, der sonst ein Anzeichen der guten Laune des Mausbibers war, verschwand.
"Nun beruhigt euch mal wieder", sagte Perry streng, wobei er ein Grinsen kaum noch unterdrücken konnte, "wir landen nämlich gleich."
*
Nachdem die Landestützen der Space-Jet den Hangarboden berührten, glitt die Bodenschleuse auf. Nacheinander schwebten die Mitglieder der Space-Jet-Besatzung in einem Antigravfeld heraus. Captain Picard trat langsam auf den großen Terraner mit den grauen Augen zu und streckte die Hand aus.
"Erstaunlich!", murmelte er.
"Bitten an Bord kommen zu dürfen, Captain!", sagte der Terraner.
"Erlaubnis gewährt!", antwortete Picard ebenso, dann schüttelten sich die Männer die Hände.
"Darf ich vorstellen, Commander William Riker, mein Erster Offizier, Lt. Commander Geordi LaForge, Chefingenieur der Enterprise, Commander Deanna Troi, und Commander Data."
"Ich bin erfreut, Sie kennenzulernen. Meine Begleiter sind Jen Salik, Ras Tschubai und Gucky."
"Das ist ein Besatzungsmitglied?", fragte Riker leise.
"Oh, das hätte ich, an Ihrer Stelle, nicht einmal gedacht ...", murmelte Perry, als Riker auch schon den Boden unter den Füßen verlor.
"Ich bin nicht nur ein Besatzungsmitglied, ich bin der Retter des Univ..."
"Gucky!", rief Rhodan scharf.
Langsam setzte Gucky den verdutzt blickenden Riker wieder ab. "Tschuldigung", murmelte er, "wird nicht wieder vorkommen, Perry."
"Ganz erstaunlich.", murmelte Picard.
"Gucky ist ein Ilt. Ilts sind hochintelligent, aber etwas verspielt. Naja, und sie sind Telepathen, Teleporter und Telekineten. Und Ihr Erster Offizier hat, wie soll ich es sagen, das Riesen-Ego des Kleinen etwas ... angekratzt?", erklärte Perry schmunzelnd.
"Ich schlage vor", sagte Picard ebenfalls lächelnd, "dass wir das Gespräch im Konferenzraum weiter führen."
"Gibt's da auch ein Sofa?", fragte Gucky fröhlich.
"Leutnant Guck!", stieß Perry zwischen zusammengekniffenen Zähnen hervor.
Sofort verschwand der Nagezahn. Gucky wusste, wann es besser war, sich zu benehmen. Das letzte Mal, wo Rhodan ihn so angefahren hatte, war schon so lange her, dass er sich kaum noch daran erinnern konnte. Nur eines wusste er, diese Grenze nicht zu überschreiten.
"Aber eine Frage habe ich dann doch: Warum denken Sie nicht, Mr. Data?", fragte der Ilt mit ernsthaftem Ton.
"Ich bin ein Androide mit einem positronischen Gehirn. Denken, wie das organische Wesen tun, kann ich nicht."
Nun war es an Rhodan, erstaunt zu sein. "Das letzte Mal, wo ich einem so vollkommenen Roboter begegnet bin, war auf dem Sporenschiff PAN-THAU-RA."
"Laire?", Fragte Tschubai.
"Genau", antwortete Rhodan, "Laire, der Bote der Kosmokraten."

Der Auftrag

von kguenay
Im großen Konferenzraum saßen sich die Mitglieder beider Besatzungen gegenüber. Nachdenklich sah Picard in die Runde.
"Es mag an den Haaren herbeigezogen klingen, aber ein Gefühl sagt mir, wir sind hier nicht zufällig aufeinandergetroffen."
"Ich habe auch schon jemanden in Verdacht.", antwortete Perry, als ein telepathisches homerisches Gelächter ertönte.
Ratlos sahen sich die Mitglieder der Enterprise-Brückencrew an, lediglich Data ließ nichts erkennen.
"Ach der", sagte Perry Rhodan, "den kennen wir."
"Und wer war das?", fragte Deana Troi. "Zumindest hat der seinen Spaß."
"Ja, das hat unser Freund immer. Aber keine Sorge, er gehört zu den Guten."
Kurz schwieg er, um sich seine nächsten Worte zurechtzulegen.
"Ich bin Perry Rhodan, geboren am 08. Juni 1936 in Manchester. Ich wurde Risikopilot und betrat 1971 mit der Besatzung der Stardust als erster Mensch den Mond..."
