Archiv der Kategorie: Rezensionen

Rezensionen von büchern, Filmen, Hörspielen usw.

Van Canto, A Capella Heavy Metal, geht das überhaupt?

Als ich auf ProSieben im Quatsch Comedy Club diese Band sah, dachte ich auch nur, „Oh wei, was wird das denn jetzt?“. Aber je länger das Medley lief, desto neugieriger wurde ich. Irgendwie erinnerte mich das daran, wie ich selber zu meinen Lieblingsliedern vor der Anlage sitze und „dudududu dam dam ratata“ vor mich hindudelte. Nur, diese Leute machten das auf der Bühne, koordiniert und meinten das auch noch ernst! Es gefiel mir, aber ich muss ehrlich sagen, ich hatte Bauchschmerzen vor lachen. Nicht, weil es blöd war, sondern weil jemand mit etwas auftrat, was ich für mich immer als blöd angesehen habe. Stellt euch mal vor, jemand hätte mich dabei gesehen, wie ich da so Gitarren und so nachmache… Aber bei den Leuts von Van Canto klang das total gut irgendwie. Und es war mal was völlig anderes.

Also kaufte ich mir „A Storm to Come“, das erste Album von Van Canto. Und es war riesig gut. Viele Songs haben mir richtig gefallen. Zwar musste ich immer noch grinsen bei der Vorstellung, jemand würde mich beim Mitsingen ertappen… 🙂 Aber es bohrte sich so ins Ohr, und wollte da nicht mehr raus… 🙂

Beim Album „Hero“, dem zweiten Album, lachte ich nicht mehr! Spätestens hier war klar, die meinen das völlig ernst und können das auch noch derartig gut, dass es eine wahre Freude war, das Album zu hören. Die Covers von Blind Guardian, auch eine meiner Lieblingsbands, Nightwish und Iron Maiden waren so detailliert und mächtig arrangiert, dass es einem schon eine Gänsehaut gemacht hat.

Als dann noch „Tribe of Force“ rauskam, konnte ich kaum glauben, dass man das noch steigern kann. Auch, dass Gastsänger wie Tony Kakko von Sonata Arctica oder der Sänger von Grave Digger dabei waren, war der Hammer. Zumal ich Sonata Arctica vorher gar nicht kannte, aber jetzt so ziemlich alle Alben von denen habe. Das war eine sehr schöne Nebenentdeckung. 🙂

Steigerung um Steigerung, und die Spannung wuchs. Fast jede Woche mindestens ein mal habe ich auf der Website von Van Canto nachgesehen, wann denn das nächste Album rauskommt. Und kürzlich war es so weit, „Break the Silence“ erschien am 23.09.2011. Und wie man an meinen Tweets sehen konnte, hat mich das Teil echt vom Hocker gerissen! Also ganz ehrlich, 12 Titel, davon 11 Ohrwürmer, das muss denen erst mal wer nachmachen!

Dumm ist nur, ich habe die Variante bei iTunes gekauft. Da fehlt Track 13, „A Storm to Come“. Ich hatte jetzt bei einem Freund die Gelegenheit, das Stück zu hören, und ich bin echt enttäuscht, das ich nicht die CD gekauft habe. Dieses Stück muss man echt haben. Achtet also darauf, wenn ihr das Album kaufen wollt.

Ich frage mich echt, ob eine Steigerung überhaupt noch geht. Was da aus iTunes rausgefallen ist, ist Heavy Metal vom feinsten, A Capella natürlich! 🙂

Wer sich übrigens mal einen Eindruck davon machen will, wie das denn so klingt, kann sich auf Van Cantos Homepage umsehen. Die haben auch einen offiziellen Youtube-Kanal, wo viele offizielle Videos zu finden sind. man muss also nicht die Katze im Sack kaufen… 🙂

Ich bin mir sicher, von denen hören wir noch einiges! Zumindest hoffe ich das doch mal. Eine derart schräge Idee, die derart eingängig und fesselnd präsentiert wird, ist schon genial!

In diesem Sinne, RAKKA-TAkKA Mo….. Na, dass ist dann doch nix für dieses Blog… Ich meine, der ganze und unzensierte Spruch… 🙂 Aber die Vancantians wissen schon, was da hingehört… 🙂

„Die Nacht der lebenden Trekkies“

Ich möchte mal die schöne Ecke hier nutzen, um ein bisschen Werbung für dieses Buch von Kevin David Anderson und Sam Stall zu machen, welches im HEYNE-Verlag erschienen ist.

