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Fedcon 22: Waaar sonst noch was? Ach ja…

Einige meiner Eindrücke über die Fedcon 22 habe ich ja schon hier geschrieben. Aber wie so oft gibt es eine Menge mehr Aspekte zu einer Sache. Klar, die Bilder, die Panels und das alles machen einen sehr großen Teil der Fedcon aus. Aber da ist noch so viel mehr:

Man kommt immer mal wieder mit Menschen und Aliens ins Gespräch, die man sonst nie kennengelernt hätte. Nehmen wir nur mal die Star Trek Into Darkness Vorpremiere. Wir hatten uns da längere Zeit mit einem schweizer Pärchen unterhalten. War sehr interessant. Oder am Donnerstag, im chinesischen Restaurant Bambusgarten, dort auch mit einer ganzen Gruppe von Leuten unterhalten, von denen ich größtenteils nicht mal die Namen weiß. Na und? 🙂 Würde ich im normalen Leben nie machen, aber irgendwie ist die Fedcon, und das alles darum herum, etwas anderes.

Wir haben auch Freunde wieder getroffen, die wir nur von der letzten Con oder anderen Cons her kennen. Keinen von denen, zumindest geht das mir so, kenne ich woanders her.

Es ist auch die Atmosphäre, was die Con ausmacht. Es ist voll, es wird gedrängelt, aber alle sind mehr oder weniger entspannt, und ich für meinen Teil laufe da immer durch wie ein 5 jähriges Kind, welches man in einen Gummibärchenladen gesetzt hat und gesagt hat, pass mal auf, wir sind mal für 2 Stunden weg, aber nix anfassen! Na, was glaubt ihr wohl, macht der Kamil genau dann? Natürlich, sich bedienen! Was denn sonst? Überall gibt es was zu sehen, hören und bestaunen, ob es Kostüme sind, Dinge in den Händlerräumen, oder einfach nur die Atmosphäre um einen herum.

Man kauft sich Foto-Session-Tickets und freut sich darüber, dass man was zum an die Wand hängen und rumzeigen hat. Was man aber stattdessen manchmal bekommt, ist ein Foto, und manchmal auch eine Geschichte dazu. Wie zum Beispiel hiermit:

Von links nach rechts, Robert O'Reilly, Heike, ich, J. G. Hertzler

Das Bild mit den Klingonen in voller Maske haben wir letztes Jahr auf der Fedcon gemacht. Wobei Heike hier als eine Art Katzenwesen, ich habe den Namen der Spezies leider vergessen, verkleidet ist, und ich habe eine Star Trek Uniform aus TNG an. Soweit, so gut, zunächst ist es erst mal nur ein Bild. Dieses Jahr waren die beiden wieder da. Wir kommen gerade vom Flughafen, über die Brücke zum Hotel, und Robert O’Reilly und J. G. Hertzler kommen uns entgegen. Er blickt uns an und Heike ist sich sicher, dass er uns erkannt hat.

Oder das hier:

Von links nach rechts, Heike, Casper Van Dien, ich

Auch hier, erst mal nur ein Bild. Aber es wird plötzlich viel mehr, wenn man auf Einlass zum Konzert wartet, Casper Van Dien an einem vorbei läuft und „Hi“ sagt. Vor allem, wenn man weiß, man war gemeint.

Oder das hier:

Von links nach rechts, Garrett Wang, ich, Heike, Robert Beltran, Ethan Philips

Oh, ja, fast hätte ich dieses Bild ruiniert! Kurz vor dem Foto waren wir noch im Panel mit den dreien. Und da kam auch die Sache mit den Vornamen für Chakotay und Neelix auf. Natürlich musste ich, Scherzkeks, der ich nun mal bin, die beiden mit ihren „neuen“ Vornamen ansprechen. Das hatte zur Folge, dass Garrett neben mir gegrinst hat, und ich mich genau in dem Moment zu ihm umgedreht habe, wo der Fotograf ausgelöst hat. Zum Glück wurde das Bild nochmal aufgenommen.

Keine dieser Geschichten kann man mit dem Ticket kaufen. Sie passieren dir, oder sie passieren dir nicht. Aber wenn sie dir passieren, und du hast außer buntem Papier noch eine Geschichte, macht es das um so wertvoller! Und das ist, abseits der Panels und Autogramme und Fotos und Merchandizing so ziemlich das, was für mich die Fedcon wirklich ausmacht.

Ich habe zwar mal für die Fotos bezahlt, aber ich hoffe ja immer noch, dass ich für die Veröffentlichung auf dem Blog nicht gevierteilt und zur Abschreckung auf der Fußgängerbrücke zwischen Flughafen und Maritim ausgestellt werde… 🙂 Urheberrechte sind ja kaum noch zu durchschauen.

Und ich sage es auch dieses Jahr gerne wieder: Der Shop der Fedcon mag grausig sein, im Sinne der Barrierefreiheit, aber die Veranstaltung an sich sucht ihres gleichen! Vorbildliche Behindertenbetreuung, nette Helfer, insgesamt ein sehr angenehmes Umfeld. Da kommt man gerne wieder.

So, und falls ich nichts wichtiges vergessen habe, war das jetzt alles. Ansonsten schreibe ich halt noch einen dritten Blogeintrag… 🙂

Fedcon 22: Die Conedy

Nein, das ist kein Schreibfehler, das ist wirklich so gemeint! Das waren 4 Tage Comedy auf der Con pur! Selten so viel gelacht! OK, zugegeben, das ist erst meine 3 1/2 Con, die Fedcon 19 ist nur als Halb zu werten. Da war ich nur ein Samstags-Tagesgast, um mal Con-Luft zu schnuppern und mich für die Fedcon 20 anzumelden.

Ich weiß auch, dass ich mit meinem Con-Bericht echt spät dran bin. Macht nix, letztes Jahr gab es ja gar keinen. Aber was soll ich jetzt noch schreiben, was nicht Dutzende vor mir geschrieben hätten? Statt also die Inhalte der Panels 1:1 nachzuerzählen, was sinnlos wäre wegen der Pointen, schildere ich mal nur so paar Eindrücke und zeige euch mal ein paar schöne Fotos, die ich dort gemacht habe.

