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Noch ein paar Worte zum Elfenprinzen

„Die Tragödie der Wissenschaft ist die Annahme ihrer Unfehlbarkeit. Gäbe es einen Stern für jede wissenschaftliche Erkenntnis, die widerlegt wurde, der Himmel wäre nicht groß genug!“

So, oder so ähnlich, beginnt das Musical. Und über die Story hat Heike ja schon berichtet. Aber ich hab da doch noch die eine oder andere Anmerkung … 🙂

Der Professor der Archäologie klang sehr verdächtig nach Marcel Reich-Ranicki. 🙂 und dann das „… Fakten, Fakten, Fakten…“ nun, ratet selbst, wonach das klingen könnte… 🙂 Und der Spruch im dritten Akt: „Wir haben einen Kobold, und wir werden ihn benutzen…“ durfte natürlich auch nicht fehlen. 🙂 Man sieht also, das Ganze war auch mit viel Humor gemacht.

Die Musik war eine wahre Vielfalt an Stilrichtungen. Mal klang es so, wie man sich irische Musik halt so vorstellt, mal eher nach Techno mit irischen Elementen, mal hart und Rockig, manchmal sogar ein bisschen wie Rammstein… 🙂 Man verzeihe mir den Vergleich, aber Musikstil und Stimme passten da einfach mal dazu… 🙂

Von der grünen Insel nach Palästina, von dort nach Indien und dort gegen den Priester der Göttin Kali kämpfen sollten die Helden. Die Musik passte natürlich zu jedem Abschnitt der Reise.

Alles in allem war es eine recht einfache, aber dennoch fesselnd inszenierte Geschichte. Ich werde in jedem Falle zusehen, ob ich von dem vorherigen Musical, „Finigan und der Kobold“, DVDs finde. Das möchte ich schon gerne auch noch sehen. Und wenn G. O. D. wieder mal so ein Musical veranstalten, bin ich auf jeden Fall dabei!

Rezension: Der Elfenprinz

Am gestrigen Samstag waren ich,  Kamil und Kumpel Martin in Kassel-Lohfelden und haben uns dort das Musical der Band G. O. D. angesehen.

Zu G. O. D.: das sind ca. 10 Musiker, die Celtic Rock bzw. Irish Speed spielen. Sie treten in abwechselnden Besetzungen auch regelmäßig in Irish Pubs auf. Die Band gibt es schon eine ganze Weile und sie haben eine beachtliche Anzahl an CD´s herausgebracht.

„Der Elfenprinz“ ist das Fortsetzungsmusical von „Finnegan und der Kobold“, welches G. O. D. zwischen 2005 und 2007 21 Mal in Deutschland aufgeführt hat und damit auch recht erfolgreich war.

Zum Elfenprinz: ein Professor aus Oxford findet zu Beginn der Handlung Hinweise darauf, dass die Kelten viel früher als angenommen in die fernöstlichen Länder reisten und präsentiert drei Beweise dafür: einen Dolch, ein Steinbild und einen Beutel mit Amuletten keltischen Ursprungs.

Die Geschichte erzählt nun, was es mit den drei Gegenständen auf sich hat.

Im Reich der Elfen herrscht Entsetzen: die indische Göttin Kali lässt den jungen Elfenprinzen entführen, damit er ihr in einem grausamen Ritual geopfert werden soll und sie ihr böses Werk auf der Erde fortsetzen kann. Tragischerweise ist das Elfenkind der letzte König, würde er also sterben, wäre das das Untergang des Reichs der Feen und Elfen.

Der Herr der Finsternis (in diesem Fall ist das nicht der Teufel, sondern so etwas wie der oberste Beschützer dieses magischen Reiches) entsendet den Krieger Finnegan und seinen Freund, den namenlosen Kobold auf eine geheime Mission, den Elfenprinzen zu retten.

Das Musical erzählt ihre Reise. Natürlich geht am Ende alles gut, das Gute siegt über das Böse.

Die Show fand in einem Bürgerhaus in Lohfelden statt, in dem ca. 900 Leute Platz finden. Ursprünglich war die Stadthalle Kassel angekündigt, aber das hat wohl nicht funktioniert.

Das Besondere an dem Musical ist die Aufmachung im Stil von „Riverdance“ – das heißt, dass die Geschichte mit Celtic Folk untermalt wird und der traditionelle irische Steptanz nicht fehlen darf.

Natürlich hatte eine Band wie G. O. D. nur beschränkte finanzielle Mittel und auch beschränkte Möglichkeiten der Umsetzung (sie sind ja nun nicht ein Peter Maffay oder ein James Last), aber ich für meinen Teil fand die Show sehr gelungen. Die Kostüme waren einfach, die Bühne klein und Musikeinspielungen kamen teilweise vom Band. Aber die Jungs wussten mit zu reißen und das Publikum mit zu nehmen.

Als sie ihre fetzigen Songs spielten, rockte die gesamte Halle mit.

Man musste viel Sitzfleisch haben…die Show ging in drei Akten von 20:00 Uhr bis kurz nach 23:00 Uhr, aber mit einer Stunde Show kann man keine derartige Geschichte erzählen. Für die Hungrigen gab es in den 15minütigen Pausen Leckeres vom China-Restaurant nebenan.

Natürlich gab es auch hier obligatorische Nörgler, die sich nicht richtig informiert hatten und dann gleich wieder gingen oder mit Zwischenrufen ihrer Unzufriedenheit Luft machten, aber die hat jeder Künstler und die Standing Ovations am Ende sprachen für sich.

Bedauerlicherweise waren Ton- und Filmaufnahmen verboten, aber ich kann die Band nur wirklich wärmstens empfehlen.