Interessantes Gewinnspiel

Ich bin ja normalerweise für Werbung nicht zu haben. Und bei Gewinnspielen bin ich auch immer recht vorsichtig. Aber heute hat mir eine Brieftaube eine Mail auf den Schreibtisch fallen lassen, die ich zuerst ignoriert habe. Aber irgendwie hat mich das nicht losgelassen, also hab ich mal ein wenig im Web herumgeklickt. Und irgendwie finde ich es doch faszinierend. Fernsehen wird durch wywy nämlich interaktiv. Sie sagen über sich selbst:

wywy offers broadcast monitoring and detection solutions for creating interactive TV Second Screen applications that are in perfect sync with users TV viewing.

Mein Englisch ist nicht das aller beste, aber auch nicht ganz schlecht. Für mich klingt das, als könne man damit zum einen Einschaltquoten messen, als auch den Zuschauer interaktiv teilnehmen lassen. Letzteres ist nämlich das, was die Mail beschreibt.

Da ich zu faul bin, mir jetzt einen eigenen Text auszudenken, kopiere ich einfach mal den relevanten Teil der Mail hier rein:

Im Vorfeld zum Kinostart des neuen Films von J.J. Abrams “Star Trek – Into Darkness” starten wir von wywy gemeinsam mit TELE 5 (DER Adresse für Star Trek Fans im deutschen Free-TV) unseren neuen virtuellen und interaktiven Trekkie-Treff.

Was ist wywy? Wir haben eine Social TV-App entwickelt, mit der sich der Nutzer parallel zum Fernsehen in Sendungen einchecken kann. Die App erkennt die laufende Sendung dabei am Ton (klingt fast wie eine Star Trek-Technologie, oder?).

Für Teilnehmer am virtuellen Treff gibt’s Folgendes:

• Spezielle Trophäen beim Check-in in Star Trek-Folgen auf TELE 5 holen (Hier eine Übersicht der Trophäen)
• Mit Freunden oder anderen Fans über die laufende Sendung chatten und Meinung direkt über Social Media teilen
• TV-Bonuspunkte sammeln und gegen attraktive Prämien eintauschen
• Star Trek-Outfits aus der Sendung entdecken und nachkaufen
• Mit jeder gesammelten Trophäe am exklusiven Gewinnspiel teilnehmen (läuft bis 9.5.)

Vorsicht, der Link führt zu Facebook, nur, falls ihr auch so Facebook-Allergiker seit wie ich… :-)

Beim Gewinnspiel gibt’s tolle Preise zu ergattern, zum Beispiel exklusive Science Fiction Comic-Bücher von cross cult oder von Fans gestaltete und merkando produzierte Star Trek Shirts.

Wie ich schon sagte, klingt spannend. Um teilnehmen zu können braucht ihr die wywy-App. Die Android-App gibt es hier und die iOS-App gibt es hier.

Ich habe zwar noch Screenshots von den Apps, aber da ihr euch diese in den jeweiligen AppStores sowieso ansehen könnt, verzichte ich darauf, diese hier hochzuladen. Ich selbst habe kein Android-Telefon, aber ich werde definitiv die iPhone-App testen und mitteilen, ob diese mit VoiceOver auch funktioniert. Das wäre insbesondere für die blinden Leser hier interessant.

Weitere Informationen zu Star Trek Interaktiv findet ihr hier.

Na, dann mal allen viel Erfolg. Übrigens, die Aktion läuft bis zum 31.05., so dass auch Fedcon-Besucher mitmachen können.

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Kommentar: Die Conomania der @Fedcon

“Wir hätten da die Ring-Con, die Fedcon, die Bloodycon, die Galaxycon, … Wie, du hast noch Geld? Das Jahr hat noch viele Tage…”

Man muss sich zwangsläufig fragen, was da los ist bei den Machern der Fedcon. Die einmalige Captains Table könnte man ja irgendwo noch verstehen, aber die anderen 20 Sondercons? Eine Hobbitcon, wer genau braucht die? Ist nicht genau für dieses Themenspektrum die Ringcon vorgesehen gewesen? Aber anstatt sich auf die Haupt-Conventions zu beziehen, werden zu allen möglichen und unmöglichen Themen Sondercons hochgezogen. Warum dann nicht noch eine Galacticacon, Torchwoodcon, Dr-Who-Con, und wer weiß, was sonst noch?