Diesmal ist es echt schwer gewesen, paar gute Fotos für diesen Beitrag auszuwählen. Mit der neuen Kamera war die Ausbeute so hoch, dass ich am liebsten alle einstellen würde, aber da reicht mein Webspace nicht aus, fürchte ich. Fangen wir also hiermit an:

Startendes Flugzeug bei bedecktem Himmel

Was das Flugzeug mit der Fedcon zu tun hat, fragt ihr? Na, rein gar nix! 🙂 Außer vielleicht, dass ich Flugzeuge cool finde, die Fedcon im Maritim-Hotel am Düsseldorfer Flughafen stattfand und ich am Sonntag mir mal die Zeit genommen habe, auf die Aussichtsplattform zu gehen, um ein bisschen Flugzeugbilder zu machen. 🙂

Für mich als stark Sehbehinderten ist es enorm von Vorteil, dass ich schon das 3. Mal in Düsseldorf bin. Das hat den Vorteil, dass ich mich größtenteils auskenne und falls nötig, mich auch allein zurechtfinden könnte. OK, Heike und ich haben mehr oder weniger die gleichen Interessen, so dass sich die Panels, zu denen wir wollen, so gut wie nie überschneiden. Sollte es aber mal so sein, dass Heike in ein anderes Panel will, als ich, würde das daher kein Problem mehr darstellen. Mittlerweile finde ich die Säle oder zumindest markante Treffpunkte allein wieder. Auch im Flughafen selbst finde ich mich schon recht gut zurecht.

Wie ich schon sagte, es war purer Fun. Und das ging am Mittwoch auch schon los. Was für ein Glück, dass Heike, Andreas und ich Star Trek Into Darkness schon am Mittwoch Abend gucken konnten. Ich liebe Vorpremieren. Übrigens, kannte jemand die 2 einsamen Persönchen im Kinosaal, die keine Fedcon-Tasche dabei hatten? Hat die wer auf die Fedcon hingewiesen? 🙂

Und wie jedes Jahr ist es auch diesmal so gewesen, man geht durch die Tür des Maritim und fühlt sich gleich zu Hause, endlich wieder Fedcon! 🙂

Garret Wang und Fergal, die Fedcon-Katze!

Und natürlich ist auch dieses Jahr Fergal, die Fed-Cat, unterwegs gewesen. Hier ist Garrett Wang, der MC, und Fergal, das Maskottchen, auf einem Bild gemeinsam zu sehen, so dass man mal mitbekommt, wie groß Fergal eigentlich ist. Mir tut die Person in dem Kostüm ja immer Leid, das muss sau heiß da drin sein!

Was auch sehr witzig war, war das Panel mit Robert Beltran, Commander Chakotay, und Ethan Philips, Neelix, von der Voyager-Crew.

Robert Beltran und Ethan Philips

Die beiden sind echt witzig. Übrigens, nun wissen wir auch den Vornamen von Chakotay, der ja in der Serie nie genannt wurde… Hm, nur, war das jetzt ein Scherz, oder ernst gemeint? Wer kann das bei dieser Con überhaupt noch sagen? 🙂 Nun, jedenfalls meinte jemand, der Vorname sei Seymour, wobei ich ja fast glaube, da guckt jemand zu viel Simpsons. 🙂

Das Panel mit Linda Park, die in Enterprise die Hoshi Sato spielt, war auch sehr nett.

Linda Park

Ich war schon fast so weit, zum Mikrofon zu laufen und zu fragen, ob sie denn auch im echten Leben so viel mit Sprachen zu tun hat, aber da hat mich wer erlöst und vorher die Frage gestellt. Gut, dann musste wenigstens nicht ich mir da einen zurechtformulieren. Zwar hatte ich die Frage im Kopf schon fertig, aber ich bin mir sicher, wenn ich dann am Mikro gestanden hätte, hätte ich alles wieder vergessen gehabt. Man stellt sich das immer so einfach vor, gehe zum Mikrofon und frag einfach. Aber man ist doch, schon beim vorformulieren, extrem nervös. Vor allem dann, wenn man seinen Englischkenntnissen nicht wirklich vertraut…

Wer mich sehr angenehm überrascht hat, war Patti Yasutake, die in The Next Generation die Schwester Ogava auf der Krankenstation spielt. Klar, ist quasi nur eine Nebenrolle, aber die haben oft die interessanteren Geschichten zu erzählen.

Patti Yasutake

Und genau so war es dann auch. Bei ihrem ersten Panel im Hauptsaal habe ich nur nebenbei zugehört, aber da wusste ich dann schon, zum zweiten Panel im kleineren Saal muss ich hin. Und daher stammt auch dieses Foto.

Was leider sehr schade ist, vom Kostümwettbewerb sind keine Fotos was geworden. Entweder waren diese unterbelichtet, überbelichtet, oder jemand stand direkt vor meiner Linse. Aber gerade gegen das letztere kann man ja kaum was unternehmen. Was die Belichtung betrifft, da verlasse ich mich nächstes Mal mehr auf die Automatik. Viele der Bilder in den Sälen habe ich manuell eingestellt.

Dieses Jahr, hatten jedenfalls Heike und ich den Eindruck, waren deutlich weniger Kostümierte unterwegs. Aber die, die da waren, waren super. Wollt ihr mal was wirklich witziges sehen?

Ein Alien im Vollkostüm, also auch mit Helm und so, trinkt mit Strohhalm aus Flasche

Heike hat gesagt, ich soll mal da hin zielen und abdrücken. Als sie mir dann sagte, was ich da fotografiert habe, konnte ich nicht mehr vor Lachen. Ich weiß gar nicht, ist das jetzt ein Alien aus dem Film, Aliens, oder was genau ist das? Wie auch immer, jetzt muss ich nur noch einen Darth Vader beim Essen erwischen! 🙂

Ach, und dieser kleine Kollege hier lief auch da so rum!