Gleich vorneweg: ein Muss für jeden Trekkie. Wer kein Trekkie ist, sollte sich zumindest etwas mehr mit ST auskennen, ansonsten versteht er manche Seitenhiebe nicht.

Worum geht es? In Houston findet die GulfCon statt, eine ST-Con. Der Hauptcharakter, der witzigerweise Jim Pike heißt und ein traumatisierter Soldat im Ruhestand ist, arbeitet dort im Hotelpersonal. Er wartet auf seine Schwester, die mit einem kleinen Trupp anderer Trekkies bald auch eintrifft. Zunächst ist die Con ruhig, aber dann verändern sich plötzlich einige der Gäste – genauer gesagt, sterben sie und stehen als blutrünstige Zombies wieder auf. Und nicht nur das Hotel scheint betroffen, sondern auch die ganze Stadt. Pike, seine Schwester und eine kleine Gruppe von Nichtinfizierten (inklusive eines Redshirts) versuchen, aus dem Hotel zu verschwinden, was angesichts der Toten mal gar nicht so einfach ist. Und Pike wird schnell klar, diese Zombies sind nur ein Teil eines noch größeren Masterminds…

Die 35 Kapitel des Buches, die – und das ist mal eine richtig coole Idee – nach ST-Episoden benannt sind und sich auf 300 Seiten verteilen, sind randvoll mit Seitenhieben auf ST. Die Handlung ist flüssig geschrieben, eine wundervolle und sehr detailreiche Hommage auf Sciene-Fiktion und drittklassige Alien- und Zombiefilme, angefangen von der Location, über die liebevoll gestalteten Charaktere bis hin zum großen Finale.

Das Buch macht sich über sich selbst lustig, ohne zu sehr ins Lächerliche abzutrifften.

Die ca. 9,00 Euro sind in diesem Buch wirklich gut angelegt.

Noch ein paar Worte zum Elfenprinzen

„Die Tragödie der Wissenschaft ist die Annahme ihrer Unfehlbarkeit. Gäbe es einen Stern für jede wissenschaftliche Erkenntnis, die widerlegt wurde, der Himmel wäre nicht groß genug!“

So, oder so ähnlich, beginnt das Musical. Und über die Story hat Heike ja schon berichtet. Aber ich hab da doch noch die eine oder andere Anmerkung … 🙂

Der Professor der Archäologie klang sehr verdächtig nach Marcel Reich-Ranicki. 🙂 und dann das „… Fakten, Fakten, Fakten…“ nun, ratet selbst, wonach das klingen könnte… 🙂 Und der Spruch im dritten Akt: „Wir haben einen Kobold, und wir werden ihn benutzen…“ durfte natürlich auch nicht fehlen. 🙂 Man sieht also, das Ganze war auch mit viel Humor gemacht.

Die Musik war eine wahre Vielfalt an Stilrichtungen. Mal klang es so, wie man sich irische Musik halt so vorstellt, mal eher nach Techno mit irischen Elementen, mal hart und Rockig, manchmal sogar ein bisschen wie Rammstein… 🙂 Man verzeihe mir den Vergleich, aber Musikstil und Stimme passten da einfach mal dazu… 🙂

Von der grünen Insel nach Palästina, von dort nach Indien und dort gegen den Priester der Göttin Kali kämpfen sollten die Helden. Die Musik passte natürlich zu jedem Abschnitt der Reise.

Alles in allem war es eine recht einfache, aber dennoch fesselnd inszenierte Geschichte. Ich werde in jedem Falle zusehen, ob ich von dem vorherigen Musical, „Finigan und der Kobold“, DVDs finde. Das möchte ich schon gerne auch noch sehen. Und wenn G. O. D. wieder mal so ein Musical veranstalten, bin ich auf jeden Fall dabei!

Rezension: Der Elfenprinz

Am gestrigen Samstag waren ich,  Kamil und Kumpel Martin in Kassel-Lohfelden und haben uns dort das Musical der Band G. O. D. angesehen.

Zu G. O. D.: das sind ca. 10 Musiker, die Celtic Rock bzw. Irish Speed spielen. Sie treten in abwechselnden Besetzungen auch regelmäßig in Irish Pubs auf. Die Band gibt es schon eine ganze Weile und sie haben eine beachtliche Anzahl an CD´s herausgebracht.

