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Die @Fedcon 25: Drei Jubiläen

Wie ihr sicher schon gemerkt habt, schreibe ich nicht mehr zu jeder Fedcon einen Bericht. Das macht auch wenig Sinn, da ich mich ja auch nicht ständig wiederholen möchte. Diese Fedcon war jedoch ein kleinwenig anders! Zum einen ist es die Fedcon 25, wodurch sie etwas besonderes ist. Das zweite Jubiläum ist, dass Star Trek 50 Jahre alt wird. Und das dritte, aber nur für mich selbst geltende Jubiläum ist, dass ich während der Fedcon 42 geworden bin, und ihr wisst ja, was das bedeutet? Ich meine, 42, muss ich da noch was zu sagen? 🙂

Das Con-Hotel

Sorry, Leute, aber ich mag Bonn Bad Godesberg nicht! Die Stadt ist OK, aber das Con-Hotel? Es fühlt sich kleiner und komplizierter an. Der einzige Vorteil, den ich bislang erkennen konnte war, man muss seltener Bändchen und Batch vorzeigen. Aber sonst? Enge Flure, kaum Aufzüge, bezüglich der Barrierefreiheit ist das gegenüber dem Maritim in Düsseldorf ein riesiger Rückschritt. Auch hatte ich das Gefühl, dass sich dieses Hotel nicht so gut belüften ließ, die Luft war ständig stickig. In Düsseldorf habe ich das nie so empfunden.

Eine weitere Konfusion war die Bar. Irgendwie war man sich da nicht so ganz sicher, welche Zahlungsmittel denn nun gelten. Ich bekam von 3 Mitarbeitern 3 unterschiedliche Antworten. Ich wollte eigentlich mit Karte zahlen, weil ich in solchen Menschenmengen immer nur exakt so viel Bargeld bei mir habe, wie unbedingt nötig, und keinen Cent mehr. Und bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, ob es geht. Ging aber am Ende, aber ein entspannter Barbesuch sieht anders aus.

Das war es aber schon mit der Nörgelei, der Rest der Fedcon war einfach nur geil! 🙂

Das Programm

Heike und ich haben unser Programm mit der iPhone-App der Fedcon geplant. Das Gute ist, man sieht auch, wo man Pausen hat, das Schlechte, wir hatten kaum welche … 🙂 Teils war es echt schwierig, paar Minuten zum Futtern zu finden… 🙂

Stargäste rechte Seite, Walter Koenig ganz rechts.

Stargäste links, William Shatner ganz links.

Dieses Jahr wurde die Fedcon übrigens von Chase Masterson moderiert, die in Deep Space Nine das Dabo-Mädchen Leeta gespielt hat.

Chase Masterson

Sie ist nett, sie ist sympathisch, aber jedes Mal, wenn ich ihre Stimme höre, sehe ich eine Zeichentrickfigur. Und ich meine das nicht böse oder hämisch oder so. Manche Stimmen zeichnen nun mal ein Bild in meinem Kopf, und bei ihrer Stimme ist es eine Zeichentrickfigur. 🙂

Panels

Leider sind nicht alle Bilder was geworden, die ich auf den Panels gemacht habe. Diesmal habe ich mich aus Faulheit zu sehr auf die Automatik der Kamera verlassen, nächstes Mal werde ich wieder manuell belichten. Teils sind die Leute viel zu hell geraten, weil die Kamera der Meinung war, der Hintergrund sei ja viel schöner und müsse mal hervorgehoben werden. Tja, da irrte sich die Kamera wohl sehr. Aber dazu, wie ich als fast blinder Mensch fotografiere, komme ich später noch.

Robert Beltran, Chakotay in Star Trek Voyager, ist ein richtig humorvoller Mensch. Das Panel mit ihm war einfach nur genial. Aber etwas völlig anderes wird es, wenn dann noch Ethan Phillips die Bühne betritt. Da bleibt dann endgültig kein Auge trocken! Das war einfach nur noch zum brüllen komisch!

Julie Benz

Julie Benz war auch sehr interessant. Sie ist in vielen Rollen zu sehen, mir persönlich ist sie aber durch ihre Rolle als Darla in Buffy oder Angel bekannt.

Ohne Frage waren auch die Panels der Schauspieler der originalen Star Trek Serie ein Highlight! William Shatner war auch sehr lustig, Walter Koenig hatte auch sichtlich Spaß, und George Takei war sauer, weil die Fittnesgeräte im Hotel nicht funktionierten! 🙂 Der Mann ist 79, aber jeden Tag muss er seine 50 Pushups und 100 Situps machen. Puh, da bin ich ja schon bei der Hälfte kaputt!

George Takei

Und diesmal habe ich mich besonders auf James Morrison und Tucker Smallwood gefreut, die beide in diversen Rollen aufgetreten sind. James Morrison z. B. bei Space 2063 als Colonel McQueen, bei 24 als Bill Buchanan, und Tucker Smallwood als Comodore Ross in Space 2063 und in vielen kleineren Rollen in diversen Serien und Filmen. Ich persönlich bin ja ein ziemlicher Space 2063 Fan, weswegen ich ja auch gleich mal eine Frage an James Morrison stellen musste.