R2D2, der Astro-Droide aus Star Wars

Eine Gruppe Wookies war auch da unterwegs, aber wie gesagt, hab ja leider nicht unendlich Webspace.

Leider konnten wir nicht alle Panels sehen, einige der wirklich witzigen sind uns leider durch die Lappen gegangen. Aber man ist auch nur Mensch und einen Zeitumkehrer wie Harry Potter hatten wir nicht, obwohl wir den dringlichst gebraucht hätten! Aber dafür haben wir einiges nicht verpasst, wie z. B. die wirklich tollen Vorträge von Dr. Hubert Zitt, oder nessi als anmutige Waltelfe… 🙂

Das war ein spitzenmäßiges verlängertes Wochenende. Mehr kann man dazu echt nicht sagen. Zwar hatten einige Gäste abgesagt, auf die ich mich wirklich gefreut hatte, aber mit etwas Glück kommen die ja nächstes Jahr. Ich jedenfalls auch.

Kommentar: Die Conomania der @Fedcon

„Wir hätten da die Ring-Con, die Fedcon, die Bloodycon, die Galaxycon, … Wie, du hast noch Geld? Das Jahr hat noch viele Tage…“

Man muss sich zwangsläufig fragen, was da los ist bei den Machern der Fedcon. Die einmalige Captains Table könnte man ja irgendwo noch verstehen, aber die anderen 20 Sondercons? Eine Hobbitcon, wer genau braucht die? Ist nicht genau für dieses Themenspektrum die Ringcon vorgesehen gewesen? Aber anstatt sich auf die Haupt-Conventions zu beziehen, werden zu allen möglichen und unmöglichen Themen Sondercons hochgezogen. Warum dann nicht noch eine Galacticacon, Torchwoodcon, Dr-Who-Con, und wer weiß, was sonst noch?

Als Besucher jedoch stellt man sich eigentlich nur eine einzige Frage: Auf welche der verdammten 100 Cons gehe ich denn jetzt? So kommt zur Galaxycon der Darsteller von Odo (sorry dass ich den Namen jetzt nicht schreibe, ich kann ihn ja nicht mal richtig aussprechen). Der ist ein Star-Trek-Darsteller aus Deep Space Nine und hätte ihn eher der eigentlichen Fedcon zugeordnet. Warum genau er jetzt zur Galaxycon kommt, und nicht zur Fedcon, wird wohl auf Ewig das Geheimnis der Macher bleiben.

Ich jedenfalls frage mich, wieso ich so blöde war, so früh ein Fedcon-Ticket zu kaufen. Ich kann mir im Jahr nur eine Veranstaltung leisten, und so geht mir Odo wieder durch die Lappen. Und wer weiß, wann der je wieder nach Deutschland kommt. Ich habe jedenfalls aus dieser Farce gelernt und werde mir erst ein Ticket kaufen, wenn alle Cons mit allen Gaststars feststehen, damit ich genau die zu sehen bekomme, die ich auch sehen will.

Ob diese Fragmentierung in viele einzelne Kleinveranstaltungen gut sind, mag jeder für sich beantworten. Ich empfinde es als gewaltigen Nachteil, da ich so nur noch zwischen Kompromissen wählen kann. Und hier mal eine Frage an die Macher dieser tausenden von Kleincons: Wenn ich ein Fedcon-Ticket habe, kriege ich das Galaxycon-Ticket wenigstens vergünstigt?

Versteht mich Bitte nicht falsch. Ich Mag die Fedcon, und ich freue mich auch schon auf die in 2013. Ich bin immer noch der Meinung, dass es die am barrierefreisten gestaltete Veranstaltung ist, auf der ich je war. OK, deren Shop ist was anderes, dieser „Ich bin der geilste Javascript-Programmierer und Usability und Accessibility gehen mir am Arsch vorbei“-Mensch bräuchte zwar mal ein Firmware-Update, oder das durch ein Riss im Raumzeit-Kontinuum in die Gegenwart gefallene Forum aus den Anfängen des Internets sprechen zwar eine andere Sprache, aber zum Glück sieht die Veranstaltung an sich um Längen besser aus als das meiste, was ich bisher besucht habe.

Also halten wir mal alle gespannt die Luft an und warten ab, wieviele Cons es wohl 2014 geben wird! Ich persönlich hätte gerne eine Space 2063 Con! Oh, da würde ich richtig Geld hinlegen!

Fedcon XX – Tage 2, 3 und 4: Viele viele Vorträge

Die Tage Freitag, Samstag und Sonntag waren gefüllt mit Vorträgen, wovon es nicht viele Bilder gibt. War ja nicht viel zu fotografieren da… 🙂 Aber mal der Reihe nach:

Tag 2: Opa erzählt vom Krieg! 🙂

Ich meine das durchaus positiv, denn die Vorträge waren sehr informativ und interessant. Aber schaut euch erst mal an, was ich in meinem Hotelzimmer gefunden habe!

Azur ist ein blaues Alien mit blauen Haaren und blauweißem Gesicht mit Spitzen Ohren
Azur

Sieht doch schick aus, meine Freundin, oder? Jedenfalls könnt ihr euch sicher denken, das wir in der U-Bahn, am Hauptbahnhof Düsseldorf und im Flughafen alle blicke auf uns gezogen haben… 🙂 Und die Maske ist richtig aufwändig, hat ganz schön lange gedauert.

So sind wir dann ins Maritim gegangen, ich hatte nur mein Trekdinner-Mittelhessen-T-Shirt an. Und wir kamen gerade rechtzeitig, um den Vortrag von Hubert Zitt zu erreichen! Es ging hier um Enterprise trifft Raumpatrouille Orion. Und, Leute, Hubert Zitt hat den Saal Düsseldorf gerockt!

Nach den Berechnungen von Hubert Zitt hat die Orion eine Beschleunigung von 50 G, ist 10 mal schneller als die Voyager und hätte es in 17 Monaten aus dem Deltaquadranten zur Erde geschafft. 🙂 Aber wisst ihr, wo die Leute richtig auf dem Boden vor Lachen gelegen haben?