„Der Elfenprinz“ ist das Fortsetzungsmusical von „Finnegan und der Kobold“, welches G. O. D. zwischen 2005 und 2007 21 Mal in Deutschland aufgeführt hat und damit auch recht erfolgreich war.

Zum Elfenprinz: ein Professor aus Oxford findet zu Beginn der Handlung Hinweise darauf, dass die Kelten viel früher als angenommen in die fernöstlichen Länder reisten und präsentiert drei Beweise dafür: einen Dolch, ein Steinbild und einen Beutel mit Amuletten keltischen Ursprungs.

Die Geschichte erzählt nun, was es mit den drei Gegenständen auf sich hat.

Im Reich der Elfen herrscht Entsetzen: die indische Göttin Kali lässt den jungen Elfenprinzen entführen, damit er ihr in einem grausamen Ritual geopfert werden soll und sie ihr böses Werk auf der Erde fortsetzen kann. Tragischerweise ist das Elfenkind der letzte König, würde er also sterben, wäre das das Untergang des Reichs der Feen und Elfen.

Der Herr der Finsternis (in diesem Fall ist das nicht der Teufel, sondern so etwas wie der oberste Beschützer dieses magischen Reiches) entsendet den Krieger Finnegan und seinen Freund, den namenlosen Kobold auf eine geheime Mission, den Elfenprinzen zu retten.

Das Musical erzählt ihre Reise. Natürlich geht am Ende alles gut, das Gute siegt über das Böse.

Die Show fand in einem Bürgerhaus in Lohfelden statt, in dem ca. 900 Leute Platz finden. Ursprünglich war die Stadthalle Kassel angekündigt, aber das hat wohl nicht funktioniert.

Das Besondere an dem Musical ist die Aufmachung im Stil von „Riverdance“ – das heißt, dass die Geschichte mit Celtic Folk untermalt wird und der traditionelle irische Steptanz nicht fehlen darf.

Natürlich hatte eine Band wie G. O. D. nur beschränkte finanzielle Mittel und auch beschränkte Möglichkeiten der Umsetzung (sie sind ja nun nicht ein Peter Maffay oder ein James Last), aber ich für meinen Teil fand die Show sehr gelungen. Die Kostüme waren einfach, die Bühne klein und Musikeinspielungen kamen teilweise vom Band. Aber die Jungs wussten mit zu reißen und das Publikum mit zu nehmen.

Als sie ihre fetzigen Songs spielten, rockte die gesamte Halle mit.

Man musste viel Sitzfleisch haben…die Show ging in drei Akten von 20:00 Uhr bis kurz nach 23:00 Uhr, aber mit einer Stunde Show kann man keine derartige Geschichte erzählen. Für die Hungrigen gab es in den 15minütigen Pausen Leckeres vom China-Restaurant nebenan.

Natürlich gab es auch hier obligatorische Nörgler, die sich nicht richtig informiert hatten und dann gleich wieder gingen oder mit Zwischenrufen ihrer Unzufriedenheit Luft machten, aber die hat jeder Künstler und die Standing Ovations am Ende sprachen für sich.

Bedauerlicherweise waren Ton- und Filmaufnahmen verboten, aber ich kann die Band nur wirklich wärmstens empfehlen.

FedCon 19: noch ein Bericht….

Ich war die vollen drei Tage auf der FedCon.

Am Donnerstag fand das obligatorische Vortreffen statt, das dieses Jahr mit einigen Schwierigkeiten verbunden war. Es wurden 43 Plätze reserviert, aber irgendwie vergessen mitzuteilen, auf welchen Namen, so dass am Donnerstag letztlich doch jeder saß, wo er wollte…

Ganz nebenbei erfuhr man dann, dass die FedCon 2011 in Düsseldorf stattfindet. Das Maritim dort soll großzügiger sein, selbst der kleinste Saal muss dort größer sein als der kleinste Saal hier.

Am Freitag war schon volles Programm… u. a. gab es zwei neue Fanfilme der „ST-New Voyages“-Reihe zu bewundern. Im Anschluss daran war James Cawley zu Gast, der in der Serie den Captain Kirk spielt. Wusstet ihr, dass die Fanserie aus eigenen Mitteln finanziert wird? Paramount hat Einnahmen nämlich nicht erlaubt, weil das Geld ginge ja dann an Paramount. Es wurden in mühevoller Arbeit die Sets erstellt und jedes Jahr kommen etwa 500 Leute aus aller Welt zusammen, um den nächsten Film zu drehen.