Als Besucher jedoch stellt man sich eigentlich nur eine einzige Frage: Auf welche der verdammten 100 Cons gehe ich denn jetzt? So kommt zur Galaxycon der Darsteller von Odo (sorry dass ich den Namen jetzt nicht schreibe, ich kann ihn ja nicht mal richtig aussprechen). Der ist ein Star-Trek-Darsteller aus Deep Space Nine und hätte ihn eher der eigentlichen Fedcon zugeordnet. Warum genau er jetzt zur Galaxycon kommt, und nicht zur Fedcon, wird wohl auf Ewig das Geheimnis der Macher bleiben.

Ich jedenfalls frage mich, wieso ich so blöde war, so früh ein Fedcon-Ticket zu kaufen. Ich kann mir im Jahr nur eine Veranstaltung leisten, und so geht mir Odo wieder durch die Lappen. Und wer weiß, wann der je wieder nach Deutschland kommt. Ich habe jedenfalls aus dieser Farce gelernt und werde mir erst ein Ticket kaufen, wenn alle Cons mit allen Gaststars feststehen, damit ich genau die zu sehen bekomme, die ich auch sehen will.

Ob diese Fragmentierung in viele einzelne Kleinveranstaltungen gut sind, mag jeder für sich beantworten. Ich empfinde es als gewaltigen Nachteil, da ich so nur noch zwischen Kompromissen wählen kann. Und hier mal eine Frage an die Macher dieser tausenden von Kleincons: Wenn ich ein Fedcon-Ticket habe, kriege ich das Galaxycon-Ticket wenigstens vergünstigt?

Versteht mich Bitte nicht falsch. Ich Mag die Fedcon, und ich freue mich auch schon auf die in 2013. Ich bin immer noch der Meinung, dass es die am barrierefreisten gestaltete Veranstaltung ist, auf der ich je war. OK, deren Shop ist was anderes, dieser “Ich bin der geilste Javascript-Programmierer und Usability und Accessibility gehen mir am Arsch vorbei”-Mensch bräuchte zwar mal ein Firmware-Update, oder das durch ein Riss im Raumzeit-Kontinuum in die Gegenwart gefallene Forum aus den Anfängen des Internets sprechen zwar eine andere Sprache, aber zum Glück sieht die Veranstaltung an sich um Längen besser aus als das meiste, was ich bisher besucht habe.

Also halten wir mal alle gespannt die Luft an und warten ab, wieviele Cons es wohl 2014 geben wird! Ich persönlich hätte gerne eine Space 2063 Con! Oh, da würde ich richtig Geld hinlegen!

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Trekdinner Weihnacht 2012

Eines meiner Lieblings-Events ist wirklich mittlerweile das Weihnachts-Trekdinner des Trekdinner Mittelhessen. Auch dieses Jahr, am 1. Dezember, war es wieder soweit. Und dieses Mal ging echt die Post ab, sag ich euch!

Alle Jahre wieder das gleiche Elend! Immer fragt der Klingolaus nach Gedichten, und wer hat keins? Na? Fast alle! :-) Aber ausgerechnet die Gäste bringen eine ausgewachsene Klingolaus-Weihnachtsgeschichte mit! Großartig, auch der Vortrag der Geschichte. Ich muss unbedingt dran denken, mir nächstes mal auch was einfallen zu lassen. Sonst gibt’s wieder Arrrrsch Fulllll! :-) Aber der Klingolaus wäre nicht der Klingolaus, wenn nicht doch jeder sein Weihnachtspäckchen bekommen hätte.

Auch die Location in Wetzlar, das Altuna, war sehr gut gewählt. Obwohl das kleine Räumchen, in dem wir untergebracht waren, sehr klein war und aus allen Nähten zu platzen drohte, das Essen war unschlagbar! Und nach dem Essen kam dann der Riesenknaller!