Bitte guckt euch das Video gut an, ihr könnt hinterher nicht mehr vor lachen… 🙂

Viele der Star Trek Vorlesungen von Hubert Zitt findet ihr auf www.startrekvorlesung.de. Das lohnt sich wirklich, weil er richtig gut erklären kann.

Anschließend kam Robert Vogel auf die Bühne und erzählte viele Geschichten rund um Raumpatrouille Orion mit vielen Bildern. Beide Vorträge haben sich diesbezüglich hervorragend ergänzt.

Einkaufen muss natürlich auch mal sein, also sind wir mal durch die Händlerräume geschländert. T-Shirts, Uniformen, Lichtschwerter, Phaser, Filme, Bücher und vieles andere gab es dort zu erstehen. Ich habe mir für meine Uniform dort mal einige Rangpins und ein Com-Badge gekauft. Es gab einfach zu viel, was ich hätte haben wollen, aber zu wenig Geld, um es dann auch mitzunehmen… 🙁

Schnell noch was essen, dann ab zum Panel von Richard Dean Anderson. Anfänglich wirkte er etwas unsicher, was er denn mit so vielen Leuten anfangen soll, aber er taute schnell auf und es wurde ein sehr amüsantes Panel. Aber die beste Frage war: „Zuerst war dein Haar braun, dann blond, und ganz plötzlich grau…“, da unterbricht Anderson, „Plötzlich?! Ich bin 61 Jahre alt, was ist daran denn plötzlich?!“. Der Saal hat gebebt vor Lachen! 🙂

Sofort danach das Panel von Scott Bakula, der Captain Archer in Enterprise gespielt hat, oder auch in Zurück in die Vergangenheit Dr. Sam Beckett. Auch ein sehr amüsanter Mensch, der auch seine Gesangstalente unter Beweis gestellt hat, und dabei den Saal gut mitgerissen hat. Als dann ein kleines Mädchen ans Mikrofon kam, um in langsamem, aber gutem Englisch eine Frage zu stellen, sagte er „Du hast ein Redshirt an, hat dir denn keiner gesagt, was dann passiert?!“ 🙂 Alles hat gelacht. Aber auch er hat die Fragen oft mit viel Humor beantwortet.

Bild von Bühne, linke Person Scott Bakula, rechts steht Garrett Wang
Scott Bakula

Später kam noch das Panel mit Paul McGillion, der in Stargate Atlantis Dr. Carson Beckett gespielt hat. Mich hat erst etwas irritiert, dass er ohne Akzent gesprochen hat, aber dann tat er uns doch noch den Gefallen. Ich mag diesen schottischen Akzent. 🙂 Auch er ist ein sehr amüsanter Mensch, der sehr witzig erzählen kann.

Tag 3: Von Katzen, Rekorden und Perry Rhodan

Samstag war auch ein richtig aufregender Tag. Denn gleich im Foyer stand R2D2 und ein Mini-Darth-Vader herum!

Links R2D2 und rechts ein Darth Vader, der nicht viel größer ist
R2D2 und Mini-Darth-Vader

Und als wäre das noch nicht genug, stürmten auch schon die Storm Troopers herein!

Storm Troopers und Darth Vader kommen die Treppe zum Foyer runter
Storm Troopers

Ohne von den imperialen Truppen gefangen genommen zu werden, haben es Heike und ich in den Saal Düsseldorf geschafft, wo wir dem Vortrag von Hubert Zitt zum Thema Beamen und Holodeck lauschen wollten. Aber guckt mal, heike ist eine Gestaltwandlerin!

Heike als Catitian mit Katzenmaske und rotem Shirt
Catitian

Also wirklich, sehr aufmerksam von dem Hotel, mir jeden Tag ein anderes Alien ins Zimmer zu stellen…! 🙂

Robert Vogel hat viele Fotos von den Stargate-Sets gezeigt, und viele wirklich interessante Anekdoten erzählt. Wie die Stargate-Schauspieler zum Beispiel nach deutscher Schokolade regelrecht süchtig sind, dass das Fehlen von Gummibärchen für den Regisseur eine mittlere Katastrophe auslöst… 🙂

Danach kam erst mal der Weltrekord-Versuch, die meisten Star-Trek-Kostüme auf einem Haufen zusammenzubringen. Es hat geklappt, mit 691 gezählten Kostümen ist der Rekord wieder in Deutschland. Und mit knapp einer halben Stunde Verspätung begann der Vortrag zum Thema Beamen und Holodeck. Wie zu erwarten hat Hubert Zitt wieder den Saal gerockt. Nach seinen Berechnungen hätten wir im Jahre 2151 die nötige Rechnerleistung und Speicherkapazität, um Menschen beamen zu können. Vorausgesetzt, die Entwicklung geht bis dahin in gleicher Geschwindigkeit weiter. Natürlich gibt es da noch andere Probleme, aber rein von Rechenpower und Speicherkapazität könnte es klappen.

Die Panels von Nicole DeBoer und Tony Amendola, die anschließend kamen, waren auch sehr amüsant und interessant. Nicole DeBoer war Ezri Dax in Deep Space Nine und Tony Amendola war Master Bra’Tac in Stargate SG-1.

Hunger und die Lust, mal die Beine zu vertreten, haben uns dann aus dem Raum getrieben… 🙂 Und dabei sind wir einem Wampa begegnet.

Ein über 2 Meter großes Eiswesen, dass in Star Wars, Das Imperium schlägt zurück, auftaucht
Wampa

Merkt euch den Wampa gut, der wird noch mal wichtig… 🙂

Und wie ich schon twitterte, es war mir vergönnt, mit zwei Perry-Rhodan-Autoren zu sprechen, Uwe Anton und Marc Herren.

Links sitzt Uwe Anton, rechts Marc Herren
Perry-Rhodan-Autoren

Auch das Panel war sehr Interessant. Beide haben viele Andeutungen gemacht, was in diesem Jahr noch alles kommt, natürlich auch über die Weltcon, die im August stattfindet.