Ganze sechs Jahre läuft die Sache schon und Cawley hat noch einige Jahre vor, er erklärte auch, dass er die Serie so beenden möchte, dass sie am ersten Kinofilm anknüpft. Für ihn ist die Frage: wieso gehen Kirk, Spock und McCoy getrennte Wege? Wieso zerbricht das Band, wie es in ST I deutlich wird? Man darf gespannt sein.

Cawley erzählte auch u. a. , wie er an Walter Koenig kam, der eine Gastrolle in der Serie als alternder Chekov hatte. Koenig brachte viel Emotion ans Set und bewies, wie sehr er noch Chekov ist. Als er zum Abschluss sich auf der Brücke an „seinem“ Platz hinsetzte, kreuzte er unbewusst die Beine- wie er dies in TOS getan hatte. Es war ein wundervoller Moment…:)

Später hatte ich dann das Panel von Manu Intiraymi (Icheb), der das zweite Mal in Deutschland ist. Man merkte deutlich, dass der kleine „Borg-Boy“ (was Manu überhaupt nicht gerne hört…) aus den Kinderschuhen gewachsen ist. So stellte er ein eigenes Filmprojekt vor, in dem es auf humoristische Weise um Krieg der Pizzalieferanten geht und erläuterte auch, dass er eine eigene Produktionsfirma hat.

Suzie Plakson kam zum Panel zu spät und so unterhielt Ed Wasser (Mr. Morden aus B5), der dieses Jahr den Ersatzmoderator für Marc B. Lee spielte, die Leute ca. 20 Minuten alleine. Im Übrigen möchte ich betonen, dass ich finde, dass Ed trotz einiger Pannen einen sehr guten Job gemacht hat und immer relaxt wirkte für einen „Frischling“.

Suzie Plakson erzählte, dass sie seit ST eher weniger Rollen gehabt hätte, ihre letzte wäre in „How I meet your mother“ gewesen. Dafür konzentriere sie sich mehr auf das Theater. Von Plakson hört man eher weniger, sie sagte auch, dass es  nicht mehr so leicht sei, Rollen zu finden. Dafür hielt sie einen ausführlichen Vortrag über die Vorteile von Yoga.

Später hatte ich noch Kandyse McClure und Luciana Carro im Panel, von diesen Panels habe ich nicht mehr viel im Kopf, weil sie sehr Battlestar-Galactica-spezifisch waren.

Nach der Opening kam Terry Farell als Höhepunkt des Abends. Farell erzählte von ihren Kindern und ihrer Zeit als Mutter und dass sie sich darauf konzentriere, eine gute Hausfrau zu sein. Insgesamt hatte sie naturgemäß weniger zu erzähle, allerdings gab es ein paar nette Gimmicks zu Maske und Set von Deep Space Nine.

Von den Panels am Samstag hat Kamil ja schon erzählt, ich hatte Samstag abend noch Tahmoh Penikett von BSG im Panel, auch hier habe ich leider wenig behalten können.

Ich bin dann Sonntag gefahren, ohne noch einmal auf der FedCon gewesen zu sein, was ich angesichts des Weinkrampfs von Farell auf der Bühne bei der Closing hätte besser tun sollen..:)

Im Nachfolgenden gibts noch ein paar hübsche Bilder zum Guggen:

Ein paar Aliens im Entreebereich des Hotels
Bild von Fans
Der Walker von der Seite
Walker I
Und der Walker mal von vorne mit Herrchen...
Walker II

Kleine Anmerkung: da stecken tatsächlich zwei Menschen drin, die den Walker bewegen…war wohl mindestens ein Jahr Arbeit, wie man gehört hat…hat sich aber gelohnt, gell?