Ich habe aber meine Spotlight-Allergie vergessen, Licht geht an, gehirn geht aus, und das erste, was nicht mehr funktioniert, sind die Language-Files… 🙂 Jedenfalls erinnerte ich mich an den Namen von Tucker Smallwood nicht mehr, aber ich musste ja was sagen, alles guckt auf mich… Das mache ich so schnell auch nicht mehr… 🙂

Kuriositäten

Auf der Con gab es auch allerhand zu sehen. Viele kostümierte Fans, von denen ich diesmal keine Bilder machen konnte. Wie gesagt, Kon-Hotel war eng, kuschelig voll und auch etwas dunkel. Aber guckt mal, wer uns da so über den Weg gelaufen ist?

Ein etwa 2 Meter großer Transformer, der sich auch bewegen kann.

Bei den Fotosessions sind Heike und ich auch schon alte Bekannte, man kennt sich, man begrüßt sich, „Ihr kennt das ja schon, euch brauchen wir ja nicht erklären, wie das hier läuft…“. 🙂 Erst später hat Heike dann etwas ziemlich lustiges gefunden:

Handschrift, Ich liebe es, Schlange zu stehen. :-) Darunter in anderer Handschrift: Und wir lieben es, Schlangen zu bändigen, Yippiejayeah!

Erst viel später haben wir rausgefunden, dass da noch mehr so tolle Schilder waren. 🙂

Fotografieren

Ich bin ja echt froh, dass ich vom Fedcon-Personal nicht wegen Filmens rausgezogen wurde. Im Hauptsaal ist Filmen nämlich verboten. Ich habe auch nicht gefilmt, aber die Art und Weise, wie ich Fotos mache, könnte sehr sehr leicht als Filmen missverstanden werden. Ich versuche das mal an einem der schwierigsten Bilder zu erklären.

Ich habe ein recht kleinen Sehrest, der mir aber dann und wann ganz nützlich ist. Auch habe ich ein eingeschränktes Gesichtsfeld, so dass ich nur einen kleinen Ausschnitt dessen sehe, den ein normalsichtiger Mensch sieht.

Ich fotografiere mit einer Canon EOS 600D. Für die Con hatte ich ein 18-135 mm Objektiv dabei. Den Sucher kann ich nur bei Tageslicht oder hellen Räumen nutzen. In so dunklen Umgebungen wie dem Hauptsaal nutze ich Livewiew, wobei mir das Bild auf den 7,5-cm-Monitor der Kamera gelegt wird. Beim Panel von marina Sirtis saßen Heike und Ich ziemlich weit hinten, Reihe 23 oder 24, das habe ich jetzt nicht mehr im Kopf.

Um also ein Bild von Marina machen zu können, schaue ich mir die Bühne erst im Weitwinkel an und suche sie. Da sie was helles an hatte, war es recht einfach, sie gegen den dunklen Bühnenhintergrund zu finden. Nun muss ich sie im mittleren Zielquadrat auf dem Display halten und am Objektiv ganz langsam den Zoom hochdrehen. Dabei muss ich auch jede ihrer Bewegungen mitmachen. Bewegt sie sich zu stark, muss ich von vorn beginnen. Bis ich den Zoomfaktor so eingestellt habe, wie ich das will, kann das bis zu 5 Minuten dauern. Und dieser Vorgang könnte ganz leicht als Filmen missverstanden werden. Bislang hatte ich aber nie Probleme mit den Leuten dort.

Gerade, wenn man so weit weg sitzt, ist es echt schwer, die Kamera ruhig zu halten. Am ersten Tag hatte ich ein Einbeinstativ dabei, aber das Teil war schwer und ständig im Weg, weswegen ich es später nicht mehr mitgenommen habe. Nun muss ich also Marina im Quadrat halten, extrem ruhig atmen und die Kamera möglichst still halten. Auch beim Auslösen muss ich sehr vorsichtig sein. Und dann entsteht so ein Bild:

Marina Sirtis von ganz weit weg fotografiert.

Das war echt anstrengend. Aber das Panel von ihr war der Kracher! Die Frau ist wirklich genial. 🙂 An dem Tag war sie wirklich in Hochform!

Fazit

Das waren sehr anstrengende, aber sehr lustige und schöne 4 Tage. Mir tut, wenn ich an die ganze Rennerei denke, noch alles weh. Aber nächstes Mal müssen wir wirklich auf unsere Essenspausen achten. Das heißt, wenn der Plan es zulässt… 🙂

Leider konnte ich auch in diesem Bericht nicht auf alles eingehen. Die Talks von der ESA z. B. waren grandios, auch Dr. Hubert Zitt hat wieder sein Werk getan und den Saal gerockt, und vieles vieles andere, was ich jetzt nicht erwähnt habe.