Er erzählte, wie sie auf dem Mond das havarierte Schiff der Arkoniden fanden, wie sie die beiden noch aktionsfähigen Arkoniden, Crest und Thora, halfen. Wie sie mit der überlegenen Technologie der Arkoniden einen Atomkrieg verhinderten, zwischen den westlichen und östlichen Mächten die Dritte Macht etablierten. Er erzählte vom kosmischen Rätsel, welches dazu führte, dass sie die Superintelligenz ES trafen, wie Perry Rhodan und einige seiner Begleiter die relative Unsterblichkeit erhielten. Er erzählte davon, wie er und seine Freunde das Solare Imperium aufbauten, verschiedene Völker der Galaxis an den Tisch brachten. Er erzählte von dem Konzil der Sieben, die die Milchstraße besetzt hatten. Er erzählte davon, wie sie die Erde und den Mond weggebracht hatten, damit sie nicht in die Hände der Laaren fielen. Er erzählte, wie die Milchstraße befreit wurde, von der Bildung der GAVÖK, der Galaktischen Völkerwürde-Koalition, der Entstehung der Liga freier Terraner und der Kosmischen Hanse. Er erzählte vom Auftrag der Kosmokraten, die drei ultimativen Fragen zu beantworten, wie er und Jen Salik zu Rittern der Tiefe wurden, vom Frostrubin, durch den seine Flotte geflogen war. "... und heute schreiben wir das Jahr 426 neuer galaktischer Zeitrechnung, das ist 4013 n. Chr."
Fast drei Stunden hatte Rhodan ununterbrochen gesprochen. Und doch hatte er das Gefühl, nicht alles erzählt zu haben, was erzählenswert war. Aber er wusste auch genau, dass man über 2000 Jahre Geschichte nicht in einigen Stunden erzählen konnte.
Niemand sprach ein Wort. Jeder hing seinen Gedanken nach. Schließlich war das, was Rhodan erzählt hatte, nicht leicht zu verdauen. Denn für Picard, Riker und dem Rest der Föderation war es 1969 und die Apollo 11, die den Mond als erstes besucht hatte.
"Das erklärt aber nicht", murmelte Ras Tschubai, "was die Enterprise damit zu tun hat, und woher ES die Föderation kennt."
"Da wiederum habe ich jemanden in Verdacht!", sagte Picard.
"Q!", antwortete Riker.
"Genau, Q!"
"Hm,", murmelte Gucky, "Wenn ihr jede außerirdische Lebensform nur mit einem Buchstaben benennt, könnt ihr ja so viele nicht kennen. Was ist denn mit A bis P und R bis Z?"
"Gucky!", sagte Rhodan tadelnd.
"Man wird ja mal fragen dürfen..."
Picard begann nun, die Geschichte so zu erzählen, wie er sie gelernt und erlebt hatte. Er erzählte von der Apollo 11, vom dritten Weltkrieg, vom ersten Warp-Flug, vom Erstkontakt mit den Vulkaniern, von der Gründung der Vereinten Föderation der Planeten, vom Khitomer-Abkommen, vom Konflikt mit den Klingonen und Romulanern. Dann erzählte er, wie er das Kommando der Enterprise übernahm, von der Gerichtsverhandlung während der Farpoint-Mission, von Qs weiteren Schandtaten... Nun war die Besatzung der BASIS an der Reihe, beeindruckt zu sein.
"Dann ist Q ja ein ..."
"... Q!", sagte Picard. "Er ist arrogant, überheblich, sein Ego ist so groß wie ..."
Plötzlich blitzte es kurz auf, und Q stand vor Picard. "Aber mon Capitain, wie reden Sie denn von mir!"
Riker und Troi sprangen auf und riefen gleichzeitig: "Q!"
"Aber wo ist denn Worf, ich fühle mich ja schon ganz vernachlässigt, wenn ich nicht angeknurrt werde ..."
Plötzlich blitzte es noch einmal, und ein weißhaariger alter Mann mit einem weißen Bart, der ihm bis auf die Brust fiel, stand neben Q.
"ES?!", riefen Ras und Gucky gleichzeitig.
"Ich habe mich schon gefragt, wann du hier auftauchst, alter Freund!", sagte Rhodan.
"Es hätte mich auch gewundert, wenn du nach all der Zeit meine Gewohnheiten noch nicht kennen würdest.", sagte der alte Mann mit leiser aber kräftiger Stimme. "Q, benimm dich, es ist Ernst."