Und praktisch: wenn man dem Walker ins Hotel gefolgt ist (für den übrigens beide Türflügel öffnen musste, sonst wäre er stecken geblieben), hatte man hinter ihm gehend eine herrliche freie Schneise zum Gehen…:)

Der Walker mit Herrchen sitzend
Walker III

„Mach sitz! Braver Walker!“

Der Walker hat keine Lust zum Sitzen...
Walker IV

Der Walker stehend…übrigens sieht man nun sehr gut die beiden Beine. Die zwei Männer im Kostüm stehen auf Stelzen, das ist der „Huf“, den ihr am unteren Ende seht. Insgesamt eine Sache, die gut getimt sein muss, sonst kippt der Walker nämlich um…und wenn dann Fans in seiner Nähe sind, ist das extrem schlecht…

Impressionen vor dem Hotel
Fans II

Einmal ein paar Eindrücke vor dem Hotel – die Herrschaften im Vordergrund sind übrigens meine Freunde vom örtlichen Trekdinner…*Gruß*

Avatar-Alien
Na´vi

Hier seht ihr einen der Gewinner des Kostümwettbewerbs. Es gab eine Avatar-Aktion auf der Con, man konnte u. a. Preise gewinnen, sich von Profis nur im Gesicht als Avatar-Alien schminken lassen oder Ganzkörperpainting betreiben. Es gab auch eine entsprechendes weibliches Ponton, das natürlich gleich mit gewonnen hat.

Die Diva aus "Fifth Elements"
Diva

Und hier…leider aufgrund meines Sitzplatzes etwas weit weg, noch eine Gewinnern des Kostümwettbewerbs…die Diva aus „Das fünfte Element“.

Alles in allem eine gelungene Con- und nächstes Jahr gibts vier Tage Programm in Düsseldorf. Düsseldorf, nimm dich in acht- de Aliens komme!

Fedcon 19: Meine Eindrücke

Wenn ein Muslim nach Mekka pilgert, also zur Haddsch war, darf er seinem Namen ein Haddshi voranstellen. Was aber macht ein Star Trek Fan, wenn er zu seinem „Mekka“ gepilgert ist? 🙂 Ich bin gepilgert, und ich werde euch hier darüber berichten.

OK, als jemand, der mit einer Tageskarte rein will, muss man natürlich früh aufstehen, das war in meinem Falle um 05:00 Uhr! Dann übersieht mich fast noch der blöde Bus und fährt fast weiter. OK, er hat mich mitgenommen und den Zug hab ich auch noch erwischt. In Bad Godesberg angekommen, habe ich mich mit Heike getroffen und bin dann zum Maritim gefahren.

Blick auf das maritim Hotel Bad Godesberg
Maritim Hotel Bad Godesberg

Da ist es, der Tempel des SF-Fans, das, wo jeder mal hinpilgern sollte, das Maritim Hotel Bad Godesberg!

Der eintritt war schnell erledigt, und wir haben es tatsächlich noch rechtzeitig zum ersten Panel um 10:00 Uhr geschafft.

Bedauerlicherweise habe ich es leider nicht geschafft, ein Foto von Ed Wasser zu machen. Da waren die Scheinwerfer zu hell. Aber, seine Stimme, die ist unverwechselbar! Wenn er jetzt noch gefragt hätte, „what do you want“, hätte man Mr. Morden vor sich gesehen und hätte links und rechts von ihm die Schatten erwartet … 🙂

Und was das tolle ist, ich hatte ja gar keine Ahnung, in was für ein Panel ich da reingestolpert bin! Und dann kommt er auf die Bühne! Gordon Michael Woolvett, oder auch bekannt als Harper, der Ingenieur der Andromeda!

Harper mit Saaleindruck
Harper 1

Er präsentierte sich als wirklich netter Mann, der auch viel von den Hintergründen erklärt hat. Vor allem aber fand ich natürlich interessant, dass er von den Streichen, die sie sich immer gegenseitig gespielt haben, erzählt hatte.

Harper rechts mit großer Leinwand links
Harper 2

Interessant fand ich auch, dass sich ein paar der Schauspieler auch vorher schon kannten, durch Fernsehshows oder dergleichen, und dann alle am Ende auf der Andromeda waren. So hat er mit Lexia eine Fernsehshow in Kanada moderiert. Das war in den frühen 90ern.

Harper auf Bühne mit Eindruck vom großen Fedcon-Saal
Harper 3

Was mir halt besonders gut gefallen hat, war seine freundliche Art, mit den Fans umzugehen und die Fragen zu beantworten. Aber, und das merkte man ihm auch an, er ist halt Harper, dazu gehört halt auch der Humor! 🙂

Als nächstes kam dann Seska, also Martha Hackett, auf die Bühne!

Seska mit großem Saal
Seska 1

Auch hier muss man sagen, sehr freundliche Person. Man erwartet von einem eigentlich bösen Charakter ja irgendwie innerlich, dass er auch wirklich so ist, aber ganz und gar nicht!