Dr. Hubert Zitt hielt extra für uns noch mal einen seiner beliebten Vorträge, diesmal zum Thema Star Wars, und was man damit so alles für Spaß haben kann. Extrem amüsant, jedenfalls gab es, wie zu erwarten, jede menge zu lachen. Der Mann rockt jedes Mal den Raum, ob Fedcon-Saal oder kleines Restaurant. :-)

Wie jedes Jahr gab es auch diesmal wieder eine Versteigerung selbst mitgebrachter Geschenke, sozusagen die Katz im Sack (aber bitte mit klingonischem Akzent aussprechen, ich weiß nicht, wie ich das schreiben soll…). Kurz gesagt, niemand weiß, was in dem Paket ist, was er da ersteigert, ist echt spannend. Ich hab es diesmal mit einigen DVDs ganz gut getroffen. Der Erlös der Versteigerung kommt einem guten Zweck zugute, allerdings würde es den Rahmen weit sprengen, wenn ich diesen jetzt im Detail erläutern wollte. Ich guck mal, ob der Klingolaus irgendwo was verlinkt hat. Vielleicht steht was auf seiner Facebook-Seite.

Vollgefuttert, totmüde und sehr zufrieden mit dem Abend sind Heike und ich dann erst mal ins Hotel gegangen, weil wir in Wetzlar übernachtet haben. Ist doch recht spät geworden, da hätte sich die Fahrt zurück etwas schwierig gestaltet. Aber ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Trekdinner-Events, ob es das Grilltrek, ein Ausflug mit dem Trekdinner United oder das nächste Weihnachtstrekdinner ist!

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Technikmuseum Speyer, so viel zu gucken, und so wenig Zeit!

Es war ein recht sonniger Tag am 29.09. Zwar hat der Wetterbericht was von bewölkt und evtl. Regen erzählt, dazu ist es aber zum Glück nicht gekommen. Und so hatten Heike und ich einen sehr anstrengenden Tag im Technikmuseum in Speyer verbracht.

Man weiß gar nicht, wohin man zuerst gucken soll. Alles ist ein einziges großes Kamil-Paradies, Flugzeuge hängen an der Decke, Oldtimer stehen herum, Dampflocks, und wer weiß, was sonst noch. Und das schöne ist, das meiste kann man anfassen, oder sogar rein gehen. Wie diese Lok hier z. B.:

Dampflock von oben fotografiert

Diese Lock ist eine aus dem Jahre 1920. Aber fragt mich nicht genauer, so gut kenne ich mich mit Locks nicht aus und alles, was auf der Infotafel stand, habe ich mir auch nicht gemerkt. Man kann in diese Lock einsteigen, zumindest dort, wo man die Kohle herbekommt. Wenn man daneben steht, ist man doch etwas überrascht, was für ein Monstrum von Lock das ist.

Autos aller Klassen und Epochen waren zu sehen, fast alle sahen so aus, als könnte man einfach mal eben einsteigen und losfahren. Sogar Messerschmitt Kabinenroller haben wir dort gesehen. Ich glaube, das letzte mal, das ich so ein Ding gesehen habe, war in einem Film in den 80ern. Und viel Musik! Ganze Jahrmarktsinstallationen standen da, mechanische Musikinstrumente. Die funktionieren sogar, man muss nur einen Euro reinwerfen. Auch ein altes Kettenkarussell stand da so rum.

Draußen geht’s dann richtig rund! Flugzeuge, Hubschrauber, sogar ein U-Boot! In der riesigen Antonov AN22 war ich drin, was für ein Monster von Flugzeug!

Da steht noch eine Boeing 747 rum, ich glaube, das ist sogar die, die bei Galileo gezeigt wurde. Da war ich natürlich auch drin. Aber warum können die das Teil nicht auf den Boden stellen? Was für eine Kletterei! Und wenn man dann nach den gefühlt 1000 Stufen oben angekommen ist, ist es heiß wie in einem Backofen. Als ich dann etwas belustigt gefragt habe, warum es in diesem Flugzeug denn keine Klimaanlage gäbe, es sei ja fast wie bei der Deutschen Bahn, hatte ich alle Lacher auf meiner Seite! :-) Aber der Blick vom Flügel des Riesenvogels ist schon beeindruckend gewesen.