Es ist auch immer wieder schön, bekannte wiederzusehen. Ich kenne deren Namen nicht, aber wir treffen die fast auf jeder Fedcon! 🙂 Irgendwann mal schreibe ich mir deren Namen oder Nummern auf. Aber auf der Fedcon denen zu begegnen, sich lustig zu unterhalten und dergleichen, ist doch auch schön? 🙂

Mindestens ein Mal sollte man die Fedcon mitgemacht haben, und wenn es nur für einen Tag als Tagesgast ist. So habe ich auch angefangen, und die Fedcon 25 war meine 6. 🙂

Fedcon 22: Waaar sonst noch was? Ach ja…

Einige meiner Eindrücke über die Fedcon 22 habe ich ja schon hier geschrieben. Aber wie so oft gibt es eine Menge mehr Aspekte zu einer Sache. Klar, die Bilder, die Panels und das alles machen einen sehr großen Teil der Fedcon aus. Aber da ist noch so viel mehr:

Man kommt immer mal wieder mit Menschen und Aliens ins Gespräch, die man sonst nie kennengelernt hätte. Nehmen wir nur mal die Star Trek Into Darkness Vorpremiere. Wir hatten uns da längere Zeit mit einem schweizer Pärchen unterhalten. War sehr interessant. Oder am Donnerstag, im chinesischen Restaurant Bambusgarten, dort auch mit einer ganzen Gruppe von Leuten unterhalten, von denen ich größtenteils nicht mal die Namen weiß. Na und? 🙂 Würde ich im normalen Leben nie machen, aber irgendwie ist die Fedcon, und das alles darum herum, etwas anderes.

Wir haben auch Freunde wieder getroffen, die wir nur von der letzten Con oder anderen Cons her kennen. Keinen von denen, zumindest geht das mir so, kenne ich woanders her.

Es ist auch die Atmosphäre, was die Con ausmacht. Es ist voll, es wird gedrängelt, aber alle sind mehr oder weniger entspannt, und ich für meinen Teil laufe da immer durch wie ein 5 jähriges Kind, welches man in einen Gummibärchenladen gesetzt hat und gesagt hat, pass mal auf, wir sind mal für 2 Stunden weg, aber nix anfassen! Na, was glaubt ihr wohl, macht der Kamil genau dann? Natürlich, sich bedienen! Was denn sonst? Überall gibt es was zu sehen, hören und bestaunen, ob es Kostüme sind, Dinge in den Händlerräumen, oder einfach nur die Atmosphäre um einen herum.

Man kauft sich Foto-Session-Tickets und freut sich darüber, dass man was zum an die Wand hängen und rumzeigen hat. Was man aber stattdessen manchmal bekommt, ist ein Foto, und manchmal auch eine Geschichte dazu. Wie zum Beispiel hiermit:

Von links nach rechts, Robert O'Reilly, Heike, ich, J. G. Hertzler

Das Bild mit den Klingonen in voller Maske haben wir letztes Jahr auf der Fedcon gemacht. Wobei Heike hier als eine Art Katzenwesen, ich habe den Namen der Spezies leider vergessen, verkleidet ist, und ich habe eine Star Trek Uniform aus TNG an. Soweit, so gut, zunächst ist es erst mal nur ein Bild. Dieses Jahr waren die beiden wieder da. Wir kommen gerade vom Flughafen, über die Brücke zum Hotel, und Robert O’Reilly und J. G. Hertzler kommen uns entgegen. Er blickt uns an und Heike ist sich sicher, dass er uns erkannt hat.

Oder das hier:

Von links nach rechts, Heike, Casper Van Dien, ich

Auch hier, erst mal nur ein Bild. Aber es wird plötzlich viel mehr, wenn man auf Einlass zum Konzert wartet, Casper Van Dien an einem vorbei läuft und „Hi“ sagt. Vor allem, wenn man weiß, man war gemeint.

Oder das hier:

Von links nach rechts, Garrett Wang, ich, Heike, Robert Beltran, Ethan Philips

Oh, ja, fast hätte ich dieses Bild ruiniert! Kurz vor dem Foto waren wir noch im Panel mit den dreien. Und da kam auch die Sache mit den Vornamen für Chakotay und Neelix auf. Natürlich musste ich, Scherzkeks, der ich nun mal bin, die beiden mit ihren „neuen“ Vornamen ansprechen. Das hatte zur Folge, dass Garrett neben mir gegrinst hat, und ich mich genau in dem Moment zu ihm umgedreht habe, wo der Fotograf ausgelöst hat. Zum Glück wurde das Bild nochmal aufgenommen.

Keine dieser Geschichten kann man mit dem Ticket kaufen. Sie passieren dir, oder sie passieren dir nicht. Aber wenn sie dir passieren, und du hast außer buntem Papier noch eine Geschichte, macht es das um so wertvoller! Und das ist, abseits der Panels und Autogramme und Fotos und Merchandizing so ziemlich das, was für mich die Fedcon wirklich ausmacht.

Ich habe zwar mal für die Fotos bezahlt, aber ich hoffe ja immer noch, dass ich für die Veröffentlichung auf dem Blog nicht gevierteilt und zur Abschreckung auf der Fußgängerbrücke zwischen Flughafen und Maritim ausgestellt werde… 🙂 Urheberrechte sind ja kaum noch zu durchschauen.

Und ich sage es auch dieses Jahr gerne wieder: Der Shop der Fedcon mag grausig sein, im Sinne der Barrierefreiheit, aber die Veranstaltung an sich sucht ihres gleichen! Vorbildliche Behindertenbetreuung, nette Helfer, insgesamt ein sehr angenehmes Umfeld. Da kommt man gerne wieder.

So, und falls ich nichts wichtiges vergessen habe, war das jetzt alles. Ansonsten schreibe ich halt noch einen dritten Blogeintrag… 🙂

Fedcon 22: Die Conedy

Nein, das ist kein Schreibfehler, das ist wirklich so gemeint! Das waren 4 Tage Comedy auf der Con pur! Selten so viel gelacht! OK, zugegeben, das ist erst meine 3 1/2 Con, die Fedcon 19 ist nur als Halb zu werten. Da war ich nur ein Samstags-Tagesgast, um mal Con-Luft zu schnuppern und mich für die Fedcon 20 anzumelden.