Aber das Highlight des Samstags war definitiv der Kostüm-Wettbewerb. Sehr viele gut gemachte Verkleidungen, sehr tolle Performance, aber leider saßen wir so blöd diesmal, dass ich nicht viele brauchbare Fotos machen konnte. Außerdem gab es teilweise so ein Blitzlichtgewitter… 🙂 Und nach dem Kostüm-Wettbewerb traten die Sarlacc Sourvivors auf, die als Star Wars Figuren verkleidet Playback zu verschiedenen Liedern performt haben. Abba, Rammstein und andere bekannte Hits wurden da aufgeführt, sehr sehr sehenswert. 🙂

Tag 4: Kamil in Gefahr und das Ende der Con! 🙁

Allein das Wissen, dass es jetzt der letzte Tag ist, hat die Stimmung schon beträchtlich gedrückt. Der vielen bekannte und gefürchtete Con-Blues kündigte sich an… Aber erst mal gab es noch eine menge zu erleben! 🙂

Ich stehe da also und grinse zu Heike, die meine Kamera auf mich richtet und ein Foto von mir machen will…

Ob Kamil weiß, dass hinter ihm der riesige Wampa steht?
Kamil in Gefahr!

… bis mir auffällt, dass ich da nicht so ganz alleine stehe… 🙂 Na, zum Glück ist es nur ein verkleideter Wampa, und kein echter. 🙂 Sonst… 🙂

Obwohl wir auch an diesem letzten Con-Tag viel Spaß hatten, flog er regelrecht an uns vorbei. Als erstes, als wir mal an dem Wampa heile vorbeigekommen waren, ging es in den Vortrag mit Robert Vogel, Uwe Anton und Marc Herren über 50 Jahre Perry Rhodan. Danach, gleich in den Hauptsaal rüber, ins Panel von Dirk Benedict.

Anschließend kam etwas, was man nur als „Ereignis“ umschreiben könnte. Garrett Wang, also Harry Kim, und Robert Duncan McNeil, also Tom Paris. Und, Leute, das ging richtig rund!

Garrett Wang und Robert Duncan McNeil auf der Hauptbühne
Garrett Wang und Robert Duncan McNeil

Garrett Wang versuchte natürlich, die Sache mit dem „Umlaut“ zu erklären, worauf Robert nur meinte: „Ja, alter, Umlaut, so ein zeug sag ich dir, ich hatte 3 Umlauts letzte Nacht…“! Und das ganze Panel ging so weiter. Als dann Robert noch Dun King Donuts geschenkt bekam, ging es richtig rund! Robert: „Was machst du da mit meinen Donuts?“, Garrett: „Ich mache sie für dich auf, machen Freunde so!“, Robert: „Lass das, das sind meine!!!“. 🙂 Die ganze Interaktion zwischen den beiden war einfach nur witzig, ein richtig unterhaltsames Panel.

Gegen Ende jedes Panels wird ein mal kurz Rauch abgelassen, um anzuzeigen, dass jetzt die letzte Frage gestellt wird. Hier wurde zwei mal Rauch abgelassen. Garretts Reaktion: „Sandra, hast du mich gerade 2 mal angeraucht?! Ich bin der MC, ich weiß, dass das jetzt die letzte Frage ist…!“. Wir haben am Boden gelegen vor Lachen! 🙂

Auch das Panel danach, mit Marina Sirtis, Deanna Troi, und Wil Wheaton, Wesley Crusher, war sehr interessant. Die Eindrücke, die beide von Deutschland haben und auch das, was sie von den Set erzählen konnten, waren sehr witzig.

Und dann kam einer der schönsten, aber auch der schrecklichsten, Teile, die Closing!

Garrett Wang hat als Master of Ceremonies einen genialen Job gemacht. Witzig und interessant. Und es ist schon beeindruckend, in welch kurzer Zeit er richtig was in Deutsch gelernt hat. Man konnte es richtiggehend Tag für Tag beobachten, wie seine Aussprache besser wurde. Und das nahm er gleich zum Anlass, uns seine Haustiere vorzustellen, seinen Hund „Umlaut“, seinen Vogel „Fluchtwege“ und seine Katze „Popel“! 🙂 Und danach, eine sehr schön geschriebene Abschiedsrede in Deutsch.

Jeder der Schauspieler hatte etwas auf Deutsch zu sagen, vielen sah man an, dass es ihnen richtig gefallen hat, und manche waren auch traurig, dass es vorbei war. Standing Ovations für alle, einfach nur schön!

Aber auch ein Highlight der Closing, die Gewinnerin der Artshow, mit einem ferngesteuerten Raumschiff. Es ist mit Helium gefüllt und wird mit kleinen Propellermotoren gelenkt. Es flog durch den Hauptsaal, und obwohl die Leute sich Trailer angucken sollten, hatte jeder nur Augen für die fliegende Enterprise!

Ferngesteuertes Raumschiff fliegt im Hauptsaal
Raumschiff

Und so endete für mich meine erste Con, Heike war ja schon auf vielen davon. Die Vorfreude auf das nächste mal, die Rückblicke auf die Highlights, das Grinsen, wenn man sich an „ich bin sehr geil“ erinnert, was er uns übrigens alle bei der Closing gemeinsam hat sprechen lassen… 🙂 Unglaublich, wie viele unterschiedliche Gefühle man zur gleichen Zeit haben kann. Con-Blues halt!

Zu hause angekommen, haben wir das Hotel für nächstes Jahr schon gebucht. Das Spektakel lass ich mir nicht mehr entgehen. Also dann, bis zur Fedcon XXI!

Fedcon XX – Tag 1: Von Umlauten, Drehtüren und Fluchtwegen

Bevor wir anfangen, darf ich vorstellen?

Ich in einer goldenen TNG-Uniform, wie sie von Wissenschaft und Technik getragen wird.
Lt. Commander Kamil Günay

Lieutenant Commander Kamil Günay, Techno-Historiker, spezialisiert auf die private Computertechnik des späten 20. und des frühen 21. Jahrhunderts. So, und beim nächsten Weltrekordversuch mach ich mit!