"Man wird ja wohl seine Freunde begrüßen dürfen!"
"Freunde?", fragte Picard und runzelte die Stirn.
"Wir brauchen eure Hilfe.", sagte ES.
"So viel habe ich mir schon zusammengereimt.", sagte Rhodan. "Sonst wären wir wohl kaum hier mit der Enterprise zusammengetroffen."
"Wie sollten wir, kleine Menschlein, jemandem wie Q behilflich sein können?", fragte Riker etwas amüsiert.
"Naja, wir sind ...", druckste ES herum.
"Ein klein bisschen nur ...", stammelte Q.
"Verzweifelt!", seufzten beide gleichzeitig.
In der Stille, die darauf folgte, war das Applaudieren von Jean-Luc Picard überdeutlich zu hören. Mit überlegener, ja fast stolzer, Miene trat er auf Q zu. "Respekt, Q! Vom arroganten fiesen Widerling zu jemandem, der seine Machtlosigkeit erkennt, sind Sie einen weiten Weg gegangen!"
"Ihnen wird das Grinsen noch vergehen.", knurrte Q.
"Gut, aber wobei sollen wir helfen?", fragte Rhodan, ohne auf Q und Picard weiter einzugehen.
"Das Ding ist weg!", antwortete ES.
"Ja, dann räum halt besser auf!", grinste Gucky.
"Wir wissen ja, wo das Ding ist, aber wir dürfen es nicht holen."
"Und warum nicht?", fragte Riker.
"Kosmische Gesetze, ihr versteht schon ..."
"Ich verstehe nur, dass wann immer ihr was braucht, euch mit kosmischen Gesetzen rausredet.", fuhr Perry auf. "Also gut, was ist das Ding und wo ist es?"
"Es handelt sich um ein Messinstrument.", begann ES. "Das 'Ding', wir haben leider keinen besseren Namen dafür, wurde vor über einer Million Jahren von einem Volk gebaut, welches seit etwa einhunderttausend Jahren ausgestorben ist. Es dient dazu, hyperenergetische Felder und PSI-Energie zu messen."
"Das ist doch nicht alles?", fragte Data. "Ein Messinstrument allein kann die Aufregung nicht wert sein."
"Sie haben Recht, mein blecherner Freund.", sagte Q. "Auf eine bestimmte Art und Weise bedient, kann es dazu genutzt werden, Tore zwischen Universen und Realitäten zu öffnen. Keine Frage, dass es ungeheuer wichtig ist, dass dieses Instrument nicht in falsche Hände gerät."
"Aber wie habt ihr das dann verlieren können?", fragte Rhodan.
"Der Frostrubin ist schuld!", sagte ES mit fast weinerlichem Tonfall. "Er hat die Hyperbarriere aufgebrochen, in dem wir das Ding gesichert hatten."
"Also schön, bringen wir es hinter uns.", sagte Picard. "Wo ist es?"
"Es befindet sich frei schwebend im All, nicht weit von hier. Ich gebe ihnen die Koordinaten..."

Das 'Ding'

von kguenay
"Mr. Data", sagte Picard, "öffnen Sie einen Kanal zur BASIS."
"Aye, Sir! Sie können jetzt sprechen."
"Hallo Waylon."
Das Gesicht des immer etwas schlampig gekleideten Kommandanten der BASIS, Waylon Javier, erschien auf dem Bildschirm. "Perry! Alles in Ordnung?"
"Selbstverständlich. Ich wollte nur, dass ihr euch keine Sorgen macht. Wir werden mit der Enterprise kurz aufbrechen, eine Kleinigkeit erledigen und sind in etwa einer Stunde wieder da."
"Wirklich alles in Ordnung?"
"Wir melden uns, wenn wir wieder da sind.", sagte Perry und gab dem Androiden zu verstehen, dass er den Kanal schließen könne.
"An Ihren Umgangston gewöhne ich mich nie!", rief Riker.
"Aber sie respektieren sich doch.", antwortete Deanna.
"Sicher, aber ist das nicht etwas zu persönlich?"
"Wir haben früher ähnliche Hierarchien gehabt, wie Sie sie jetzt haben, Mr. Riker. Aber unser System funktioniert nun etwas anders.", antwortete Rhodan.
"Also gut, Mr. Data, Energie!", rief Picard.
Die Enterprise verließ ihren Orbit um die Sonne und nahm Kurs auf die Koordinaten, die sie erhalten hatten. Dort angekommen, begann Data auch schon, die Sensoren das Gebiet absuchen zu lassen.