Ich weiß auch, dass ich mit meinem Con-Bericht echt spät dran bin. Macht nix, letztes Jahr gab es ja gar keinen. Aber was soll ich jetzt noch schreiben, was nicht Dutzende vor mir geschrieben hätten? Statt also die Inhalte der Panels 1:1 nachzuerzählen, was sinnlos wäre wegen der Pointen, schildere ich mal nur so paar Eindrücke und zeige euch mal ein paar schöne Fotos, die ich dort gemacht habe.

Diesmal ist es echt schwer gewesen, paar gute Fotos für diesen Beitrag auszuwählen. Mit der neuen Kamera war die Ausbeute so hoch, dass ich am liebsten alle einstellen würde, aber da reicht mein Webspace nicht aus, fürchte ich. Fangen wir also hiermit an:

Startendes Flugzeug bei bedecktem Himmel

Was das Flugzeug mit der Fedcon zu tun hat, fragt ihr? Na, rein gar nix! 🙂 Außer vielleicht, dass ich Flugzeuge cool finde, die Fedcon im Maritim-Hotel am Düsseldorfer Flughafen stattfand und ich am Sonntag mir mal die Zeit genommen habe, auf die Aussichtsplattform zu gehen, um ein bisschen Flugzeugbilder zu machen. 🙂

Für mich als stark Sehbehinderten ist es enorm von Vorteil, dass ich schon das 3. Mal in Düsseldorf bin. Das hat den Vorteil, dass ich mich größtenteils auskenne und falls nötig, mich auch allein zurechtfinden könnte. OK, Heike und ich haben mehr oder weniger die gleichen Interessen, so dass sich die Panels, zu denen wir wollen, so gut wie nie überschneiden. Sollte es aber mal so sein, dass Heike in ein anderes Panel will, als ich, würde das daher kein Problem mehr darstellen. Mittlerweile finde ich die Säle oder zumindest markante Treffpunkte allein wieder. Auch im Flughafen selbst finde ich mich schon recht gut zurecht.

Wie ich schon sagte, es war purer Fun. Und das ging am Mittwoch auch schon los. Was für ein Glück, dass Heike, Andreas und ich Star Trek Into Darkness schon am Mittwoch Abend gucken konnten. Ich liebe Vorpremieren. Übrigens, kannte jemand die 2 einsamen Persönchen im Kinosaal, die keine Fedcon-Tasche dabei hatten? Hat die wer auf die Fedcon hingewiesen? 🙂

Und wie jedes Jahr ist es auch diesmal so gewesen, man geht durch die Tür des Maritim und fühlt sich gleich zu Hause, endlich wieder Fedcon! 🙂

Garret Wang und Fergal, die Fedcon-Katze!

Und natürlich ist auch dieses Jahr Fergal, die Fed-Cat, unterwegs gewesen. Hier ist Garrett Wang, der MC, und Fergal, das Maskottchen, auf einem Bild gemeinsam zu sehen, so dass man mal mitbekommt, wie groß Fergal eigentlich ist. Mir tut die Person in dem Kostüm ja immer Leid, das muss sau heiß da drin sein!

Was auch sehr witzig war, war das Panel mit Robert Beltran, Commander Chakotay, und Ethan Philips, Neelix, von der Voyager-Crew.

Robert Beltran und Ethan Philips

Die beiden sind echt witzig. Übrigens, nun wissen wir auch den Vornamen von Chakotay, der ja in der Serie nie genannt wurde… Hm, nur, war das jetzt ein Scherz, oder ernst gemeint? Wer kann das bei dieser Con überhaupt noch sagen? 🙂 Nun, jedenfalls meinte jemand, der Vorname sei Seymour, wobei ich ja fast glaube, da guckt jemand zu viel Simpsons. 🙂

Das Panel mit Linda Park, die in Enterprise die Hoshi Sato spielt, war auch sehr nett.

Linda Park

Ich war schon fast so weit, zum Mikrofon zu laufen und zu fragen, ob sie denn auch im echten Leben so viel mit Sprachen zu tun hat, aber da hat mich wer erlöst und vorher die Frage gestellt. Gut, dann musste wenigstens nicht ich mir da einen zurechtformulieren. Zwar hatte ich die Frage im Kopf schon fertig, aber ich bin mir sicher, wenn ich dann am Mikro gestanden hätte, hätte ich alles wieder vergessen gehabt. Man stellt sich das immer so einfach vor, gehe zum Mikrofon und frag einfach. Aber man ist doch, schon beim vorformulieren, extrem nervös. Vor allem dann, wenn man seinen Englischkenntnissen nicht wirklich vertraut…

Wer mich sehr angenehm überrascht hat, war Patti Yasutake, die in The Next Generation die Schwester Ogava auf der Krankenstation spielt. Klar, ist quasi nur eine Nebenrolle, aber die haben oft die interessanteren Geschichten zu erzählen.

Patti Yasutake

Und genau so war es dann auch. Bei ihrem ersten Panel im Hauptsaal habe ich nur nebenbei zugehört, aber da wusste ich dann schon, zum zweiten Panel im kleineren Saal muss ich hin. Und daher stammt auch dieses Foto.