Im U-Boot war ich auch. Aber davon konnte ich leider keine Bilder machen. Da ist kaum Platz für mich, geschweige denn für das Kanonenrohr von Objektiv. Aber auch hier, man kann alles anfassen, an den Hebeln ziehen, oder an den Rädern drehen. Was für eine enge beklemmende Vorstellung, da drin zu arbeiten. Ich konnte ja raus, aber wenn das Ding einmal untergetaucht ist, ist man erst mal da drin gefangen.

Und zum Schluss war ich natürlich auch noch in der Raumfahrtausstellung. Allerdings haben wir diese nur recht oberflächlich gemacht, weil wir beide durch das ständige Klettern auf Plattformen selber platt waren. Da steht eine Buran, die russische Kopie des Space Shuttles. Aber wenn ich die Doku noch richtig in Erinnerung habe, ist die nie geflogen.

Aber Guckt euch mal das Bild hier an:

Ich vor einer riesigen Turbine

Das ist doch mal eine Turbine, was? Nur, damit ihr mal die Proportionen einschätzen könnt. Ich bin 1,80 Meter groß und die Turbine steht etwa 2 bis 2,5 Meter hinter mir. So genau weiß ich das nicht, ich schätze nur. Was für ein riesiges Ansaugrohr!

Anschließend haben wir beide uns bei einem schönen IMAX-Filmchen entspannt. Danach war es auch schon wieder Zeit für die Heimreise. Speyer ist doch ein gutes Stück weg von Marburg, von wo wir losgefahren sind.

Aber hier muss ich wieder hin. Ich habe die Raumfahrtausstellung nur oberflächlich angesehen, und gerade die Buran wollte ich schon etwas genauer betrachten. Außerdem will ich noch ins Technikmuseum Sinsheim. So weit ich gehört habe, steht da eine Concorde rum, und das geht ja gar nicht, dass ich davon noch keine Fotos habe! Da will ich auch drin rumklettern, wie hier in Speyer. :-)

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Blinder Fotograf? Klar geht das!

Oft sehe ich, oder meine Freundin, Leute, die mich komisch ansehen, weil ich in einer Hand einen Blindenstock, in der anderen Hand eine Videokamera oder einen Fotoapparat habe. Gut, wirkt schon etwas befremdlich, aber ganz ehrlich? So schwer ist das gar nicht mal.

Ich filme auch gerne. Habe ich früher oft gemacht. Und das ist eigentlich auch gar nicht so schwer. Selbst, wenn man den Sucher oder das Display nicht sehen kann, hält man die Kamera so, dass sie mit dem Unterarm eine Linie bildet, kann man einfach mit dem Arm ungefähr in die Richtung zielen, die man gefilmt haben will. Die recht weitwinkligen Objektive tun dann ihr übriges. Auch ums Scharfstellen braucht man sich nicht kümmern.

Zugegeben, ein Filmer oder Fotograf kann viel mehr aus dem Bild holen, weil er bestimmte Parameter anpassen kann, wie Belichtung und Sensorempfindlichkeit. Aber in den meisten Fällen gelingen so super Bilder. Die Kameras bieten oft für bestimmte Situationen vorgegebene Programme, und weiß man, wie man diese entsprechend umschaltet, gibt es auch hier nur extrem selten totale Verluste.

In letzter Zeit jedoch stelle ich fest, dass ich viel lieber fotografiere. Ich weiß nicht mal, woran das genau liegt, aber ich fotografiere lieber. Und das habe ich mit den unterschiedlichsten Kameratypen getan.

Von den misslungenen Fotos diverser Handykameras reden wir mal lieber nicht! :-) Aber später kamen dann, je nach Budget, diverse digitale Kompaktkameras dazu. Diese waren, zu Anfangs, in ihren Möglichkeiten und Auflösungen so begrenzt, dass auch hier nicht viel möglich war. Seit längerem fotografiere ich jetzt mit einer Canon SX120IS, mit der ich bereits wirklich gute Bilder gemacht habe. Auch auf der Fedcon habe ich bisher damit gute Fotos gemacht.