"Sir, hier ist nur ein Objekt in der Größe von 10 cm Länge."
"Das ist das Ding!", rief ES.
"Ja, wir haben es gefunden!", rief Q.
Mit Wut verzerrtem Gesicht befahl Picard, das Ding an Bord zu beamen. "Und was wünschen die Herren Überwesen, was mit dem Ding passieren soll?!"
"Vernichten Sie es, werfen Sie es in die Sonne!", riefen die beiden.
Kurze Zeit später war die Enterprise wieder in der Umlaufbahn um die rote Sonne, die BASIS ganz in ihrer Nähe.
"Was sollte das jetzt!", fragte Perry Rhodan zornig. "Wozu habt ihr beiden die BASIS und die Enterprise gebraucht, für etwas, dass ihr auch selbst erledigen könntet?!"
"Naja", sagte ES, "vielleicht brauchen wir mal euer beider Hilfe bei etwas Wichtigem. Zumindest kennt ihr euch jetzt schon mal."
"Sehr tröstlich!", antwortete Rhodan.
"Außerdem hätten wir das Ding nicht selbst entsorgen dürfen, weil wir ..."
"... ich weiß, das mit den kosmischen Gesetzen kommt jetzt wieder ...", unterbrach Riker die Rede von Q.
"Also schön, ihr hattet jetzt euren Spaß! Können wir jetzt wieder nach Hause?", fragte Gucky. "Ich habe nämlich Hunger, und ich glaube nicht, dass die auf der Enterprise frische Möhren haben..."
Während sich die beiden Besatzungen voneinander verabschiedeten, und Deanna gedankenverloren Guckys Nackenfell kraulte, genoss der Ilt die Erzeugnisse eines in der Nähe stehenden Replikators. "Perry?", Mampf, "Wieso...", mampf, "haben...", mampf...
"Weil Geoff noch keinen erfunden hat?", unterbrach Ras die Schmatzorgie des Ilts.
Also gut.", sagte ES. "Jeder wird jetzt wieder genau da hin versetzt, wo er hergeholt wurde. Perry, du und deine Läute müssen wieder zurück auf die BASIS."
"Und noch was...", sagte Q. "Ihr werdet zwar keine bewussten Erinnerungen an diese kleine ... Episode ... haben, aber wenn wir euch mal wieder zusammenbringen sollten, ..."
"Untersteht euch!", unterbrach Rhodan Q,
"... dann werdet ihr euch erinnern."
Plötzlich gab es einen Blitz. und die BASIS und die Enterprise waren wieder dort, wo sie herkamen.

Epilog

von kguenay
Wieder entstand in dem Raum zwischen den Räumen die Sitzgruppe mit den beiden Sesseln, dem Tisch und einem Bücherregal im Hintergrund. Auch die beiden Gestalten materialisierten wieder in den Sesseln.
"Meinst du, die sind sauer auf uns?", fragte Q.
"Nein, sie erinnern sich ja nicht. Aber meinst du, die haben verstanden, worum es eigentlich ging?", fragte ES.
"Wir werden sehen.", sagte Q und streckte die Beine von sich. "Jedenfalls sind wir dieses Ding los, das hätte echt ins Auge gehen können!"
*
Einige Jahre, nachdem die Episode mit dem Frostrubin und der Endlosen Armada glücklich beendet war, saß Gucky in seinem Garten, wo er liebevoll ein Karottenbeet hegte und pflegte. Aber seit der Sache mit dem Frostrubin plagten den Ilt seltsame Träume über Personen, die er nicht kannte, aber ihm irgendwie vertraut vorkamen. Reginald Bull, sein Freund und Perrys Gefährte damals auf dem Mond, empfahl ihm, seine Gedanken doch mal aufzuschreiben. Die Sonne ging langsam über Terrania unter, als Gucky sich an den Goshun-See setzte und in ein kleines Aufnahmegerät zu sprechen begann. Und so kam es, dass mit über 2000 Jahren Verspätung, die Abenteuer des Raumschiff Enterprise mit Captain Picard auch im Universum von Perry Rhodan über den Bildschirm flimmerten ...
Abschließende Hinweise:
Alle Daten können in der Perrypedia unter http://www.perrypedia.proc.org nachgeschlagen werden. Und wenn ihr genaueres wissen wollt, wie z. B. die BASIS aussieht, dort gibt es auch Bilder.
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