Seska groß auf Bühne
Seska 2

Vor allem die Episode, wo sie in Voyager ja angeblich das Kind von Chakotay bekommt, fand ich interessant. Sie war nämlich tatsächlich schwanger. Sie erzählte dann halt noch ein wenig darüber, wie sie das mit dem Kind noch gemanaged hatte.

Was ich nicht wusste, aber ein paar andere Fans schon, sie singt auch. Und sie hat uns den Gefallen getan, etwas zum besten zu geben! Die Frau hat eine wahnsinnig gute Stimme! Davon hätte ich gerne noch mehr gehört.

Seska singt
Seska 3

Als nächstes betrat Ba’al, also Cliff Simon, die Bühne!

Ba'al auf Leinwand
Ba'al 1

Nachdem er eine Menge Witze über seine ganz vielen Ba’als gemacht hatte, hat er ebenfalls viele Fragen der Fans beantwortet. Ein Projekt, welches er in Zukunft in Angriff nehmen will, stellte er ebenfalls dem Publikum vor und freute sich über Feedback.

Ba'al sitzend, leicht verwackelt
Ba'al 2

Zur Freude des Publikums erzählte auch er von den Streichen und Scherzen, die sich die Crew immer mal wieder gespielt hat. Auch z. B., wie Richard Dean Anderson und er sich verstanden haben! 🙂

Erstens war da mein Handyakku so gut wie leer, und zweitens mein Magen auch! Denn wir hatten bereits 13:00 Uhr. Also, erst mal was essen. Aber eins sag ich euch, das nächste mal nehme ich eine vernünftige Kamera mit jede Menge Ersatzbatterien mit!

Der Rest des Tages war auch sehr sehr interessant. Es gab einige Aliens zu sehen. Storm Troopers liefen da rum, ein Alien aus dem gleichnamigen Film, vollständig geschminkte Na’vi, Klingonen, jede Menge Starfleet Offiziere, Jabba the Hutt und besagter imperialer Walker. Nur zu schade, dass es so keine Bilder mehr gibt. Nur vom Walker haben wir noch Fotos, aber die wohnen noch in Heikes kamera, da müssen wir die erst rauskopieren! Kommen aber auch noch, ist nämlich unheimlich toll gemacht, das Teil.

Als Fazit kann ich nur eines sagen: NOCHMAL! Wer nicht hingeht, hat selbst schuld! Mein Ticket für nächstes Jahr habe ich schon bezahlt, jetzt hab ich ein Jahr Zeit, für das Hotelzimmer zu sparen. Aber das muss ich wieder haben, das war einfach nur zu cool! Und selbstverständlich berichte ich auch von dort wieder. Die Fedcon 20 wird nämlich 4, statt nur 3 Tage lang sein und in Düsseldorf stattfinden.

Ich hoffe, ich konnte euch vermitteln, was für einen grandiosen Tag ich hatte. vielleicht überlegt es sich der eine oder andere ja noch, dann sehen wir uns in Düsseldorf!

Ich war dabei!

Einen Tag war ich jetzt auf der Fedcon 19. Geil! Und jetzt bin ich kaputt! Aber sobald ich aus den 152 Fotos, die ich gemacht habe, und einiger weiterer, die Heike gemacht hat, die besten rausgesucht habe, gibts einen ausführlichen Bericht! 🙂 Nur so viel in Stichworten:

  • Ich habe Harper gesehen!
  • Ich habe Seska gesehen!
  • Ich habe Baal gesehen!
  • Und ich wurde fast von einem imperialen Walker angegriffen! 🙂

Mehr gibt es später!

Star Trek Online im kurzen Test

Golem hat das neue Online-Rollenspiel Star Trek Online in 60 Minuten einmal angespielt. Was sie dabei erlebt haben, kann man in diesem Artikel nachlesen.

60 Minuten: Star Trek Online – das Alternativuniversum

Sternzeit 2. Februar im Jahr 2010: Für Trekker wird ein Traum wahr – Star Trek Online  geht offiziell an den Start. Golem.de hat sich als junge Trill-Offizierin durch Gänge voller Borg-Angreifer gekämpft und auch schon im All die Waffen glühen lassen.