Auch hier habe ich mich zunächst von der Automatik und den Szenenprogrammen unterstützen lassen. Hier kamen in der Regel auch fantastische Bilder raus. Aber es gab halt auch gewaltige Ausnahmen. So kam die Belichtungsautomatik mit der Belichtung der Fedconbühne manchmal so ins Gehege, dass die Bilder grausam überlichtet waren. Vorteil, ist ja digital, mach einfach 50 Bilder, da werden schon 2 oder 3 brauchbare darunter sein! :-) Und es stimmt, es waren immer brauchbare dabei. :-)

Um dieses Problem zu umgehen habe ich mich in die tiefere Materie von Belichtung, Blende, Verschlusszeit und ISO-Werten eingelesen. Mein Sehrest reicht noch aus, um diese Einstellungen am Display der Kamera durchführen zu können. So habe ich es bei verschiedenen Testaufnahmen geschafft, eine Dämmerungsszenerie auch so aussehen zu lassen, als sei es in der Dämmerung, und nicht am helllichten Tag. Nachteil, man dreht und drückt sich ‘nen Wolf, bis man die Einstellungen hat, das dauert schon mal eine bis 2 Minuten. Bis dahin könnte das Motiv weg sein, was auch nicht lustig ist.

Jetzt hatte ich die Gelegenheit, mal für knapp eine halbe Stunde mit einer Spiegelreflexkamera herumzuspielen. Das Teil macht nicht nur wesentlich plastischere Fotos, die viel realistischer wirken, man kann förmlich reingreifen und sich was aus dem Foto pflücken. Auch die Einstellungen selbst sind schneller gemacht, weil es für fast jede Einstellung einen eigenen Knopf gibt, und man nicht erst durch das Menü fummeln muss. Statt eine Minute zu brauchen, hatte ich Blende, Verschlusszeit und ISO in knapp 20 Sekunden so eingestellt, wie ich es haben wollte. Und die Auslösung, das Teil fotografiert fast sofort, statt erst knapp 2 Sekunden rumzurödeln.

Der Nachteil für mich ist, dass ich mehr mit dem Sucher, statt mit dem Display das Motiv auswählen muss. Man könne das Display dazu verwenden, sagte mir der Eigentümer, aber das wäre nicht so im Sinne des Erfinders. Nun, der Erfinder hat halt nicht mit mir gerechnet… :-)

Auch, wenn es etwas befremdlich wirken mag, dass ein Blinder fotografiert, ich mache es sehr gerne. Vor allem, weil ich die Dinge, die mich wirklich interessieren, dann in aller Ruhe an einem großen Bildschirm, oder jetzt an meinem schönen großen Fernseher, genau betrachten kann. Ich sehe so mehr, als in Natura, so dass es letztlich sogar für mich eine gewisse Art von Sehhilfe geworden ist, bestimmte Dinge zu fotografieren und in Groß zu Hause anzusehen.

Und gerade, weil ich mit dieser Spiegelreflex rumspielen durfte, jagt mich wieder dieses böse böse habenwillmonster, dass mich zwingen will, auf den Bestellen-Knopf zu drücken! :-) Mal gucken, wer gewinnt! Aber in der Zwischenzeit hab ich hier ein Foto für euch, welches ich am 25.08.2012 in Frankfurt gemacht habe. Da waren wir mit dem Trekdinner United im Deutschen Filmmuseum und später auf dem Main Tower. Dieses Foto ist eines von denen, die ich oben auf dem Tower gemacht habe. Ich hab einfach mal eines ausgewählt, könnte sein, dass es nicht das beste ist. Aber von knapp 200 Metern über dem Boden sieht Frankfurt schon cool aus!

Auch dieses Foto wurde mit der Canon Powershoot SX120IS im Modus Landschaft gemacht.Blick vom Main Tower aus.

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GMX – Moderne Wegelagerer!