Was leider sehr schade ist, vom Kostümwettbewerb sind keine Fotos was geworden. Entweder waren diese unterbelichtet, überbelichtet, oder jemand stand direkt vor meiner Linse. Aber gerade gegen das letztere kann man ja kaum was unternehmen. Was die Belichtung betrifft, da verlasse ich mich nächstes Mal mehr auf die Automatik. Viele der Bilder in den Sälen habe ich manuell eingestellt.

Dieses Jahr, hatten jedenfalls Heike und ich den Eindruck, waren deutlich weniger Kostümierte unterwegs. Aber die, die da waren, waren super. Wollt ihr mal was wirklich witziges sehen?

Ein Alien im Vollkostüm, also auch mit Helm und so, trinkt mit Strohhalm aus Flasche

Heike hat gesagt, ich soll mal da hin zielen und abdrücken. Als sie mir dann sagte, was ich da fotografiert habe, konnte ich nicht mehr vor Lachen. Ich weiß gar nicht, ist das jetzt ein Alien aus dem Film, Aliens, oder was genau ist das? Wie auch immer, jetzt muss ich nur noch einen Darth Vader beim Essen erwischen! 🙂

Ach, und dieser kleine Kollege hier lief auch da so rum!

R2D2, der Astro-Droide aus Star Wars

Eine Gruppe Wookies war auch da unterwegs, aber wie gesagt, hab ja leider nicht unendlich Webspace.

Leider konnten wir nicht alle Panels sehen, einige der wirklich witzigen sind uns leider durch die Lappen gegangen. Aber man ist auch nur Mensch und einen Zeitumkehrer wie Harry Potter hatten wir nicht, obwohl wir den dringlichst gebraucht hätten! Aber dafür haben wir einiges nicht verpasst, wie z. B. die wirklich tollen Vorträge von Dr. Hubert Zitt, oder nessi als anmutige Waltelfe… 🙂

Das war ein spitzenmäßiges verlängertes Wochenende. Mehr kann man dazu echt nicht sagen. Zwar hatten einige Gäste abgesagt, auf die ich mich wirklich gefreut hatte, aber mit etwas Glück kommen die ja nächstes Jahr. Ich jedenfalls auch.

Interessantes Gewinnspiel

Ich bin ja normalerweise für Werbung nicht zu haben. Und bei Gewinnspielen bin ich auch immer recht vorsichtig. Aber heute hat mir eine Brieftaube eine Mail auf den Schreibtisch fallen lassen, die ich zuerst ignoriert habe. Aber irgendwie hat mich das nicht losgelassen, also hab ich mal ein wenig im Web herumgeklickt. Und irgendwie finde ich es doch faszinierend. Fernsehen wird durch wywy nämlich interaktiv. Sie sagen über sich selbst:

wywy offers broadcast monitoring and detection solutions for creating interactive TV Second Screen applications that are in perfect sync with users TV viewing.

Mein Englisch ist nicht das aller beste, aber auch nicht ganz schlecht. Für mich klingt das, als könne man damit zum einen Einschaltquoten messen, als auch den Zuschauer interaktiv teilnehmen lassen. Letzteres ist nämlich das, was die Mail beschreibt.

Da ich zu faul bin, mir jetzt einen eigenen Text auszudenken, kopiere ich einfach mal den relevanten Teil der Mail hier rein:

Im Vorfeld zum Kinostart des neuen Films von J.J. Abrams “Star Trek – Into Darkness” starten wir von wywy gemeinsam mit TELE 5 (DER Adresse für Star Trek Fans im deutschen Free-TV) unseren neuen virtuellen und interaktiven Trekkie-Treff.

Was ist wywy? Wir haben eine Social TV-App entwickelt, mit der sich der Nutzer parallel zum Fernsehen in Sendungen einchecken kann. Die App erkennt die laufende Sendung dabei am Ton (klingt fast wie eine Star Trek-Technologie, oder?).

Für Teilnehmer am virtuellen Treff gibt’s Folgendes:

• Spezielle Trophäen beim Check-in in Star Trek-Folgen auf TELE 5 holen (Hier eine Übersicht der Trophäen)
• Mit Freunden oder anderen Fans über die laufende Sendung chatten und Meinung direkt über Social Media teilen
• TV-Bonuspunkte sammeln und gegen attraktive Prämien eintauschen
• Star Trek-Outfits aus der Sendung entdecken und nachkaufen
• Mit jeder gesammelten Trophäe am exklusiven Gewinnspiel teilnehmen (läuft bis 9.5.)

Vorsicht, der Link führt zu Facebook, nur, falls ihr auch so Facebook-Allergiker seit wie ich… 🙂

Beim Gewinnspiel gibt’s tolle Preise zu ergattern, zum Beispiel exklusive Science Fiction Comic-Bücher von cross cult oder von Fans gestaltete und merkando produzierte Star Trek Shirts.

Wie ich schon sagte, klingt spannend. Um teilnehmen zu können braucht ihr die wywy-App. Die Android-App gibt es hier und die iOS-App gibt es hier.

Ich habe zwar noch Screenshots von den Apps, aber da ihr euch diese in den jeweiligen AppStores sowieso ansehen könnt, verzichte ich darauf, diese hier hochzuladen. Ich selbst habe kein Android-Telefon, aber ich werde definitiv die iPhone-App testen und mitteilen, ob diese mit VoiceOver auch funktioniert. Das wäre insbesondere für die blinden Leser hier interessant.