Heute geht es also los, ich bin schon wach und warte eigentlich nur noch darauf, dass der blöde Wecker endlich auch mal klingelt. Und Hunger hab ich auch schon… Die Aufregung, so etwas zum ersten Mal mitzumachen, ist enorm, kann ich euch nur sagen.

Wir hatten unser Zimmer inklusive eines Frühstücksbuffets gebucht. Und das Buffet hatte es wirklich in sich. Ich glaube, es gab so ziemlich alles, was man so auf einem Frühstückstisch finden kann, weltweit gesehen, natürlich. Jedenfalls war die Auswahl riesig. Und natürlich musste mal von allem probiert werden… 🙂

Auf dem Weg zum Flughafen haben wir immer wieder das Programmheft gewälzt, damit wir auch ja nichts wichtiges vergessen. Schließlich sind 4 Tage verdammt kurz, wenn man bedenkt, wie viele Gäste aus Film, Fernsehen und Print gekommen sind. Aber hauptsächlich haben wir das aus Nervosität gemacht… 🙂

Im Hotel angekommen, blieb mir regelrecht die Luft weg. Waren es am Mittwoch schon eine Menge Leute, die für ihre Tickets anstanden, platzte das Hotel jetzt regelrecht aus den Nähten! Aber die Atmosphäre, unglaublich! Man fühlte sich irgendwie… zu Hause! Und als wir so langsam und gemütlich zur Treppe gingen, die runter ins Foyer führte, sahen wir nicht wenig Leute, die ebenfalls überwältigt waren.

Blick von oben auf den Foyer-Bereich, wo auch viele Aliens zu sehen sind.
Foyer mit Aliens

Ein bisschen nervös, und auch etwas sauer, war ich schon, weil zwar überall gesagt wurde, dass man als Behinderter dort keinerlei Probleme haben würde, aber nirgends eine Info war, wie das ganze ablaufen sollte. Also suchten Heike und ich erst mal den Infostand, um uns zu informieren. Puh, wenn ihr schon mal lange Schlangen gesehen habt, vergesst es gleich wieder, diese war länger… Aber irgendwie, und das fand ich schon beeindruckend, hat das keinen wirklich gestört. Und wir mussten auch nicht wirklich lange stehen, denn plötzlich wurden wir seitlich aus der Schlange rausgezupft. 🙂 Die Dame, die uns aus der Schlange geholt hatte, stellte sich als Helfer in der Behindertenbetreuung vor und hatte uns an meinem Stock erkannt und mal nachfragen wollen, ob wir Hilfe benötigten. Sie erklärte uns, dass wir von ihr einen zusätzlichen Ausweis bekämen, zusätzlich zum Con-Ticket, mit dem wir die für Behinderte markierten Reihen ganz vorne im Saal nutzen dürften.

Bewaffnet mit unseren Darf-Scheinen für die ersten paar Reihen, also ziemlich nahe an der Bühne, gingen wir also in den Hauptsaal, weil dort das erste Panel losgehen würde.

Und es begann mit Arlene Martel, die in Star Trek TOS Spocks verlobte T’Pring gespielt hatte. Eine sehr nette Person, die auf recht angenehme weise von den Arbeiten an der Folge erzählte, und auch manch eine Anekdote zu erzählen wusste, die man so aus offiziellen Quellen nicht hört. Wie die Probleme, die sie mit ihrem Kostüm hatte, z. B. Oder auch, dass sie bis dahin eher emotionelle Frauen gespielt hat, und nun jemand so rationales, logisches spielen musste.

Und noch vor der Opening Ceremony geht es vom Hauptsaal Maritim in einen kleineren Saal, namens Düsseldorf. Hier herrscht freie Sitzwahl, wer zuerst kommt, sitzt zuerst… 🙂 Anders im Hauptsaal, da sind Blöcke und Reihen nummeriert. Was auf dem Con-Badge steht, dort sitzt man. außer, man hat so einen Darf-Schein, wie Heike und ich, denn für Behinderte, inklusive Rollstuhlfahrer und Begleitpersonen, sind ganz vorne Blöcke und Reihen reserviert. Daher saßen wir im Saal Düsseldorf nicht ganz vorne, aber das war in diesem Falle nicht so wild.

Hier hat Dirk Bartholomä seinen einzigen Vortrag gehalten. Eine kleine Geschichte aus 30 Jahren Fandom und 20 Jahren Fedcon. Mit natürlich vielen Fotos.

Dirk Bartholomä auf der Bühne neben dem Projektionsschirm.
Dirk Bartholomä

Es ist doch sehr interessant gewesen zu hören, wie lange bestimmte Leute schon dabei sind, und in welchem Rahmen die Treffen damals so abgelaufen sind. Teilweise regelrecht in Lagerfeuerstimmung und in Jugendherbergen.

Nach dem Vortrag von Dirk sind wir kurz hoch in die Ausstellerräume, wo viele Händler und Künstler ihre Stände hatten. Hier haben wir neben Plüschfiguren aus Star Wars auch einen Perry-Rhodan-Kugelraumer gefunden.

Links das perry-Rhodan-Raumschiff, rechts Plüsch-Star-Wars-Figuren
Artshow Ausstellung

Nachdem wir anschließend im Hauptsaal einige Fanfilme gesehen haben, begann die Opening…

Blick auf die schon beleuchtete Bühne des Hauptsaals
Hauptsaal Bühne

Master of Ceremonies war dieses Jahr Garrett Wang, der in Voyager Fähnrich Harry Kim gespielt hat. Er ist also so etwas wie der Moderator, der durch die Show führt. Allerdings eher hauptsächlich im Hauptsaal, im Nebensaal hat das Nessi gemacht.