Ich habe seit einer Ewigkeit eine GMX-Mailadresse. Seit meinem Umstieg auf das iPhone und Mac nutze ich auch IMAP bei GMX. Damit ich das nutzen kann, musste ich auf einen kostenpflichtigen Account wechseln. Soweit, so gut.

Gestern sperrt mir GMX, ohne Vorankündigung oder Information meinen Account. Mit Thunderbird am Windows-PC war ich nicht mehr in der Lage, Mails zu senden. Komischerweise empfangen ging noch. Warum das witzig ist, komme ich gleich noch zu. Zunächst dachte ich an einen Serverfehler und wartete ab. Da diese Fehlermeldung aber nicht wegging, habe ich mich auf der Weboberfläche einzuloggen versucht. Dies schlug fehl, es erschien eine Seite, die mich zum Einrichten eines neuen Passwortes nötigte. Warum, war mir zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht klar.

Nun, mein GMX-Account ist also gesperrt, aber dennoch kann ich lesend mit Thunderbird drauf zugreifen? Es stellte sich dann heraus, dass es wohl Angriffsversuche auf GMX-Konten gab, weswegen man diese Passwort-Nummer eingerichtet hatte. Gut, aber wenn es Angriffe gab, wieso ist mein GMX-Account dann immer noch lesbar? Sollte eine Sperrung nicht irgendwie vollständig sein? :-) Sehr merkwürdig, das!

Zum Freischalten des Accounts muss man einen Grafikcode lösen.

Bitte geben Sie die Zeichen aus dem Bild ein. Das stellt sicher, dass dieses E-Mail-Konto von einem Menschen verwendet wird.

Gut, ich bin Blind und somit kein Mensch. Aber es wird noch viel schöner:

Sollten Sie das Bild nicht lesen können, wenden Sie sich bitte an den GMX Support unter der Nummer 0900/1000877.

Ja, nee, is klar! Wenn du schon blind bist, gib eben mehr Geld aus! Dat hättet ihr wohl gerne?!

Aber zur offensichtlichen Wegelagerei kommt noch fast grenzenlose Inkompetenz! Ich habe über Twitter versucht, Kontakt mit GMX aufzunehmen. Das ist zunächst auch gelungen. Man bot mir an, sich mit mir in Verbindung zu setzen, dazu müsse ich eine PM schreiben. Auf meine Frage, an welche Mailadresse und mit welchem Betreff, bekam ich zunächst keine Antwort. Nach mehr als einer Stunde stellte sich dann heraus, dass die GMX-Experten DM, also Direct Message auf Twitter, meinten, und nicht PM, Private Mail. Und die wollen mich vor Cyberkriminellen schützen? Das einzige, was die gerade schützen, ist mein Account vor meinem eigenen Zugriff.

Ich habe also per DM meine Mailadresse mitgeteilt und gehofft, dass nun was passiert. Aber das war gestern um 18:09 Uhr. Seither ist nichts passiert. Es wird also nicht ohne die 0900er Nummer gehen. Das Tolle ist, ich habe gerade wegen eines Anbieterwechsels kein Festnetz. Wie teuer wird mich das mit einem Handy kommen?

Bei so viel Ignoranz und offenkundiger Inkompetenz kann ich nur den Kopf schütteln. Nicht mal seine eigenen Kunden kann man informieren. Bezahle ich für meinen ProMail-Account so wenig, dass es unmöglich ist, vor der Sperrung eine Mail zu schicken? Da sich GMX ja nicht mehr meldet, weiß ich nicht, wie lange mein Account noch gesperrt bleibt. Und das als Moderator von TuKSuB, einer Mailingliste mit mehr als 330 Mitgliedern. Habt ihr fein gemacht, GMX!

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DHL, die nächste Runde

Die Sache mit der DHL geht in eine neue Runde. Im Moment bin ich echt nicht sicher, wie ich das jetzt werten soll. Aber mal hier mein Schreiben zum heutigen Vorfall an die DHL:

soeben war der Zusteller bei mir, um mich auf meine Beschwerde anzusprechen. Entweder hat der Zusteller nicht verstanden, warum ich mich beschwert habe, oder Sie haben es nicht verstanden und falsch weitergegeben. Anders kann ich mir das “Beleidigte Leberwurst”-Verhalten des Zustellers nicht erklären.