Weitere Informationen zu Star Trek Interaktiv findet ihr hier.

Na, dann mal allen viel Erfolg. Übrigens, die Aktion läuft bis zum 31.05., so dass auch Fedcon-Besucher mitmachen können.

Kommentar: Die Conomania der @Fedcon

„Wir hätten da die Ring-Con, die Fedcon, die Bloodycon, die Galaxycon, … Wie, du hast noch Geld? Das Jahr hat noch viele Tage…“

Man muss sich zwangsläufig fragen, was da los ist bei den Machern der Fedcon. Die einmalige Captains Table könnte man ja irgendwo noch verstehen, aber die anderen 20 Sondercons? Eine Hobbitcon, wer genau braucht die? Ist nicht genau für dieses Themenspektrum die Ringcon vorgesehen gewesen? Aber anstatt sich auf die Haupt-Conventions zu beziehen, werden zu allen möglichen und unmöglichen Themen Sondercons hochgezogen. Warum dann nicht noch eine Galacticacon, Torchwoodcon, Dr-Who-Con, und wer weiß, was sonst noch?

Als Besucher jedoch stellt man sich eigentlich nur eine einzige Frage: Auf welche der verdammten 100 Cons gehe ich denn jetzt? So kommt zur Galaxycon der Darsteller von Odo (sorry dass ich den Namen jetzt nicht schreibe, ich kann ihn ja nicht mal richtig aussprechen). Der ist ein Star-Trek-Darsteller aus Deep Space Nine und hätte ihn eher der eigentlichen Fedcon zugeordnet. Warum genau er jetzt zur Galaxycon kommt, und nicht zur Fedcon, wird wohl auf Ewig das Geheimnis der Macher bleiben.

Ich jedenfalls frage mich, wieso ich so blöde war, so früh ein Fedcon-Ticket zu kaufen. Ich kann mir im Jahr nur eine Veranstaltung leisten, und so geht mir Odo wieder durch die Lappen. Und wer weiß, wann der je wieder nach Deutschland kommt. Ich habe jedenfalls aus dieser Farce gelernt und werde mir erst ein Ticket kaufen, wenn alle Cons mit allen Gaststars feststehen, damit ich genau die zu sehen bekomme, die ich auch sehen will.

Ob diese Fragmentierung in viele einzelne Kleinveranstaltungen gut sind, mag jeder für sich beantworten. Ich empfinde es als gewaltigen Nachteil, da ich so nur noch zwischen Kompromissen wählen kann. Und hier mal eine Frage an die Macher dieser tausenden von Kleincons: Wenn ich ein Fedcon-Ticket habe, kriege ich das Galaxycon-Ticket wenigstens vergünstigt?

Versteht mich Bitte nicht falsch. Ich Mag die Fedcon, und ich freue mich auch schon auf die in 2013. Ich bin immer noch der Meinung, dass es die am barrierefreisten gestaltete Veranstaltung ist, auf der ich je war. OK, deren Shop ist was anderes, dieser „Ich bin der geilste Javascript-Programmierer und Usability und Accessibility gehen mir am Arsch vorbei“-Mensch bräuchte zwar mal ein Firmware-Update, oder das durch ein Riss im Raumzeit-Kontinuum in die Gegenwart gefallene Forum aus den Anfängen des Internets sprechen zwar eine andere Sprache, aber zum Glück sieht die Veranstaltung an sich um Längen besser aus als das meiste, was ich bisher besucht habe.

Also halten wir mal alle gespannt die Luft an und warten ab, wieviele Cons es wohl 2014 geben wird! Ich persönlich hätte gerne eine Space 2063 Con! Oh, da würde ich richtig Geld hinlegen!

Science Fiction mutiert zu Action und Horror!

Ich sag es ja schon die ganze zeit, das Niveau des Science Fiction ist am sinken. Ich sehe oft den Unterschied zwischen einem normalen Action-Film und einem vermeintlichen SF-Film kaum noch. Aber dieser Artikel hier bringt es so richtig auf den Punkt.

Science Fiction am Ende?

Heute sind an die Stelle der Weltentwürfe und kühnen Was-wäre-wenn-Gedankenexperimente, der Aufklärung und Warnung billige Horrorszenarien getreten, die als Rechtfertigung für möglichst viele Ballerszenen herhalten müssen.

„Die Nacht der lebenden Trekkies“

Ich möchte mal die schöne Ecke hier nutzen, um ein bisschen Werbung für dieses Buch von Kevin David Anderson und Sam Stall zu machen, welches im HEYNE-Verlag erschienen ist.

Gleich vorneweg: ein Muss für jeden Trekkie. Wer kein Trekkie ist, sollte sich zumindest etwas mehr mit ST auskennen, ansonsten versteht er manche Seitenhiebe nicht.