Garrett Wang, das stellte sich sehr schnell raus, ist ein sehr talentierter Entertainer. Sehr witzig und interessant führte er durch die Opening. Natürlich ging es nicht ohne Pannen, so geriet die Darstellung der Flaggen der Länder, aus denen Gäste anwesend sind, so durcheinander, dass auf dem Screen immer was anderes zu sehen war, als er auf seinem Zettel stehen hatte. So musste das Publikum helfen… 🙂

Als er dann anfing, die Dos and Don’ts auf deutsch vorzulesen, war das Gelächter groß, wobei es eher witzig gemeint war. Er gab sich sichtlich mühe und man merkte, dass er sehr interessiert war, Deutsch besser zu lernen. Besonders beeindruckt war er vom Wort „Umlaut“, was sich im laufe der Con regelrecht als Running Gag entwickelt hatte. Und als er dann die Sicherheitsrichtlinien vorlas, war er vom Wort „Fluchtwege“ hin und weg! Aber das Wort „Drehtür“, oder wie er es aussprach, „Dreetuur“, fand er auch ganz witzig. Bei der Gelegenheit habe ich gelernt, dass Drehtür auf Englisch „Revolverdor“ heißt. Warum bei denen immer alles gleich so brutal sein muss… 🙂

Anschließend kamen nach und nach die Gäste auf die Bühne und begrüßten die Zuschauer. Vor allem Richard Dean Anderson mit seinem Spruch, „Ich bin sehr geil!“, hatte die Lacher auf seiner Seite. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er genau wusste, was er da sagt… 🙂

Alle Gäste der Opening auf der Bühne
Gäste auf der Bühne

Zum Abschluss des Tages nahmen wir am Panel von Lance Henriksen teil, der in Millennium Frank Black, und in Alien den Roboter Bishop gespielt hat. Ich war überrascht, in wie vielen Filmen und Serien er mitgewirkt hat.

Und so endete für uns ein aufregender erster Tag auf der Con. Wir haben uns aber da schon auf den nächsten Tag gefreut!

Fedcon XX – Tag 0: BSSSSSSS

Oh Boy! Aufregung pur, sagen wir euch.

Mittwoch, kurz nach Mittag…letzter Koffercheck bei mir in der Wohnung.

Haben wir alles, Schlüssel, Geld, Handy, Fedcon-Bestätigung … Ja, war alles da. Sachen gepackt und ab zum Bahnhof! So sitzen Heike und ich also im Zug zur Fedcon, freuen uns ’nen Wolf und ich lege so meine Hand auf meinen Rucksack, der auf dem Boden vor mir steht. „Hm, der freut sich auch schon,“, sage ich, „der vibriert!“. Als ich den Rucksack anhebe höre ich, was da los ist! Ich muss mit dem Ding wo gegen gehauen sein, jedenfalls ist mein Rasierer an und es hört sich an, als säße einer im Rucksack und rasiert sich… 🙂 Bis ich endlich an das Teil rangekommen bin und es ausgeschaltet habe, BSSSSSte es munter vor sich hin… 🙂 Aber ich habe es geschafft.

In Düsseldorf war es recht einfach, da wir uns die Fahrtwege und U-Bahn-Linien schon früher einmal angesehen hatten. So war der Weg ins Hotel ehrlich gesagt nicht der Rede wert. Nur, kaum steigen wir in die U-Bahn, rempelt mich von hinten einer an… BSSSSS! 🙂 Mein mysteriöser Mann im Rucksack begann sich also wieder zu rasieren… 🙂 Ständig dachte ich, hoffentlich ist bald mal der Akku leer…

Heike saß daneben und hat sich halb tot gelacht.

Im Hotel angekommen, war das alles schon wieder vergessen. Das Hotel, in dem wir waren, war das Mercure Am Seestern im Industriegebiet Düsseldorf. Vier-Sterne-Hotel in ruhiger Lage, zu dem man auch (bis auf sonntags) relativ gute Anschlüsse hat.

Das Check-in ging leicht, unser Zimmer im vierten von insgesamt sieben Etagen war auch leicht zu finden. Ich meine, es war fast, als hätten sie es extra für mich so Ausgesucht: Aus dem Fahrstuhl raus nach rechts, und dann an der zweiten Flurlampe… 🙂 Konnte man gar nicht verfehlen.

Und sehr große und gemütliche Zimmer haben die da. Ausgestattet sind die Zimmer mit einem bequemen Doppelbett, einer mehrteiligen Schrankwand, einer Minibar, TV, Sessel und einem Schreibtisch-Bereich. Das Bad ist ein wenig klein, hat aber eine schicke Dusche mit cooler Glastür. Vor dem Fenster rauscht nachts Verkehr, aber man kann es auch geschlossen lassen, weil Klimaanlage.

Richtig viel Platz für Klamotten, Anschlüsse für Laptop und dergleichen und ein sehr bequemes Bett.

Kaum legte ich also den Rucksack ab, um ihn auszupacken, BSSSSSS! 🙂 Ich war kurz davor, durchzudrehen! Aber, wir waren ja nu da, konnte ja nichts mehr passieren. 🙂

Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt hatten, sind wir zum Flughafen gefahren. Die Con fängt zwar erst am Donnerstag an, aber die Leute, die ein Wochenendticket haben, konnten es sich schon Mittwoch Abend abholen. Das taten wir auch.

Und das ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl! Du gehst also durch den Terminal, über die Fußgängerbrücke zum Maritim, und in dem Moment, wo sich die Tür öffnet und du die ganzen anderen Leute siehst, die alle nur zur Fedcon gekommen sind, … erinnert sich noch einer von euch an den Film mit Tom Gerhard, wie er in Mallorca an den Strand beim Ballermann kommt und sagt, „Endlich mal normale Leute!“? Ganz genau der Satz ging mir in dem Moment durch den Kopf.

Obwohl der Andrang ziemlich groß war, kamen wir doch ziemlich gut und schnell an unsere Tickets ran. Mich hat zwar erst mal irritiert, dass nichts über meinen Behindertenstatus gesagt wurde, sondern ich für den nächsten Tag zum Infostand geschickt wurde, aber wie das lief, erzähle ich euch im nächsten Blogpost.

