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Rezension: Die Geisterseher von Kai Meyer

Die Brüder Grimm haben Friedrich Schiller vergiftet! nein, natürlich nicht, jedenfalls nicht in echt, oder? Also jedenfalls beginnt das Hörspiel damit, dass die Brüder Grimm am Krankenbett friedrich Schillers ihm eine Medizin geben. Dieser übergibt ihnen ein Manuskript, welches sie zu Goethe bringen sollen. Auf dem Weg dort hin werden sie auf der Straße in Weimar überfallen und das Manuskript wird gestohlen. Am nächsten Tag ist Schiller tot. Nun beginnt eine Jagd bis weit hinein nach Polen, um das Manuskript zuerst zu finden, anschließend zu schützen. Denn angeblich soll sich das Geheimnis um die Formel des Steins der Weisen im Manuskript befinden. Selbstredend sind mehrere Gruppen hinter dem manuskript her, und die Brüder Grimm verstricken sich immer tiefer in Verschwörungen und Intrigen.

Inspiriert von meiner vorherigen Entdeckung, Die Alchimistin von Kai Meyer, war ich auf dieses Hörspiel sehr gespannt. Dieses wurde übrigens vom Zaubermond-Verlag produziert. Und ich wurde nicht entteuscht. Wieder haben die Sprecher und die Tontechniker es fertiggebracht, eine komplexe Story auf unheimlich spannende Art zu erzählen.

Auch wenn ich gerade den Soundtrack für nicht ganz so gelungen finde, wie es bei der Alchimistin der Fall war, ist dieses Hörspiel jede Minute ein Genuss!

Außer beim Zaubermond-Verlag selbst, könnt ihr das Hörspiel auch bei anderen Händlern und im freien Handel bekommen.

Rezension: Die Alchimistin von Kai Meyer

Letztens kam ein Kumpel zu mir und drückt mir 8 CDs in die Hand. „Alter, das musst du hören, da fällst du vom Hocker!“, sagte er.
„Ach Mensch, ich muss noch diesen Film gucken, das Buch lesen, das Spiel spielen … Ich brauche mehrere Leben, um das alles zu schaffen! Hast du zufällig noch 4 oder 5 davon rumliegen? Leben, meine ich!“
„Aber genau darum geht es doch!“, sagte er, und weckte meine Neugierde.
Zwei Tage, genau zwei Tage konnte ich der Neugierde Widerstehen. Dann jedoch, dann schob ich die erste CD in den Player … und hörte erst auf, als die letzte durch war …

Aura Institoris war die Tochter von Nestor Institoris, der sich mit Alchimie und dem Stein der Weisen beschäftigte. Wie die meisten, war er auf der Suche nach dem ewigen leben. Seine Tochter, Aura, wird durch die Umstände des Todes von Nestor dazu gebracht, selbst die Alchimie zu studieren, obwohl sie zuerst kein Interesse daran hatte. jedoch bringt sie es bald zur Perfektion. Sie entdeckt das Geheimnis des Gilgamesch-Krauts, und erlangt die Unsterblichkeit.

In den 8 Teilen wird die Geschichte um Aura Institoris und den Umständen so detailliert beschrieben, die Familiengeschichte, was ihre Familie, bzw. ihr Vater mit den Templern zu tun hatte, dass man bald meint, man wäre mitten drin. Auch die Erörterung der Frage, ob die Unsterblichkeit eher ein Fluch, oder ein Segen ist, finde ich sehr bemerkenswert.

Die Auswahl der Sprecher ist fantastisch, die Geräuschkulisse so real, dass man den Wind fast spürt, die See fast riecht, wenn man aufmerksam und entspannt zuhört. Und der Soundtrack ist bombastisch!

So ganz sicher bin ich mir nicht, aber die Geschichte scheint so von 1880 bis 1916 zu spielen, mitten in den ersten Weltkrieg hinein.

Ich kann diese 8-teilige Hörspielreihe nur empfehlen. Aber Vorsicht, nehmt euch Zeit, denn wenn ihr mal angefangen habt … so leicht hört ihr nicht mehr auf … 🙂

Ihr könnt die Reihe bei den üblichen Quellen beziehen, wobei ich die Reihe schon bei Amazon und Romantruhe gesehen habe. Und bei einer dieser Quellen werde ich mir meine CDs auch bestellen, denn leider musste ich die CDs von meinem Kumpel zurückgeben. 🙁