Worum geht es? In Houston findet die GulfCon statt, eine ST-Con. Der Hauptcharakter, der witzigerweise Jim Pike heißt und ein traumatisierter Soldat im Ruhestand ist, arbeitet dort im Hotelpersonal. Er wartet auf seine Schwester, die mit einem kleinen Trupp anderer Trekkies bald auch eintrifft. Zunächst ist die Con ruhig, aber dann verändern sich plötzlich einige der Gäste – genauer gesagt, sterben sie und stehen als blutrünstige Zombies wieder auf. Und nicht nur das Hotel scheint betroffen, sondern auch die ganze Stadt. Pike, seine Schwester und eine kleine Gruppe von Nichtinfizierten (inklusive eines Redshirts) versuchen, aus dem Hotel zu verschwinden, was angesichts der Toten mal gar nicht so einfach ist. Und Pike wird schnell klar, diese Zombies sind nur ein Teil eines noch größeren Masterminds…

Die 35 Kapitel des Buches, die – und das ist mal eine richtig coole Idee – nach ST-Episoden benannt sind und sich auf 300 Seiten verteilen, sind randvoll mit Seitenhieben auf ST. Die Handlung ist flüssig geschrieben, eine wundervolle und sehr detailreiche Hommage auf Sciene-Fiktion und drittklassige Alien- und Zombiefilme, angefangen von der Location, über die liebevoll gestalteten Charaktere bis hin zum großen Finale.

Das Buch macht sich über sich selbst lustig, ohne zu sehr ins Lächerliche abzutrifften.

Die ca. 9,00 Euro sind in diesem Buch wirklich gut angelegt.

Bericht zur Captain´s Table Con 2011

Nachdem im FedCon-Forum angekündigt wurde, dass Sir Patrick Stewart himself zusammen mit Daniel Stewart, Kate Mulgrew, Avery Brooks und Dr. Hubert Zitt im September die Captains Table Con gestalten würde, gab´s für mich kein Halten mehr. Da musste ich hin.

Also ein Wochenendticket gekauft und ab nach Düsseldorf. Letztlich erwies sich ein Tag als völlig ausreichend – aber der war geil.

Bilder habe ich diesem Bericht leider nicht beifügen können, ich saß zu weit hinten.

Das Gefühl, wieder zu Hause zu sein, stellte sich bereits Freitagabend ein, als ich im Maritim Hotel am Flughafen Düsseldorf eintraf und mich zu der Schlange gesellte, um mein Ticket zu erhalten. Man kommt ins Foyer, sieht ein paar alte Gesichter und denkt: „zu Hause“. Und obwohl nicht alles reibungslos lief: „Deine Nummer? Öhm…bitte hierüber, das dauert noch etwas, wir müssen erst mal schauen, wo wir euch hinbringen…“, am Ende hatte ich mein Conpaket.

Der Samstag fing für mich früh an, für andere noch früher. Als ich gegen halb neun im Maritim eintraf, schlängelte es sich schon fleißig an den Tageskartenschaltern, die ab 08:00 Uhr geöffnet waren. Um 09:00 Uhr begann dann die Opening, von der Dauerspaßkanone Nessi mit einem „Opening um 09:00 Uhr? Wer denkt sich denn so was aus“? bei der Ankündigung von Host Garret Wang kommentiert wurde. Garret Wang leitete dann die Opening ein, erzählte nebenbei von seinem T-Shirt-Shop (nächstes Jahr zur FedCon bringt er T-Shirts mit) und holte nach und nach die Gäste auf die Bühne. William Shatner, der nicht konnte, hatte sich mit einem lapidaren Brief entschuldigt.

Der Erste im Programm war Dr. Hubert Zitt, der einen Vortrag zur „Energieverwendung in Star Trek“ hielt. Man konnte u. a. erfahren, dass man für eine Tasse Earl Grey aus dem Replikator durchaus die Bundesrepublik längere Zeit mit dieser Energie versorgen könne oder dass ein Raumschiff, bis es denn mal auf Impuls wäre, zwei Stunden brauchen würde (das wird natürlich rausgeschnitten, deswegen fliegt die Enterprise immer so zackig…).

Hubert Zitt folgte Kate Mulgrew nach. Und Leute, die Frau sieht hammermäßig aus. Sie gehört zu den Schauspielern, die immer hübscher werden, je älter sie sind. Mulgrew erzählte über aktuelle Theater- und Fernsehprojekte, ein bisschen darüber, wie sie sich an die Zeit von Columbo erinnert und natürlich auch über Voyager. Sie machte dabei deutlich, dass sie Sexappeal in der Serie für falsch hielt, zumindest was den Captain angeht. Mulgrew erklärte, wenn da jemand wäre, der x tausende Lichtjahre von der Erde weg wäre, über so und so viele Leben entscheiden würde und selbst später erfährt, dass der Lebensgefährte sich eine neue gesucht hat – dann muss so ein Captain alleine sein und dann ist es wichtig, dass dieser Captain Prioritäten setzt und keine Affäre mit dem ersten Offizier beginnt.

Gefragt zu ihrer Einstellung nach ST meinte Mulgrew, dass sie es schätzen würde, einem so exklusiven Club anzugehören. Für sie selbst sind Mittelmäßigkeit und das Herumpochen der Gesellschaft auf Männlein und Weiblein ein Dorn im Auge, obwohl sie sich nicht als Feministin sieht. Sie lebt ihr Leben, so wie sie es möchte und versucht, sich ihre Träume zu erfüllen.

Mulgrew hielt die Deutschen hoch, sie sei gerne in Deutschland, weil die Leute alle so höflich und freundlich und zurückhaltend wären und keiner auf die Idee käme, sie auf der Con mit einem „He Babe!“ anzusprechen.