Und nachdem wir unsere Tickets also hatten, sind wir mit knapp 35 oder 40 Leuten aus dem Fedcon-Forum erst mal so richtig chinesisch futtern gegangen. Denn in recht naher Umgebung des Flughafens (10 Min. zu Fuß) gibt es ein sehr großes und sehr gutes chinesisches Restaurant, der Bambusgarten, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Die haben beinah die ganze Woche über Buffet für ca. 14 Euro – und Leute, das Buffet ist riiiesig. 

Nach dem Buffet sind wir dann zu später Stunde ins Hotel zurück – und haben nebenbei was für die schlanke Linie getan. Wir haben uns nämlich richtig verlaufen…:)

Damit war der Anreisetag erst mal erledigt.

 Am Tag 1, also am Donnerstag den 27. April, ging die Con richtig los. Und ich sage euch, ich habe bisher kein Wort gefunden, dass auch nur annähernd in der Lage wäre zu beschreiben, wie ich diese 4 Tage empfunden habe. Und immer noch schwingt in mir ein leises Grinsen, wenn ich den einen oder anderen Ausspruch wieder ins Gedächtnis bekomme. Nichts, was ich bisher erlebt habe, lässt sich mit den Tagen vom 27.04.2011 bis 01.05.2011 vergleichen.

Und im nächsten Blogpost erzähle ich euch vom ersten Tag, von der Eröffnung, von den ersten Panels, auf denen ich war und was sonst noch erwähnenswert ist. Und dann gibt es auch die ersten Bilder. Aber ich muss erst noch die richtig guten raussuchen.

Also, bis zum nächsten Blogpost, euer Kamil, Heike und BSSSSS! 🙂

Der Chat mit Dirk Bartholomä

Also das ist doch nicht zu glauben! 🙁 Da habe ich nun endlich etwas eigenes zu vermelden, und muss keine Meldung von einem anderen Medium übernehmen, und ich vergesse es total! 🙁 Naja, hole ich es halt nach … 🙁

Am Sonntag, den 15.08.2010, veranstaltete Trekpower einen Chat mit dem Veranstalter der FedCon und RingCon, Dirk Bartholomä. Viele waren dabei, darunter auch ich. Und hier sind meine Eindrücke davon…

Um 19:15 Uhr ging es auch schon gleich los. Schnell entspann sich eine Diskussion darüber, wie sich das Fan-Verhalten im Gegensatz zu TNG-Zeiten zu heute geändert hatte. Auch der Unterschied zu den Cons in den USA und hier waren Thema.

Anschließend fand eine recht umfangreiche Diskussion darüber statt, wie eine eventuelle neue Serie aussehen könnte. Eine Zeitreiseserie, oder etwas in weiter ferne mit nur wenig Bezug zu den bisherigen Serien, oder vielleicht doch was ganz anderes? An Ideen hat es der Diskussion jedenfalls nicht gemangelt. 🙂

Anschließend berichtete Dirk von Leonard Nimoy, der eigentlich nie nach Deutschland kommen wollte, es durch andere TOS-Schauspieler angeregt dann doch getan hat. Und er war so begeistert, dass er einen Artikel in der Zeitschrift REFORM JUDAISM veröffentlicht hat; über die geänderten Deutschen.

Natürlich wurde auch darüber gesprochen, wer wohl zur nächsten FedCon kommen könnte. Ob Patrick Stewart wohl kommt? Nun, laut Dirk unterhalten sie sich dann und wann mal, aber definitiv zusagen tut er nur kurzfristig. Also muss im Januar oder Februar noch mal bei Patrick angefragt werden, in der Hoffnung, dass er dann noch nichts besseres vor hat… 🙂

Mich persönlich hat dann natürlich auch interessiert, wie Dirk denn den Stellenwert von Fanclubs im Allgemeinen sieht, wenn man bedenkt, dass diese immer mehr mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben. Dirk antwortete darauf:

Nun beim offiziellen Club haben sich die Mitgliedszahlen bei 2500 eingependelt und ich hoffe daß es dabei bleibt, weil arg viel tiefer dürfen sie nicht fallen, sonst müssen wir die Zeitung abspecken oder mehr Schwarz weiß anteil machen

Ich denke daß Fanclubs keine große Zukunft mehr haben, da die Leute immer mehr am Internet hängen – seh ich ja bei mir, spiele jeden Tag mehrere Stunden LOTRO und WOW und chatte viel, mache Facebook usw. Ich bin ja schon froh, daß ich die Fans zumindestens 3-4 mal im Jahr auf FEdcon und TrewaCon treffe

Beide Zitate habe ich direkt aus dem Chat-Log rauskopiert… 🙂

Anschließend wurde noch viel diskutiert, über die FedCon in Düsseldorf, Ed Wasser, andere Stars, die RingCon, die Trewa Con… Man kann kaum alles aufzählen, worüber wir alles diskutiert hatten. Nur, dass die Diskussionen immer sehr angenehm und teilweise doch sehr lustig waren. Vor allem, wenn Dirk über seine Erlebnisse mit den Stars berichtete, wie mit Brent Spiner, Kevin Sorbo usw. … 🙂

Insgesamt war es doch ein sehr entspannter und lustiger, aber auch sehr informativer, Chat. Ich jedenfalls freue mich schon auf die FedCon 20 in Düsseldorf! Und sollte wieder mal so ein Chat angeboten werden, kann ich jedem nur empfehlen, teilzunehmen. Auch, wenn ihr keine Frage habt, mitlesen kann man immer… 🙂 Ich bin jedenfalls wieder dabei, wenn wieder mal jemand Rede und Antwort stehen muss…

Nicht vergessen: Chat mit Dirk Bartholomä

Morgen, am Sonntag den 15. August, findet ab 19:15 Uhr bei Trekpower der Chat mit Dirk Bartholomä statt. Wie man an dem Chat teilnehmen kann, erfahrt ihr hier. Ich hoffe, ich vergesse es nicht, ich bin dann ebenfalls anwesend. 🙂 Was ihr schon immer über die FedCon, RingCon oder dem Veranstalter wissen wolltet, hier habt ihr die Gelegenheit, eure Fragen loszuwerden! Also, ran an die Tastaturen! 🙂