Also, keinen Schreck kriegen, wenn euch eine USS Golem anfunkt! 🙂

Rezension: Die Geisterseher von Kai Meyer

Die Brüder Grimm haben Friedrich Schiller vergiftet! nein, natürlich nicht, jedenfalls nicht in echt, oder? Also jedenfalls beginnt das Hörspiel damit, dass die Brüder Grimm am Krankenbett friedrich Schillers ihm eine Medizin geben. Dieser übergibt ihnen ein Manuskript, welches sie zu Goethe bringen sollen. Auf dem Weg dort hin werden sie auf der Straße in Weimar überfallen und das Manuskript wird gestohlen. Am nächsten Tag ist Schiller tot. Nun beginnt eine Jagd bis weit hinein nach Polen, um das Manuskript zuerst zu finden, anschließend zu schützen. Denn angeblich soll sich das Geheimnis um die Formel des Steins der Weisen im Manuskript befinden. Selbstredend sind mehrere Gruppen hinter dem manuskript her, und die Brüder Grimm verstricken sich immer tiefer in Verschwörungen und Intrigen.

Inspiriert von meiner vorherigen Entdeckung, Die Alchimistin von Kai Meyer, war ich auf dieses Hörspiel sehr gespannt. Dieses wurde übrigens vom Zaubermond-Verlag produziert. Und ich wurde nicht entteuscht. Wieder haben die Sprecher und die Tontechniker es fertiggebracht, eine komplexe Story auf unheimlich spannende Art zu erzählen.

Auch wenn ich gerade den Soundtrack für nicht ganz so gelungen finde, wie es bei der Alchimistin der Fall war, ist dieses Hörspiel jede Minute ein Genuss!

Außer beim Zaubermond-Verlag selbst, könnt ihr das Hörspiel auch bei anderen Händlern und im freien Handel bekommen.

Rezension: Die Alchimistin von Kai Meyer

Letztens kam ein Kumpel zu mir und drückt mir 8 CDs in die Hand. „Alter, das musst du hören, da fällst du vom Hocker!“, sagte er.
„Ach Mensch, ich muss noch diesen Film gucken, das Buch lesen, das Spiel spielen … Ich brauche mehrere Leben, um das alles zu schaffen! Hast du zufällig noch 4 oder 5 davon rumliegen? Leben, meine ich!“
„Aber genau darum geht es doch!“, sagte er, und weckte meine Neugierde.
Zwei Tage, genau zwei Tage konnte ich der Neugierde Widerstehen. Dann jedoch, dann schob ich die erste CD in den Player … und hörte erst auf, als die letzte durch war …

Aura Institoris war die Tochter von Nestor Institoris, der sich mit Alchimie und dem Stein der Weisen beschäftigte. Wie die meisten, war er auf der Suche nach dem ewigen leben. Seine Tochter, Aura, wird durch die Umstände des Todes von Nestor dazu gebracht, selbst die Alchimie zu studieren, obwohl sie zuerst kein Interesse daran hatte. jedoch bringt sie es bald zur Perfektion. Sie entdeckt das Geheimnis des Gilgamesch-Krauts, und erlangt die Unsterblichkeit.

In den 8 Teilen wird die Geschichte um Aura Institoris und den Umständen so detailliert beschrieben, die Familiengeschichte, was ihre Familie, bzw. ihr Vater mit den Templern zu tun hatte, dass man bald meint, man wäre mitten drin. Auch die Erörterung der Frage, ob die Unsterblichkeit eher ein Fluch, oder ein Segen ist, finde ich sehr bemerkenswert.

Die Auswahl der Sprecher ist fantastisch, die Geräuschkulisse so real, dass man den Wind fast spürt, die See fast riecht, wenn man aufmerksam und entspannt zuhört. Und der Soundtrack ist bombastisch!

So ganz sicher bin ich mir nicht, aber die Geschichte scheint so von 1880 bis 1916 zu spielen, mitten in den ersten Weltkrieg hinein.

Ich kann diese 8-teilige Hörspielreihe nur empfehlen. Aber Vorsicht, nehmt euch Zeit, denn wenn ihr mal angefangen habt … so leicht hört ihr nicht mehr auf … 🙂

Ihr könnt die Reihe bei den üblichen Quellen beziehen, wobei ich die Reihe schon bei Amazon und Romantruhe gesehen habe. Und bei einer dieser Quellen werde ich mir meine CDs auch bestellen, denn leider musste ich die CDs von meinem Kumpel zurückgeben. 🙁