Es folgte Daniel Stewart, Patrick Stewarts Sohn aus erster Ehe. Zusammen mit Garret Wang wurde ein kleines Interview auf der Bühne veranstaltet. Daniel erzählte über seine Zeit in London und den USA, dass er eigentlich lieber Kameramann werden wolle und nie den Wunsch hatte, zu schauspielern.

Und was ist das Größte für ein Kind? Genau, aus dem Vater-Sohn-Nähkästchen zu plaudern. So erzählte Daniel, dass er sich am Telefon gerne als sein Vater ausgibt und Firmen, die z.B. wegen offener Rechnungen anrufen, niedermacht („no, I am not mistaken, you are mistaken…by the way, I prefer SIR Patrick Stewart“).

Oder dass er für die TNG-Folge „The Inner Light“, in der mitspielte, extra Flöte spielen lernte, diese Szene herausgeschnitten wurde und sein Vater – obwohl Stewart sen. dies auf Cons immer erzählt – nicht einen Ton auf seiner Flöte in der Schlussszene spielt, sondern nur rein bläst und die Musik eingeschnitten wurde.

Oder, dass er und sein Vater in England häufig zu Fußballspielen fuhren und sein Vater eines Tages stolz eine Kassette einlegte, von der er selbst sagte, sie sei richtig cool. Auf der Kassette war beidseitig „Patrick Stewart sings Camelot“ – und die Fahrt dauerte zwei Stunden…

Am späten Nachmittag, nach den Autogrammstunden, war Avery Brooks an der Reihe. Brooks machte dem Publikum erheblich zu schaffen, weil er sich wie ein „Guru auf Koks“ verhielt, auch wenn das hart klingt. Das ganze Panel bestand aus Phrasen und philosophischen Ergüssen, weder die Orga („I see them downstairs trying to tell me to do it faster, but I won´t listen“) noch die einfachsten Fragen der immer frustrierter werdenden Fans (“Halten Sie sich selbst für einen religiösen Menschen?) konnten daran etwas ändern. Was ich aus dem Panel mitgenommen habe, ist dass Brooks DSN für eine Serie hielt, die stark geschrieben war. Brooks hatte sich nie Gedanken darum gemacht, dass es vorbei sein könnte, jede Folge brachte für ihn etwas Neues mit sich. Brooks erzählte außerdem, dass er es nicht gut fand, dass Sisko Gott wurde, weil ein Gott halt ein Gott ist und z.B. seine Kinder nicht begleiten kann, wenn sie aufwachsen.

Und dann kam der, auf den alle gewartet hatten: der Eine. Der Sir. Patrick Stewart himself.

Stewart erzählte, dass er im Moment etwa zwei Theatervorstellungen pro Abend gebe, vor Kurzem hätte er erst eine Riesentournee mit einem Stück durch die UK gemacht.

Besonders wichtig hielt er übrigens, zu erzählen, dass er kein Twitter, kein Facebook und keine Fanpage hat. Er sei darauf angesprochen worden, aber wenn man eine solche Seite finde, sei er selbst definitiv nicht daran beteiligt. Er habe a) keine Zeit dafür und b) bedeutet es für ihn, dass ein Account seine Persönlichkeit ein Stück weit freilegt und dann dürfe man sich auch nicht über mangelnde Privatsphäre beschweren.

Im Laufe des Panels erzählte Stewart, wie er zu ST kam. Dass er bei Roddenberry vorstellig wurde, dass er die Rolle bekam und eigentlich gar nicht wollte, noch weniger wollte, als er sah, dass das Ding auf sechs oder sieben Jahre angelegt sei. Man habe ihm aber erklärt – so Stewart mit einem Grinsen – dass die Serie sowieso eine Totgeburt sei und höchstens eine Staffel überleben würde…“ich muss Euch ja nicht sagen, wie viele Jahre das dann waren…“

Zum Abschluss des unterhaltsamen Panels rezitierte Stewart – der mangels Stimme nicht singen wollte – aus einem Gedicht, das ein Fan mitgebracht hatte.

So ging für mich eine wundervolle Con zu Ende.

Zum Abschluss sei darauf hingewiesen, dass Host Wang nach „Fluchtwege“ und „Umlaut“ dieses Jahr „das Hoff“ lernte (nachdem Daniel Stewart im Panel erfahren musste, dass die Deutschen Hasselhoff – mit dem Daniel auf die Schauspielschule gegangen war – wohl doch nicht so toll finden, wie er dachte). Ja, unser Harry Kim lernt fleißig Deutsch für die nächste Con.

Star Wars The Old Republic – Start auf Raten

Ist das jetzt ein Marketing-Trick, oder tatsächlich nur ein Server-Lasttest? Jedenfalls wird Star Wars The Old Republic nur in Limitierter Auflage starten, um die Serverbelastung zu testen.

Star Wars: The Old Republic – zum Start limitierte Spielerzahl

Gegenüber dem Spiele-Entwickler-Magazin Gamasutra äußerten sich Mitarbeiter von BioWare und Publisher Electronic Arts über eine begrenzte Anzahl von Vorverkaufskopien. Demnach versucht man, mit einer eingeschränkten Spielerzahl zunächst die Server auf Stabilität zu testen und mögliche Fehler zu beheben. Erst später soll es dann eine unbegrenzte Anzahl an Spielern geben.