Archiv der Kategorie: Rezensionen

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Rock’n’Roll Picknick

Und es begab sich im Jahre des Herrn 2009 am 15. Tag des August … So geht das ja gar nicht, noch mal zurückspuhlen und von vorn…

Das Herrenwald Stadion in Stadtallendorf war voll! Die Sonne schien, die Grashalme wippten im Takt, die Ameisen steppten, Hummeln flogen Loopings und die Blue Angels der Wespen-Airforce flogen elegante, aber absolut lästige und nervtötende Tiefflugangriffe auf unsere Cola-Becher! Kurz gesagt, 4500 Menschen, mindestens ein Polizeihubschrauber und eine unbestimmte Anzahl weiterer Wesen hatten sich versammelt, um zu picknicken! 🙂 Ja, da saßen tatsächlich Leute mit Picknickdecken im Gras! Wieso auch nicht, das Wetter bot sich ja geradezu an! Aber wer nicht picknicken wollte, da gab es auch Buden mit Döner, Würstchen oder Pizza!

Während Heike und ich also verzweifelt unsere Cola gegen die Blue-Angels-Wespen verteidigten, betrat die erste Vorgruppe die Bühne!

Softeis, eine Band von der ich bisher nie gehört hatte, war die erste Band. Gefiel mir richtig gut. Ein paar Rockklassiker, ein paar Songs, die ich nicht erkannt habe, und auch was von Bon Jovi. Also, wenn ich mitkriege, dass die wieder irgendwo spielen, bin ich dabei. Hat mir außerordentlich gut gefallen, und ein herrlicher Einstieg!

Und was kam dann? Warum, zum Teufel, hat mir niemand gesagt, dass die Rodgau Monotones auftreten?! Dann hätte ich meine CDs von früher rausgeholt und die Texte noch mal durchgeübt! Aber egal, ging ja alles gut! Aber, boa hat das gedauert, bis ich geschnallt habe, wer da singt! Aber richtig geil!

„Ein Leben für Lärm“, hey, das ist doch mal ’ne Ansage! 🙂
„Nutella is all“, ja, da würde mir auch anders werden … 🙂

„Wir sind auf einem Status Quo Konzert“, keift es von links hinter mir!
„Status Quo, waren das nicht die, die Higway to hell gesungen haben?“ Dem tieffliegenden Plastikbecher konnte ich gerade so noch ausweichen! 🙂

Dann natürlich die ganzen Klassiker! Mein Freund Harway, Kleiner Pirat, Frach misch net, … Natürlich war ich am Grölen wie blöde!

„Wann kommt endlich Status Quo?“, krächzte die Stimme links hinter mir!
„Status Quo, ist das nicht der Zustand, den man erreicht, wenn man den ganzen Tag im Bundestag sich gegenseitig in die Tasche lügt und die Sitzung ohne Ergebnis beendet aber glaubt, dem Volk einen Gefallen getan zu haben?“, fragte ich vorsichtig, wieder Ausschau nach Plastikbechern haltend…

Aber die Schimpfkanonade, die dann über mich hereinbrach, tippe ich jetzt nicht ab …. 🙂

Die haben da noch ein paar Sachen abgezogen, leude, die kann man net erzähle, des muss man erlebe! 🙂

Nur eines weiß ich jetzt ganz genau: Ich bin als Hesse geboren, und werde das auch immer bleiben! Wie konnte ich daran nur zweifeln?! Tja, ich als unfreiwillig nach NRW immigrierter Hesse bin wieder zu Verstand gekommen! 🙂

Und dann ging die Sonne unter …

Bühne 1
Bühne 1

Da standen sie, die echten, die einzigen, die einzig wahren, Status Quo!

Leider konnte ich früher keine Bilder machen, weil ich sonst direkt in die Sonne fotografiert hätte. Das hätte nix genutzt.

Bühne 2
Bühne 2

Und die rockten natürlich gleich los. Ich muss zugeben, ich kenne von den meisten Liedern die Namen nicht, aber gehört hatte ich die alle schon mal. 🙂

Bühne gezoomt
Bühne gezoomt

Ich hatte mich bei den Rodgaus ja schon fast heiser gegrölt, aber bei „In the Army now“ verabschiedete sich meine Stimme dann gänzlich.

Bühne gezoomt 2
Bühne gezoomt 2


Insgesamt kann ich nur eines sagen: „GEILER TAG!“

Nur… Eine Frage quält mich jetzt noch: War ich auf einem Status Quo Konzert, wo Rodgau Monotones die Vorgruppe waren, oder war ich auf einem Rodgau Monotones Konzert, wo zufällig auch Status Quo gespielt haben? Ich bin mir da echt nicht mehr sicher … 🙂

Falls in eurer Nähe eine der drei Bands auftreten sollten, kann ich euch nur empfehlen, hinzugehen. Spaß und Rock sind garantiert!

Cecilia Ahern – Vermiss mein nicht

Gerade habe ich per Mail eine Rezension von Jennifer Rößler erhalten, in der sie das Buch „Vermiss mein nicht“ von Cecilia Ahern bespricht. Ich habe das Buch selbst noch nicht gelesen, aber ich finde, ich sollte das mal tun. Wenn ihr neugierig geworden seit, findet ihr das Buch sicher beim Buchhändler eures Vertrauens!

Vergessen werden – hat nicht jeder Angst davor? Jemanden vermisst hat auch schon jeder mal. Wie viele Menschen haben unseren Weg gekreuzt … die wieder verschwunden sind? Lange haben wir sie vermisst – und dann vergessen. Wie oft haben wir eine Socke, ein Buch, eine CD oder andere Dinge nie wieder gefunden? Um vergessene, vermisste Dinge geht es in diesem Buch.
Sandy Shortt ist eine junge Frau mit einer Suchagentur. Sie ist regelrecht besessen davon, vermisste Personen und Dinge wiederzufinden. Als sie noch ein Kind war, verschwand ihre Freundin und seitdem ist sie auf der Suche. Bei ihrem neusten Fall nun verschwindet sie selber. Sie findet eine andere Welt, eine Parallelwelt. Hier landen alle Dinge, die wir im Laufe unseres Lebens nie wiederfinden, auch Menschen, die aus unserem Leben verschwinden und die wir vergessen. Im Gegensatz zu den anderen in dieser Zwischenwelt, setzt sie alles daran, wieder nach Hause zu gelangen. Und nun ist es ein Anderer, der wiederum sie sucht, weil sie ihm viel bedeutet …
Cecilia Ahern hat meiner Meinung nach das Geheimnisvolle wunderschön mit einer zarten Liebesgeschichte verbunden. Es regt doch sehr zum Nachdenken an und man ist sehr schnell in der Geschichte drin und sie fesselt sofort.