Er sagte mir, er sei seit 4 Jahren Stammzusteller für meine Anschrift. Gut, dann frage ich mich, wieso er jetzt sein Verhalten geändert hat. Er sagte ebenfalls, er hätte die Pakete bei meiner Mutter oder meiner Schwester abgegeben, weil er mich nicht stören wolle. Warum er mich nicht stören wolle, oder warum er glaubt, er würde mich stören, wollte oder konnte er nicht beantworten. Daher bleibt mir hier nur Spekulation.

Des weiteren kündigte er an, er würde meine Pakete nur noch mir übergeben, und sollte ich nicht anzutreffen sein, unverzüglich eine Benachrichtigungskarte ausstellen und die Sendung wieder mitnehmen. An Nachbarn oder Familie würde er diese nicht mehr übergeben, und ich müsse dann halt selbst sehen, wie ich an meine Sendung komme.

Wie gesagt, keine Einsicht, keine Begründung, nur beleidigtes Auftreten.

Ich vermute daher, dass in naher Zukunft vermehrt Benachrichtigungskarten anstatt Sendungen bei mir ankommen werden. Zumal Ihr Zusteller dies ja quasi angekündigt hat. Springe ich nicht schnell genug zur Tür, dann Karte.

Daher möchte ich ausdrücklich festgehalten wissen, dass diese Angelegenheit mit nichten abgeschlossen ist. ich will keine Sonderbehandlung, keine falsche oder fälschlich angenommene Rücksichtnahme, sondern ich will behandelt werden, wie jeder Empfänger auch. Pakete an mich direkt, bin ich nicht anzutreffen, dann evtl. Nachbarn aber dann mit Benachrichtigungskarte.

Sollte ich eine Benachrichtigungskarte erhalten, obwohl ich zu Hause war, werde ich die Sendung nicht abholen und sie so oft zwischen Absender und Ihnen pendeln lassen, bis Sie es schaffen, die Sendung an mich zuzustellen oder der Absender sich bei Ihnen oder mir beschwert.

Ich habe von Anfang an nicht erwartet, dass Sie das Problem lösen können, und ich habe recht behalten.

Hm, das könnte noch mal spannend werden.

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Selbstverpflichtung, die blödeste Idee ever!

Gerade habe ich in den Nachrichten gehört, dass die Schadstoffgrenzen in Kinderspielzeug erhöht werden sollen. Macht ja auch nix, sind ja nur Kinder *ironie* Wen interessiert es da, dass sie 1,5 mal mehr Quecksilber im Spielzeug haben können? Wer macht sich nur so absurde Gedanken? Nun, meiner bescheidenen Meinung nach doch nur, wer der Industrie in den Allerwertesten klettert.

Und dann höre ich, die Bundesregierung habe bereits eine Klage angestrengt. OK, wenn es funktioniert, dann ist es doch gut. Aber dann kommt, der Wirtschaftsminister solle doch eine Selbstverpflichtung mit den Spielzeugherstellern vereinbaren. Und, wie genau soll das funktionieren?

Man stelle sich mal folgende Situation vor: Ihr gebt einem Junkie eine Spritze in die Hand und sagt, ich gebe dir 50 Euro, wenn du dich selbst dazu verpflichtest, diese Spritze nicht zu benutzen. Der Junkie sagt natürlich zu. Was glaubt ihr, macht der Junkie in der ersten Sekunde, in der ihr nicht zuguckt? Und eure 50 Euronen sind dann auch futsch!

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mir geht die EU immer mehr auf die Nerven!

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Wuppertal und die Kultur

Heute morgen sah ich einen Beitrag auf einem der dritten Programme zum Thema “Kultur”. Ein großes deutsches Institut hat 30 Städte deutschlandweit auf ihr kulturelles Angebot untersucht. Auf dem letzten Platz: Wuppertal. Kulturelles Angebot also quasi nicht vorhanden.

Das schrie geradezu nach einem Zorro der Kultur für Wuppertal. Und der kam dann auch in Form des TV-Beitrags. Man verwies gerade zu trotzig auf das Wuppertaler Tanztheater und das Orchester, die internationale Erfolge feiern würden, auf das v. d. Heydt-Museum, wo sich die “Besucher die Beine in den Bauch stehen” und fügte dazu, dass man ja noch fünf Privattheater habe und es auch sonst genug freie Künstler gäbe.

Außerdem würde ich eine Schwesternstatistik besagen, dass die Wuppertaler viel Geld in die Kultur stecken würden. Kann ja sein – aber nicht in die Wuppertaler Kultur.

Ich war bereits mehrfach in Wuppertal und ich frage mich jedes Mal: die in dem TV-Beitrag so hoch gelobte Kultur Wuppertals – wo ist sie denn? 21:00 Uhr abends in Wuppertal – und es ist nichts, aber auch rein gar nichts los. Um 20:00 Uhr schließen die Geschäfte und ab da ist tote Hose. Und zwar richtig. Man sieht auch kaum noch Leute auf der Straße. Die sind entweder zu Hause – oder aber in Düsseldorf, das Platz 11 der Tabelle belegt und feiern dort die Kultur, die Wuppertal nicht hat.

Der Veranstaltungskalender der Wuppertaler Seite spricht da für sich. Wo sind denn die fünf privaten Theater in dem Kalender? Wo sind all die Lesungen, die kulturellen freischaffenden Künstler, die Wuppertal doch laut Beitrag hat? Das einzige, was immer wieder mal sporadisch der Stadt Leben gibt, sind die Stadtfeste oder verkaufsoffene Sonntage, da ist Wuppertal so voll, dass man meinen könnte, es gäbe etwas umsonst.

Als Gegenvergleich: die Stadt, in der ich wohne, ist deutlich kleiner als Wuppertal, hat aber keinen Abend, an dem nicht irgendwo was zum Gucken und Hören ist. Es gibt Solokünstler, Poetry-Slam, Varieté oder einfach nur mal richtig geile Mucke.

Also-Wuppertal? Quo vadis?

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DHL wird beleidigend!

Ach ja, *seufz* die liebe DHL, mir wär ja so langweilig ohne sie! Denn heute hat der Homo Sapiens Wuppertalensis Transportikus mal wieder zugeschlagen!

Heute sollte mir ein Paket zugestellt werden. Ist auch angekommen. Aber wie schon so oft im letzten Jahr, nicht bei mir, sondern bei einem Nachbarn. In diesem konkreten Fall bei meiner Mutter, die auch hier im Haus wohnt. Prinzipiell finde ich das ja nett, wenn Nachbarn Pakete annehmen, wenn ich nicht zu Hause bin. Aber wenn ich zu Hause bin, und es wird nicht mal geklingelt? Da dies ja schon öfter passiert ist, hat meine Mutter mal ganz frech gefragt, warum der Fahrer das Paket nicht direkt bei mir abgeben würde. Die Antwort lies sie dann ziemlich Sprachlos zurück. Er möchte mich nicht stören, sagte er! Ich schlafe nicht, ich bin nicht krank, ich habe auch nichts ansteckendes, ich bin nur blind.

Diese andauernde Diskriminierung und Beleidigung seitens DHL werde ich mir nun nicht mehr gefallen lassen. Ich werde Rücksprache mit meinem Anwalt halten und entsprechende Schritte einleiten.

Warum ich jetzt so hart bin, fragt ihr? Ganz einfach, ich habe es zig mal versucht, der DHL das Problem nahezubringen. Immer wieder versprach man mir, man würde sich um das Problem kümmern. Aber da ich nicht sehe, dass hier überhaupt um was gekümmert wird, muss ich wohl eine härtere Gangart einlegen.

Ich hab’s friedlich versucht, aber die DHL will ja offenbar beleidigen und diskriminieren. Nun gut, dagegen gibt es Gesetze, und mein Anwalt wird gerne das Geld in Empfang nehmen, um der DHL diese Gesetze mal etwas näher zu erläutern.

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